Loading…
Du befindest dich hier: Home | Upgrade

Upgrade | 24.03.2022 Entgeltliche Einschaltung

Upcycling

Warum neu nicht immer besser ist und wie Tourismus-Upcycling zu nachhaltigem Unternehmenserfolg verhelfen kann, erzählt Manuel Lampe, Geschäftsführer der Agentur fundus GmbH, im Interview.

Altes bewahren, liebevoll erneuern und so ein einzigartiges, innovatives Produkt erschaffen: Das ist die Idee hinter dem Upcycling-Trend. Die Innsbrucker Full-Service-Agentur fundus GmbH interpretiert diesen neu: Mittels "Tourismus-Upcycling" unterstützt sie Betriebe dabei, die bestehende Substanz wieder marktfähig zu machen - bei überschaubaren Investitionen. Wir haben Geschäftsführer Manuel Lampe gefragt, was hinter dem ganzheitlichen Konzept steckt.

TIROLERIN: Was steckt hinter dem Begriff "Tourismus-Upcycling"?
Manuel Lampe: Wie beim bekannten Begriff "Upcycling" geht es darum, aus dem Bestand etwas Neues zu schaffen - Bestehendes also zu nutzen oder es einer neuen Nutzung zuzuführen. Beim Tourismus-Upcycling geht es uns darum, in die Jahre gekommene Betriebe wieder marktfähig zu machen - als Zwischenschritt vor einem größeren Umbau. 

Warum braucht es Tourismus-Upcycling?
Wenn ein Betrieb an die nachfolgegeneration übergeben wird oder wurde, steht für viele Hotelier:innen ein Umbau im Raum. Der nächste Weg führt sie zur Bank, wo sie einen Kredit mit ein paar Millionen Euro bräuchten. Die Bank sieht sich nun die Auslastung und den durchschnittlichen Zimmerpreis an und stellt dem:der Hotelier:in anschließend nur einen Bruchteil dessen in Aussicht, mit dem der gewünschte Umbau jedoch nicht umgesetzt werden kann. Hier kommen wir ins Spiel.

 

Bild Upgcycling.jpg

Wie gehen Sie das Projekt an?
Zuerst sprechen wir mit dem:der Hotelier:in über die Positionierung, das Ziel und den Weg dorthin. Bei der Positionierung orientieren wir uns an der Person selbst, der Region und nicht zuletzt am Betrieb. Aus diesen drei Positionen erarbeiten wir gemeinsam mit dem:der Gastgeber:in ein Profil. Erst nach der Ausrichtung geht es um die Einrichtung. Im nächsten Schritt sollen die bestehenden Zimmer und die allgemeinen Flächen auf Vordermann gebracht werden. Und zwar nicht nur, indem alte Möbel raus- und neue Möbel reinkommen, sondern indem Bestehendes möglichst wiederverwendet wird. Damit sollen der Charakter des Hauses - sofern dieser in die Positionierung einzahlt - bewahrt und die Räume und Zimmer wieder vermarktbar gemacht werden. Nach der Usmetzung folgt das Foto-Shooting und das begleitende Marketing, von Corporate Design über die Webseitengestaltung bis hin zu PR und Social Media, wobei sich sämtliche Maßnahmen am neuen Ziel orientieren. Wir bieten unseren Kund:innen alles aus einer Hand. Der Begriff "Upcycling" ist auch in der Pressearbeit sowie im Social-Media-Bereich ein Aufhänger: Durch die entsprechende Kommunikation von Themen wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung können auch neue Zielgruppen angesprochen werden. Dadurch steigen die Bekanntheit, die Auslastung sowie der durchschnittliche Zimmerpreis und damit nicht zuletzt der Erfolg des Unternehmens. Dieser wiederum ebnet den Weg für ein Gespräch mit der Bank nach fünf oder zehn Jahren, bei dem ein größerer Umbau mit einem entsprechenden Businessplan, einer etablierten Zielgruppe und einem besseren Rating finanziert werden kann.

Inwiefern kann Upcycling als nachhaltiges Konzept dabei helfen, die Positionierung eines Hauses zu stärken?
Themen wie Nachhaltigkeit, Authentizität, Regionalität, Recycling und Ressourcenschonung gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden auch für die Planung des Urlaubs entscheidend. Wenn sich ein Betrieb nachweislich mit diesen Themen auseinandersetzt, kann das durchaus die Positionierung stärken. Wichtig ist aber, dass diese Werte auch von den im Betrieb handelnden Personen gelebt werden. Tourismus-Upcycling richtet sich somit einerseits an Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, nicht zuletzt aber an Unternehmer:innen, die einen ersten Schritt in eine neue Richtung gehen möchten, keinen kompletten Umbau planen (können) und ihr Angebot über eine gezielte Positionierung schärfen wollen - von der Ausrichtung bis zur Einrichtung.

 

Den vollständigen Artikel und die "Vorher-Nachher-Bilder" finden Sie in der aktuellen Printausgabe der TIROLERIN.