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People | 14.06.2018

„Wir können noch viel bewegen“

Am Flughafen Innsbruck tut sich was: Ende 2017 wurden die Vielfliegerlounge und der neue Bürotrakt eröffnet. Weitere bauliche Maßnahmen sind bereits in Planung. Wir haben mit Flughafen-Direktor Marco Pernetta darüber gesprochen, was wir noch erwarten dürfen.

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HOCH HINAUS. Von der Vielfliegerlounge können die ankommenden und abfliegenden Flugzeuge beobachtet werden. Foto: Birgit Pichler

Marco Pernetta, der Direktor des Innsbrucker Flughafens, empfängt uns in der neu errichteten Vielfliegerlounge. Das Feedback auf die Lounge sei sensationell, erklärt Pernetta und fügt hinzu: „An Spitzenzeiten konnten wir bereits bis zu 600 Personen über den Tag verteilt hier begrüßen und auch heimische Vielflieger haben uns bestätigt, dass sie sich sehr wohlfühlen.“ Die bequeme und stylische Einrichtung, geplant von Innenarchitektin Nina Mair, eine unvergleichliche Aussicht, ein gefülltes Buffet mit vielen Snacks und eine Auswahl an Zeitungen sorgen für eine gemütliche und entspannende Atmosphäre. Und auch Geschäftsreisende finden hier die nötige Infrastruktur, um in Ruhe die Wartezeit bis zum nächsten Flug für die Arbeit nutzen zu können.
 
TIROLERIN: Die Vielfliegerlounge und der Bürotrakt wurden bereits eröffnet. Sind weitere bauliche Maßnahmen in Planung?
Pernetta: Konkret kann man noch nichts sagen, aber wir bereiten gerade einen Architekturwettbewerb vor. Unsere Hauptsorge gilt dem alten Terminal, Baujahr 1964, der in allen Bereichen an seine Grenzen stößt. Gleichzeitig steht auch das Flughafenhotel im Raum. Wir denken dabei aber mehr an ein Stadthotel, das am Flughafen liegt. Das heißt, dass schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der Nächtigungen durch den Flughafen zustande kommen, der Großteil aber ganz normaler touristischer oder Geschäftsreiseverkehr sein wird. Wenn alle offenen Fragen geklärt sind und alles gut läuft, hoffen wir, dass wir dann in den Jahren 2021 bis 2023 den neuen Terminal errichten werden.

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Foto: Birgit Pichler

Der Flughafen Innsbruck hat den Vorteil, schnell und unkompliziert erreichbar zu sein – ideal für einen Kurzurlaub. Welche Tipps haben Sie da für uns?
Der Trend geht dahin, öfter und kürzer zu urlauben. Die Leute haben nicht mehr die Zeit, länger Urlaub zu machen, und wollen lieber drei oder vier Tage wegfahren. Gerade dann spielt die Zeit für An- und Abreise eine große Rolle. Wir als kleiner Flughafen bieten kurze Wege und eine einfache, unkomplizierte Infrastruktur. Auch unsere Partner, die Reiseveranstalter, haben ein entsprechendes Angebot mit Flügen unter der Woche, zum Beispiel nach Menorca, Lefkas, Kefalonia oder auch nach London und Amsterdam. Kurzurlaube sind übrigens nicht nur bei Tirolern im Trend: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Touristen in Österreich liegt bei 4,1 Tagen, da brauchen wir auch unter der Woche Anbindungen.


Mit 2019 wird der Posten des Direktors neu ausgeschrieben. Sie haben bereits erwähnt, dass Sie sich jedenfalls auch wieder bewerben möchten.
Der Job am Flughafen und überhaupt der Flughafen selbst sind faszinierend. Wir sind einer der sehr wenigen erfolgreichen Regionalflughäfen im deutschsprachigen Raum, das zeichnet uns natürlich aus. Wir haben viele Projekte, auch bauliche, die wir gerne noch umsetzen möchten in den nächsten Jahren. Außerdem bietet Innsbruck eine hohe Lebensqualität. Die ersten vier Jahre als Direktor haben mir sehr viel Spaß gemacht, auch mit meinem Team, und ich glaube, wir können noch einiges bewegen.

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Foto: Birgit Pichler

Zahlen, Daten, Fakten

In der Hochsaison ...
starten bis zu 180 Flüge pro Woche.
werden pro Woche bis zu 45.000 Passagiere befördert (ankommend und abfliegend) und 67.000 Gepäckstücke abgefertigt.

Anzahl der angebotenen Destinationen im Winter ...
25 Destinationen (Linien- und Charterflüge)

Anzahl der angebotenen Destinationen im Sommer ...
bis zu 30 Destinationen (Linien- und Charterflüge)

Arbeitsplätze am Flughafen ...
Bis zu 1.000 Menschen arbeiten am Flughafen
(davon etwa 160 Flughafenmitarbeiter, Rest ansässige Unternehmen).

Entfernteste Destination ...
Madeira mit einer Entfernung von rund 2.800 Kilometern und
einer Flugzeit von etwa vier Stunden

Länge der Start- und Landebahn ...
2.000 Meter

Größe der neuen Vielfliegerlounge ...
über 250 Quadratmeter