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People | 24.05.2019

Mit der Brille in die Vergangenheit

Das Start-up TimeTour ermöglicht mit kluger Technik einen Blick in die Anfänge des 20. Jahrhunderts.

Ausgangspunkt des Städterundgangs der anderen Art ist der Waltherpark in Innsbruck. Gordon Grusdat, der gemeinsam mit zwei weiteren Partnern das Konzept von TimeTour entwickelt hat, erwartet uns gemeinsam mit den zwei AustriaGuides Thomas Jabinger und Alexandra Mairhofer. Das Ziel des Nachmittags: Innsbruck zu entdecken und dabei einen Blick in die bewegte Vergangenheit der Stadt zu werfen – nicht nur sprichwörtlich, sondern auch wortwörtlich.

 

Zurückversetzt. Zuerst wird die App TimeTour auf das Smartphone geladen und mittels eines QR-Codes freigeschalten. Rund eineinhalb Jahre haben die Gründer von der Idee bis zur technischen Umsetzung und den ersten Beta-Tests an TimeTour gearbeitet. Nach der Installation schieben wir unser Smartphone in eine 3D-Brille und setzen sie an der Innbrücke auf. Sofort werden wir zurück ins Jahr 1900 versetzt. Aus der jetzigen Betonbrücke wird eine Eisenbrücke, und dort, wo jetzt Autos fahren, sehen wir eine Kutsche. Das Besondere an der Technik ist die automatische Nordung der 3D-VR-Bilder beim Start der App. Abhängig von den Blickrichtungen jedes Teilnehmers werden die 360-Grad-Bilder automatisch nach der richtigen Himmelsrichtung ausgerichtet – das heißt, wenn wir in Richtung Altstadt blicken, sehen wir auch den Eingang der Altstadt von damals.

 

Tour durch Innsbruck. Weitere Stationen sind die Hofburg, die Maria-Theresien-Straße und die Triumphpforte. In kurzen informativen Anekdoten erzählen uns die Stadtführer Jabinger und Mairhofer von der damaligen Zeit und machen uns auf Besonderes aufmerksam. So hören wir von einem Ball, der um 1900 in der Hofburg stattfand – das Motto damals: das Leben im Jahr 2000. Die Tour, die rund 90 Minuten dauert, endet an der Triumphpforte. Dort ermöglicht die Brille nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, als hier noch die Grenzen der Stadt verliefen, sondern auch einen Blick in die Zukunft.

Die Vergangenheit hören und sehen. In Zukunft will der studierte Architekt Grusdat autarke Sightseeing-Touren anbieten. Die Nutzer sollen per Audioguide und Kartenapp zu unterschiedlichen 3D-VR-Standorten gelotst werden. 


360-Grad-Erlebnis

Die App TimeTour ist eine simple und intuitiv zu bedienende Nutzerplattform, auf der für unterschiedliche Kunden individuelle touristische Angebote zur Verfügung gestellt werden. Sie ist zudem einfach an das Corporate Design des jeweiligen Kunden anpassbar. Die App kann kostenfrei für iOS und Android heruntergeladen werden.Alle Infos unter: www.timetour.studio