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Upgrade | 21.02.2022

Handelshaus Wedl: Stabil durch die Pandemie

Das Traditionsunternehmen "Wedl" blickt auf ein herausforderndes Jahr 2021 zurück.

Das Jahr 2021 verlief ähnlich wie 2020: pandemiebedingte Einschränkungen verursachten Umsatzeinbußen, da die Hauptzielgruppe für das Traditionsunternehmen die Gastronomie und Hotellerie ist. Nach einer Anpassung der Unternehmensstrategie konnte durch intelligente Bevorratung und dem Ausweichen auf Alternativlieferanten den Problemen entgegenwirkt werden. "Wir haben diese schwere Zeit dank unserer Partner und vor allem dank unserer Mitarbeiter:innen gut meistern können. Ohne deren Engagement wäre eine Umsetzung der zukunftsweisenden Ausrichtung nicht möglich gewesen", so Wedl.

„Die  Auswirkungen der Pandemie sind für uns weiterhin deutlich spürbar. Der Einbruch des Wintertourismus und die Schwierigkeiten im Bereich der Warenbeschaffung und -verfügbarkeit haben auch unser Geschäft stark beeinflusst. Durch neue Strukturen und Abläufe haben wir flexibel auf die Situation reagiert“, so Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung beim Handelshaus Wedl.

Auslandsgeschäft - positiver Trend bei Kaffee
Trotz Umsatzsteigerungen im Jahr 2021 konnte das Unternehmen nicht das Vor-Pandemie-Niveau erreichen. Die Steigerung des Gesamtumsatzes 2021 ist primär dem Auslandsgeschäft – vorwiegend jenem in Italien – zuzuschreiben, wo es Ende 2021 keine Lockdowns mehr gab.

In der wichtigen Sparte "Kaffee" kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Umsatzplus von knapp 22 %. „Im Kaffee-Bereich spüren wir seit Mai einen Aufschwung, der sich langsam bei den Zahlen von 2019 einpendelt. Der Export bei unserer Tochterfirma Procaffè erholte sich im Vergleich zum ersten Pandemiejahr mit einem Plus von 38 % sehr gut, während sich die Verkaufszahlen in Italien im wichtigen Kaffee-Bar-Geschäft um 12 % verbesserten.“, erklärt Kommerzialrat Leopold Wedl.

Neue Märkte, neue Zielgruppen
Mit seinem großen Produkt- & Serviceangebot konnte das Handelshaus Wedl auch EndverbraucherInnen und öffentliche Einrichtungen ansprechen. Gepunktet wurde sowohl im B2B- als auch im B2C-Segment mit Verlässlichkeit und Stabilität. Auch der PrivatkundInnen-Bereich habe an Bedeutung gewonnen jedoch die Hauptzielgruppe sind und bleiben ganz klar Gastronomie und Hotellerie, für die man das Serviceangebot weiter ausbauen will.

Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens war das Hauptkriterium für den Start der Projekte im Jahr 2021. Beispielsweise wurden knapp 15 Mio. Euro in den Neubau des C+C Marktes in Saalfelden investiert. Hierbei wird nicht nur Verkaufsfläche geboten, sondern auch eine Plattform für Austausch, fachkundige Beratung und Einkaufserlebnisse mit einzigartiger Warenpräsentation. Die fünf „Wedl Genusswelten“ (Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse, Gourmet, Wein und Kaffee) werden hier auf bedeutend mehr Fläche präsentiert. Das Herzstück des Marktes ist eine 400 Quadratmeter große Vinothek mit imposanter Showküche. Weiters wurde 2021 ein Neubau in Brescia mit dem Partner Wörndle fertiggestellt.

Die Umsätze im Kerngeschäft Gastro-Großhandel belaufen sich 2021 auf rund 251 Mio. Euro, was einem Zuwachs von rund 6 % im Vergleich zu 2020 entspricht. 2019 wurden im Großhandel noch 352 Mio. Euro umgesetzt.

Wachstum, Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Großen Wert legt der Familienbetrieb auf Nachhaltigkeit: so kam etwa modernste, energiesparende Kühl- & Beleuchtungstechnik beim Neubau in Saalfelden zum Einsatz, mit der schrittweise auch bestehende C+C Märkte umgerüstet werden sollen. Weiters wurde in eine Photovoltaik-Anlage mit 300 Kilowatt investiert, die ab Frühjahr 2022 einen Großteil des Stromverbrauchs des Marktes in Saalfelden decken soll. Das Handelshaus Wedl treibt auch den Fortschritt in der Digitalisierung voran: Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz ist in den letzten drei Jahren von 31 auf 39 % gestiegen. Außerdem setzt das Unternehmen zunehmend auf Regionalität in seinem Produktsortiment.

 

© Wedl Handels-GmbH