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People | 30.11.2019

Schicksal Liebe

Was lange währt, wird endlich gut. Die Liebesgeschichte um Wilhelm und Melanie zeigt, dass das Schicksal zwar oftmals etwas Zeit braucht, aber sich durch Widrigkeiten und Umwege niemals aufhalten lässt.

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Freunde und Familie machten das Fest zu etwas ganz Besonderem. (© Der Hochzeitsprofi)

Bevor das Thema Liebe, geschweige denn Hochzeit, überhaupt nur in der Nähe des Horizonts zu erkennen war, waren sich Melanie und Wilhelm schon nahe. Sie beide stammen nämlich aus der kleinen Gemeinde Zöblen im Tannheimer Tal.

Hier lernten sich die beiden schon in der Volksschule kennen. Um genau zu sein, wurden hier schon die ersten Samen ihrer gemeinsamen Zukunft gesät, denn obwohl Melanie gerade erst in der ersten Klasse war, während Wilhelm schon die vierte besuchte, verliebte sie sich sofort in ihn. Von seinem netten Eintrag ins Poesiealbum bis hin zu seiner weißen Lamy-Füllfeder – einfach alles an ihm war super! Doch wie das mit der jugendlichen Schwärmerei so ist, sie verfliegt schnell, wenn der Angehimmelte erst aus den Augen ist. So verloren sich die beiden nach Wilhelms Volksschulabschluss erst einmal für lange Zeit aus den Augen.

 

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Nach der Trauung durfte das Brautpaar ihr absolutes Traumauto bewundern. (© Der Hochzeitsprofi)

Schicksal. Fast zehn Jahre vergingen, bevor sich ihre Wege auf einer Faschingsparty wieder kreuzen sollten. Nach so langer Zeit hatte sich natürlich einiges verändert, doch ihre Zuneigung zueinander flammte sofort wieder auf. Wilhelm brachte Melanie an diesem Abend nach Hause, und zwischen den beiden entwickelte sich eine tiefe Freundschaft.

Beihilfe. Wie so oft entsteht aus einer Freundschaft aber irgendwann doch noch mehr. Der Auslöser, der diese Entwicklung zutage brachte, war ein ganz unerwarteter. 2004 bekam Melanies Familie Zuwachs durch ein Katzenbaby. Da dieses natürlich viel Liebe und Streicheleinheiten brauchte, war Wilhelm daraufhin oftmals zu Besuch. Davon, dass dies eigentlich nur ein Vorwand war, um mit ihr Zeit verbringen zu können, wusste Melanie zu diesem Zeitpunkt noch genauso wenig wie von seiner starken Tierhaarallergie. Letzen Endes gestand ihr Wilhelm seine Gefühle, und so wurde der Kater für die Entstehung ihrer Beziehung zu einem regelrechten „Katerlysator“.

 

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(© Der Hochzeitsprofi)

Kleeblatt. Zwölf Jahre lang genossen die beiden ihre Zweisamkeit, bis Wilhelm den nächsten Schritt machte. Zwar rechnete Melanie schon länger damit, einen Antrag zu bekommen, doch als es tatsächlich soweit war, war die Überraschung doch groß. Im gemeinsamen Irland-Urlaub besuchten die beiden per Fähre die Aran-Inseln. Eine große Herausforderung für Wilhelm, denn Wind, Wetter und Wellengang stellten seine Seetüchtigkeit auf eine harte Probe. Heil angekommen begannen sie die Insellandschaft zu erkunden. Regen und Sturm begleiteten die beiden auf ihrem Weg, bis sie sich an einem Küstenabschnitt einfanden und von einem Moment auf den nächsten die Wolkendecke aufriss. Sonnenstrahlen fielen auf das vor ihnen liegende Meer und bescherten ihnen einen wahrlich atemberaubenden Anblick. Wilhelm wusste die Gunst der Stunde sofort zu nutzen und ging auf die Knie, um um Melanies Hand anzuhalten. Den Ring hatte er ob der katastrophalen Wetterlage zwar in der Unterkunft gelassen, doch solch ein magischer Moment ergibt sich nur einmal im Leben.

Tradition. Bereits ein Jahr später und in Anwesenheit von zweieinhalb Trauzeugen (Trauzeugin Christine war zu dem Zeitpunkt schwanger) heirateten Melanie und Wilhelm im Standesamt Tannheim. Die anschließende Feier im Beisein der engsten Familie hatte eine besondere Bedeutung, war doch das Gasthaus Alpenrose in Zöblen schon der Ort der Hochzeitsfeierlichkeiten von Melanies Eltern gewesen.

 

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Melanies Vater gab zum Hochzeitstanz einen Walzer auf seiner Zither zum Besten. (© Der Hochzeitsprofi)

Große Überraschung. Bei der kirchlichen Trauung wurden alle Register gezogen. 180 Gäste wurden erwartet, entsprechend schwierig gestaltete sich die Suche nach einer Lokalität. Fündig wurden die zukünftigen Eheleute letztlich im Gemeindesaal von Grän. Der Tag begann früh für das Brautpaar. Um 4.30 wurden sie von Freunden mit einer Schaum-Garten-Party überrascht und Make-up und Friseurtermine standen an, bevor es zum Hochzeitsshooting im Hotel Engel ging. Als die Traumesse dann schon in vollem Gang war, folgte die nächste Überraschung. Heimlich wurde das ursprüngliche Brautauto gegen einen weißen Dodge RAM mit extra auf der Ladefläche montierter Couch ausgetauscht. Ein standesgemäßer Auszug in ihrem absoluten Traumauto war den beiden also gewiss.

Durchgemacht. Was dann folgte war nicht minder traumhaft. Brautstehlen, Hochzeitstanz und Feiern bis 5 Uhr morgens. Wilhelm und Melanie ließen auf ihrer Hochzeit nichts aus. Besonders der Hochzeitstanz war nochmals ein Höhepunkt der Feierlichkeiten. Melanies Vater gab auf seiner Zither einen Walzer zum Besten, zu dem die beiden in ihre gemeinsame Zukunft tanzten.