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People | 21.09.2022

Das Sprachrohr der heutigen feministischen Generation

Unsere Reihe widmet sich den Pionierinnen, die sich im Großen oder Kleinen für die Rechte der Frauen stark gemacht haben.

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Seit mehr als zehn Jahren veröffentlicht die Britin Laurie Penny Bücher, die sich mit Themen wie Feminismus, Patriarchat, Kapitalismus und verschiedenen Machtstrukturen in der Gesellschaft beschäftigen. So ist die heute 35-Jährige zu einer der wichtigsten Feministinnen der Gegenwart geworden. Weil sie aus dem Kampf der Gleichstellung nicht mehr wegzudenken ist, nehmen wir sie mit in unsere Artikelreihe auf.

 

Anfänge

Laurie Penny wird am 28. September 1986 in London geboren und wächst im südenglischen Brighton auf. Bereits mit drei Jahren beginnt die Tochter zweier Staatsanwälte zu lesen, pro Woche verschlingt sie mehrere Bücher. So wird in ihr schon als junges Mädchen der Wunsch geweckt, eines Tages Autorin zu werden und mit ihren Texten Menschen zu bewegen.

 

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Empowerment

Penny ist zwölf Jahre als, als sie das Buch „Die ganze Frau“ von Germaine Greer liest und sich dazu entschließt, auch selbst für die Rechte von Frauen einzustehen. An ihrer Junior Highschool dürfen die Schülerinnen zu dieser Zeit keine Hosen tragen – nicht einmal im Winter. Also startete Penny kurzerhand mit anderen Mädchen eine Petition, um dies zu ändern. Zwar war dieses Unterfangen damals noch erfolglos, der Grundstein für ihr weiteres feministisches Engagement war jedoch gelegt.

 

Engagement

Im Jahr 2007 bricht Penny ihr Studium der Englischen Literatur am Brighton College der Universität Oxford ab. Danach arbeitet sie als freischaffende Journalistin für Magazine wie „The Times“, den „New Statesmen“ und „The Guardian“. Gleichzeitig betreibt sie ihren Webblog „Penny Red“, der 2011 für den Orwell-Preis nominiert wird.

 

Kapitalismuskritik

Im Jahr 2011 erlangt die damals 25-Jährige große Popularität, als ihr erstes Buch „Fleischmarkt: Weibliche Körper im Kapitalismus“ erscheint. In diesem schreibt sie über die Entmachtung von Frauenkörpern, über sexistische Werbung, über den Schönheitswahn der Gesellschaft und über Probleme, die damit einhergehen. Dabei kritisiert die Britin, wie die Gesellschaft den weiblichen Körper behandelt. Gleichzeitig merkt sie an, dass die Konsumgesellschaft zusammenbrechen würde, wären alle Frauen sich der Macht ihrer Körper bewusst. Penny stellt dabei auch klar, dass Männer genauso Opfer des Kapitalismus sein können und einem Ideal unterliegen, welches die Gesellschaft ihnen vorlebt.

 

Denkweise

Drei Jahre und vier Bücher später veröffentlicht die Britin ihr fünftes Werk „Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution“ Mitreißend und scharf schreibt Penny in diesem über Sex und Macht, Trauma und Widerstand. Ihre starken Worte finden dabei immer wieder Gehör und regen zu gesellschaftlichen Diskussionen sowie zum Nachdenken an. Auch heute noch scheut sich die Autorin nicht davor, das zu schreiben und zu sagen, was sie denkt, und ist so zu einer der wichtigsten zeitgenössischen Feministinnen geworden.