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Lifestyle | 07.05.2018

My home is my office

Das Büro in den eigenen vier Wänden verspricht ungestörtes Arbeiten, mehr Zeit für die Kinder und freie Zeiteinteilung. Aber ist wirklich alles eitel Sonnenschein, wenn man zu Hause arbeitet?

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Foto: Shutterstock

Gemütlich um zehn Uhr aufstehen und im Pyjama die Mails checken. Der Laptop liegt auf den Beinen und wir lehnen uns entspannt auf der Couch zurück. Bei den ersten Sonnenstrahlen verlegen wir unseren Arbeitsplatz auf den Balkon oder vielleicht sogar in das angesagte Straßencafé. Arbeiten von zu Hause, das sogenannte Homeoffice, klingt nach einem Traum – besser kann Arbeiten kaum werden. Aber halt: Entspricht unsere Vorstellung wirklich der Realität? Zu Hause arbeiten bedeutet auch, dass wir die meiste Zeit alleine vor dem PC sitzen.  Kollegen, mit denen wir uns austauschen oder die wir rasch um Rat fragen können, sind mindestens einen Telefonanruf entfernt. Außerdem wird unsere Wohnung zum Büro und die fehlende räumliche Distanz kann uns daran hindern, nach Feierabend abzuschalten. Im Gegenzug, weil wir eben nicht mehr im Büro, aber dafür zu Hause sitzen, ist die Gefahr groß, sich ablenken zu lassen – von unseren Kindern, dem Berg Wäsche oder vielleicht auch der Netflix-Serie, die wir gestern Abend am selben Platz mit demselben Laptop gestreamt haben.

Hallo, ist da wer? Allein arbeiten kann toll sein. Man ist fokussierter, konzentrierter und effizienter. Dennoch, die Gefahr zu vereinsamen, ist groß, wenn man den ganzen Tag das Haus nicht verlässt und nur Mails schreibt. Außerdem ist man schnell von Informationen, die das Unternehmen betreffen, abgeschnitten. Verabreden Sie sich regelmäßig zu einem Mittagessen mit Ihren Kollegen. Achten Sie darauf, bei wichtigen Konferenzen vor Ort zu sein, und besuchen Sie Seminare oder Firmenfeiern. Wenn Sie freiberuflich arbeiten, treffen Sie sich mit anderen, die von zu Hause aus arbeiten, und verlegen Sie Ihren Arbeitsplatz doch mal in ein Café. Zusätzlich helfen kleine Rituale wie ein kurzer Spaziergang.

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Der richtige Fokus. Im Büro wird nach Feierabend der PC heruntergefahren, das Licht ausgemacht und die Bürotüre abgeschlossen – man fährt nach Hause. Beim Homeoffice ist man bereits zu Hause, also bleiben Laptop und Licht an. Da kann es schwerfallen, Grenzen zu setzen und bewusst nicht mehr erreichbar zu sein. Dennoch ist es, besonders im Homeoffice, wichtig, sich abgrenzen zu können. Legen Sie mit Ihrem Arbeitgeber schriftlich fest, wann Sie erreichbar sind. Sie können sich auch mit einem kurzen Mail oder Anruf bei Kollegen an- und abmelden. Außerdem hilft es, wenn Sie sich einen fixen Platz einrichten, an dem Sie arbeiten. So fühlt sich nicht Ihr ganzes Zuhause wie ein Arbeitsplatz an.

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Der Schlendrian bleibt zu Hause. Den ganzen Tag in der Jogginghose am Schreibtisch sitzen? Vielleicht morgens sogar vom Bett aus arbeiten? Klingt im ersten Moment gemütlich und angenehm. Doch auf Dauer leidet Ihre Motivation darunter. Ziehen Sie sich morgens Kleidung an, die sie auch im Büro tragen könnten, und arbeiten Sie stets an Ihrem Schreibtisch. Manchmal hilft es auch, morgens eine kleine Runde zu drehen, bevor Sie sich an die Arbeit machen – ganz so, als müssten Sie erst einen kleinen Weg zu Ihrem Büro zurücklegen. Übrigens, auch das dreckige Geschirr in der Spüle und die Wäsche im Bad sollten und können bis zum Feierabend warten.

Des einen Freud ... Last but not least: Nicht jeder ist gemacht fürs Homeoffice. Überlegen Sie sich genau, wie gut Sie strukturieren können. Wichtig ist auch zu bedenken, dass es keinen offiziellen Feierabend gibt – schaffen Sie es trotzdem abzuschalten? Und auch wenn die Kollegen manchmal nerven, genießen Sie nicht auch die eine oder andere Kaffeepause, in der Sie sich austauschen können? Wer noch unschlüssig ist, kann auch anfangs nur ein oder zwei Tage in der Woche von zu Hause aus arbeiten