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People | 19.07.2018

Ein Start-up unter Strom

Das Tiroler Start-up mov-e-now sorgt mit den Weezln für nachhaltigen Fahrspaß auf unseren Straßen!

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Foto: mov-e-now

Sparsam und verkehrsentlastend – so soll es sein, das ideale Fahrzeug der Zukunft. Das sogenannte Weezl vereint genau diese Punkte und überzeugt außerdem durch weitere Vorteile. Genauso wie ein kleines Auto bietet das Fahrzeug Schutz bei Regen und Schnee, ist dabei aber gleichzeitig wendig und schmal wie ein Roller. Über die Website des Unternehmens www.myweezl.com können die mit Strom betriebenen kleinen Flitzer käuflich erworben oder gemietet werden. Die Idee zu dem außergewöhnlichen Fahrzeug hatte Gründer Dino Eicher aus Axams. Während seiner Reha nach einer Kreuzbandverletzung hatte der Tiroler viel Zeit, sich intensiv mit dem Thema Elektromobilität auseinanderzusetzen. So wurde aus einer witzigen Idee für Touristen ein nachhaltiges Geschäftsmodell.

Kopf voller Ideen. Für Eicher ist mov-e-now, die Firma hinter dem Weezl, nicht das erste Start-up. Unter anderem hat er bereits eine Nachhilfe-App entwickelt und sich mit möglichen Lösungen für das weltweite Plastikproblem beschäftigt. „Meine erste unternehmerische Aktivität war eine Zaubershow vor neun Jahren. Damit bin ich seit vier Jahren selbstständig und mittlerweile weltweit unterwegs“, erzählt der umtriebige Unternehmer. Besondere Pluspunkte an der Selbstständigkeit sind für ihn sinnorientiertes Arbeiten und die hohe Produktivität.

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TEAMWORK. Marijan Writz, Dino Eicher, Victoria Banken

Nicht zu bremsen. Mit ins Boot holte sich der Diplomingenieur in Architektur und Bauingenieurwesen die studierte Wirtschaftsinformatikerin und Doktorandin Victoria Banken. Gemeinsam konnte das Duo schon beachtliche Erfolge feiern. Besonders stolz macht die beiden, dass sie innerhalb des ersten Monats bereits 100 Registrierungen verzeichnen konnten. Von ersten Rückschlägen, wie unnötigen Strafzetteln oder bürokratischen Hürden, lassen sich die jungen Gründer nicht entmutigen. „Wir lernen schnell und verbessern uns laufend. Wir sind neugierig und bereits jetzt – auch international – vernetzt, mit Ländern wie Chile, China, Indien, Indonesien, Deutschland oder der Schweiz“, verrät Eicher sein Erfolgsrezept.

Mit Vollgas voraus. „Der Großteil der Bevölkerung weiß, dass der Verbrennungsmotor ausgedient hat, weil er ineffizient und nicht nachhaltig ist, trotzdem halten viele immer noch an ihren Gewohnheiten fest“, erklärt der 35-Jährige. Für die Zukunft wünscht sich das Team von mov-e-now, dass mehr Menschen bereit sind, aktiv Veränderungen mitzugestalten, und plant bereits die nächsten Schritte. Im Green Energy Center in Innsbruck werden sie durch erfahrene Partner unterstützt und können gezielt an ihrer Strategie arbeiten. So sollen noch im Sommer elektrische Mopeds angeboten und die Weezl-Flotten in Betrieben, Gemeinden und Städten aufgestockt werden. Auch ein Zusammenschluss mit dem öffentlichen Personennahverkehr wird angestrebt.