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People | 25.08.2019

Olm Volle!

Wo man als Weltmeisterin am liebsten fährt und was die Ziele sind, wenn man eigentlich schon an der Spitze steht – wir haben mit Laura Stigger gesprochen.

Bild Laura StiggerWATCH on Red Bull TV Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Laura Stigger ist trotz ihrer zierlichen Figur ganz groß: Nach ihrem ohnehin grandiosen Cross-Country-Weltmeistertitel 2017 verteidigte sie diesen 2018 erfolgreich und erkämpfte sich noch im selben Jahr wie nebenbei noch die Weltmeisterschaft im Straßenrennen. Im Gespräch mit uns erzählt die 18-jährige Haimingerin von ihren Erfahrungen seit ihrem Sprung an die Weltspitze.

TIROLERIN: Wie sind Sie zum Radsport gekommen?
Laura Stigger: Eigentlich durch meinen Nachbarn. Der war früher Trainer im heimischen Verein und hatte Söhne, mit denen er immer Biken gegangen ist. Ich habe gesehen, wie viel Spaß ihnen das gemacht hat, und wollte es auch ausprobieren. Es hat mich dann direkt so gefesselt, dass ich bei meinem ersten Rennen in Sölden trotz Sturz und blutigem Knie durchgehalten habe.

Wie viel Zeit investieren Sie inzwischen dafür?
Aktuell trainiere ich ungefähr zehn bis zwölf Stunden pro Woche, zweimal davon in der Kraftkammer. Ich glaube zwar, dass ich damit noch im unteren Bereich bin, aber das Ziel ist ja, dass man sich immer weiter steigern kann.

 

Bild Laura Stigger in Steilkurve in Les Gets flott flott Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Bemerken Sie seit Ihren großen Erfolgen eine Veränderung in Ihrem Umfeld?
Ich glaube, eigentlich kaum. Jeder Mensch hat etwas, dass er oder sie gerne macht. Bei mir ist es das Mountainbiken, da fiebern viele mit, bei anderen ist es vielleicht ein anderer Sport.

Was sind die nächsten Ziele?
Ich bin jetzt in die U23 aufgestiegen. In dieser Kategorie fahre ich also gegen zum Teil vier Jahre ältere Mitbewerber. Trotzdem ist die Saison schon super losgegangen. Die Europameisterschaft hat auch gerade begonnen, da möchte ich auf jeden Fall auch viel Spaß haben und ein gutes Ergebnis einfahren. Anfang September startet auch die Weltmeisterschaft wieder. Was dabei rauskommt, kommt dabei raus, aber eine Platzierung unter den Top fünf wäre auf jeden Fall großartig!

Ist Olympia auch ein Thema?
Auf jeden Fall! 2020 wird ein spannendes Jahr, da mache ich nämlich Matura auch noch dazu! Aber die Olympischen Spiele sind für jeden Sportler das große Ziel, und ich werde alles dafür geben, dort mitzu­fahren.

 

Bild Laura Stigger in Verona Portrait mit Namen Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Bemerken Sie seit Ihren großen Erfolgen eine Veränderung in Ihrem Umfeld?
Ich glaube, eigentlich kaum. Jeder Mensch hat etwas, dass er oder sie gerne macht. Bei mir ist es das Mountainbiken, da fiebern viele mit, bei anderen ist es vielleicht ein anderer Sport.

Was sind die nächsten Ziele?
Ich bin jetzt in die U23 aufgestiegen. In dieser Kategorie fahre ich also gegen zum Teil vier Jahre ältere Mitbewerber. Trotzdem ist die Saison schon super losgegangen. Die Europameisterschaft hat auch gerade begonnen, da möchte ich auf jeden Fall auch viel Spaß haben und ein gutes Ergebnis einfahren. Anfang September startet auch die Weltmeisterschaft wieder. Was dabei rauskommt, kommt dabei raus, aber eine Platzierung unter den Top fünf wäre auf jeden Fall großartig!

Ist Olympia auch ein Thema?
Auf jeden Fall! 2020 wird ein spannendes Jahr, da mache ich nämlich Matura auch noch dazu! Aber die Olympischen Spiele sind für jeden Sportler das große Ziel, und ich werde alles dafür geben, dort mitzu­fahren.

 

Bild Laura Stigger oberhalb des Piburger Sees Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Matura und die Olympischen Spiele fallen ungefähr in den gleichen Zeitraum, wie lässt sich das bewältigen?
Wenn alles gut läuft, dann ist die Matura zuerst fertig. Dann kann ich mich ganz auf Olympia konzentrieren.

Im Mountainbiken sind Sie momentan an der absoluten Weltspitze, auf dem Straßenrad haben Sie auch gleich im ersten Schwung abgeräumt – zählen Sie das Downhillen auch zu Ihrem Repertoire?
Das stimmt, ja. Ich baue es auch immer in mein Training ein. Die Trails in der Bike Republic Sölden sind da perfekt! Optimal Geschwindigkeit und Technik trainieren und der Spaßfaktor ist natürlich auch riesig.

Wo fahren Sie am liebsten?
Ich fahre eigentlich im ganzen Ötztal gerne. Es gibt hier so viele lässige Trails, und der neue Radweg bringt auch praktisch alles mit, was das BikerHerz begehrt. Mit dem Straßenrad kommt man überall hin, selbst die kleinsten Wege lassen sich mit dem Mountainbike erkunden und mit dem Downhillbike ist man hier sowieso zuhause.

 

Bild Laura Stigger im Wald von Verona Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Sie haben schon mehrere Angebote von internationalen Profiteams bekommen. Was hält Sie hier?
Ich will zuerst die Schule fertig machen, das ist das erste Ziel. Sollte es aus irgendwelchen Gründen mit dem Biken nicht mehr laufen, dann will ich auf jeden Fall einen Plan B haben. Ich will für das Team mein Bestes geben. Uas heißt im Moment einfach, für die Schule das Beste geben.

Lässt sich das gut vereinen?
Im Moment habe ich 26 Wochenstunden, das Training geht sich also gut aus. Dienstag und Donnerstag steht Frühtraining an, auch da muss ich wieder Zeit investieren.

Würden Sie an der österreichischen Sportlandschaft etwas ändern wollen?
Ein Weltcup hier in der Nähe wäre lässig, idealerweise in Sölden!

Haben Sie ein sportliches Vorbild? Jemanden, der Sie geprägt hat?
Von klein auf war das eigentlich immer Elisabeth Osl. Inzwischen trainiere ich öfters mit ihr und besichtige mit ihr Strecken – sie ist eine super Person und man kann wahnsinnig viel von ihr lernen.

 

Bild Lauras Blick zurück Foto Lorenzi.jpg
Foto: Ernst Lorenzi

Wer sind die Top-drei-Personen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Sie sich heute in der Weltelite der Radfahrerinnen wiederfinden können?
Meine Eltern, mein Bruder und Rupert Scheiber, das ist mein Trainer.

Was zeichnet Ihren Trainer besonders aus?
Der Rupi investiert sehr viel Zeit, was sicher nicht jeder Trainer so macht. Viele schicken einfach nur einen Trainingsplan raus, er dagegen ist immer mit den Gedanken dabei und versetzt sich auch in den Athleten hinein. Das macht ihn ganz besonders!

Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal selbst jemanden unter Ihre Fittiche zu nehmen?
Ich mache das gerade mit meinem Bruder. Da ist es besonders cool, wenn man sich gegenseitig helfen kann.

Radsportlerin des Jahres, Weltmeisterin, Europameisterin. Es gibt sicher schon junge Mädels, die Sie als Vorbild haben. Welchen Rat würden Sie ihnen mitgeben?
Immer Spaß haben, die Ziele, die man vor Augen hat, konsequent ansteuern und am wichtigsten überhaupt: „Olm volle!“


Beim TIROLERIN-Ausflugstag werden Sie unsere Leser durch die Bike Republic Sölden führen. Was muss ein wackerer Downhill-Neuling zu seinen ersten Trail-Metern mitbringen?
Nicht viel. Eine Gaudi und ein Radl wären nicht schlecht.