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People | 30.04.2018

Fahrt in die Zukunft

Georg Westner und Michael Bredehorn sorgen mit ihrem Start-up Swarm Analytics unter anderem für mehr Sicherheit auf der Autobahn und für smarte Ampeln.

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Foto: Shutterstock

Bei Swarm Analytics dreht sich alles um künstliche Intelligenz. Das Start-up entwickelt Software, die es erlaubt, visuelle Daten in Echtzeit zu interpretieren, und dies direkt an der Kamera selbst mit einer eigens entwickelten Box. Eingesetzt werden soll dies beispielsweise zur Gefahrenerkennung auf der Autobahn oder bei der intelligenten Steuerung von Ampeln durch Kameradaten.

Teamwork. Hinter dem Start-up mit der innovativen Idee stecken Georg Westner (23) und Michael Bredehorn (25) aus Innsbruck. Die beiden haben sich an der FH Kufstein kennengelernt und schnell gemerkt, dass sie ein gemeinsames Interesse teilen: „Artificial Intelligence“, zu Deutsch: künstliche Intelligenz. Sieben Monate spielten die beiden mit der Idee, bevor sie sich in die Selbstständigkeit wagten. „Für uns ging das wahnsinnig schnell und wir hatten auch wirklich großartige Unterstützung von vielen Seiten, wie von den Stadtwerken Kufstein, der Kufgem oder der Plattform i.ku. Man muss sich einfach trauen und fragen, es lohnt sich auf jeden Fall“, rät Bredehorn. Den typischen Arbeitstag gibt es bei Swarm Analytics auch heute noch nicht. Etwa zwei Drittel ihrer Zeit verbringen die motivierten Unternehmer mit Entwickeln und dem Schreiben von Anträgen. Den Rest ihrer Arbeitszeit telefonieren die beiden oder schreiben E-Mails und nehmen sich der Themen Hiring und Firmenstruktur an. Ein volles E-Mail-Postfach und laufende Prototypen, die schon bald auf die Straße kommen, geben Bredehorn und Westner recht.

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Georg Westner und Michael Bredehorn wurden mit Swarm Analytics beim Start-up-Festival in Innsbruck für die beste Geschäftsidee ausgezeichnet. (Foto: Swarm Analytics)

Am richtigen Weg. Gezweifelt haben die beiden nie: „Für seine eigenen Ideen zu arbeiten, fühlt sich absolut richtig an“, erzählen uns die Gründer stolz und fügen hinzu: „Das Beste an unserem Unternehmen ist unser Team.“ Störfaktoren geht das Unternehmen dabei geschickt aus dem Weg beziehungsweise räumt es diese ganz einfach selbst beiseite. „Dinge, die stören, haben bei uns keinen Platz. Das Einzige, das manchmal nervt, sind Zeitfresser wie unnötig lange Meetings, Menschen, die bei Skype-Konferenzen ohne Kopfhörer sprechen, oder schlechter Kaffee“, lacht Westner.

Zielstrebig. Nicht nur mit Störendem, sondern auch mit Rückschlägen geht das junge Team locker um: „Wir nehmen alles auf in unsere „Don’t do it twice“-Liste, aber messen dem Ganzen keinen allzu hohen Stellenwert bei – höchstens als lustige Geschichte beim Feierabendbier“, lacht Georg Westner. Anderen raten die beiden dazu, sich einfach zu trauen und dabei in der eigenen Geschwindigkeit zu arbeiten. Wichtig sei es, gerade Kernteile schnell und am Kunden orientiert zu entwickeln. Der Bereich Edge Computing für Embedded-Systeme, also Datenverarbeitung außerhalb der Cloud und nah an der Quelle, verspricht großes Entwicklungspotenzial. Das Ziel, genau in diesem Bereich die Nummer eins zu werden, haben die Tiroler dabei immer vor Augen!