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Lifestyle | 03.08.2017

Blogs & Dogs

Monatlich stöbern rund 90.000 Leser auf „Who is Mocca?“ nach Outfit-Trends und Interior-Inspirationen. Was für Verena Raffl als Hobby begann, wurde zum Gewerbe. Wir haben Tirols erfolgreichste Bloggerin im Herzstück ihres digitalen Universums getroffen – in ihrem Zuhause in Aldrans.

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© Birgit Pichler

Gleich hinter der Tür wartet er bereits auf uns, der kleine Mocca. Dabei kommt er gar nicht im stylischen Outfit um die Ecke und ist gleich zutraulich. Denn Mocca ist der Hund von Bloggerin Verena Raffl. Und die fünfjährige moccafarbene französische Bulldogge macht sich gleich lauthals bemerkbar. Ihr dicht auf den Fersen ist ein größeres Exemplar, das den Flauschfaktor nach oben treibt: der zehn Monate alte Husky Teddy. Begeistert werden wir unter Bellen und Jaulen am Eingang von Verenas Wohnung begrüßt. Die Bloggerin wohnt hier zusammen mit ihren Hunden und ihrem Freund Christian, selbst Blogger. Ganz klar im Mittelpunkt der digitalen, aber auch analogen Welt sind die Hunde des jungen Paares. Nicht nur Namensgeber, sondern auch Models und ständige Begleiter sind die Tiere geworden. Seit 2015 lebt die quirlige Familie nun hier in Aldrans, inmitten von Feldern und Wiesen. Auf stolzen 120 Quadratmetern bringt Verena nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre Arbeitswelt unter. Seit nunmehr vier Jahren betreibt die junge Tirolerin ihren Blog, ist aber auch als freie Journalistin unterwegs. Mit www.whoismocca.com hat Verena ihr Hobby zum Beruf gemacht und betreibt den erfolgreichsten Blog in Tirol, der monatlich rund 90.000 Seitenaufrufe verzeichnet. Tendenz steigend.

Hausgemacht. Die Devise „Selfmade“ trifft bei Verena und ihrem Erfolg eindeutig zu, denn ihren Job hat sich die ausgebildete Grafikerin selbst beigebracht. „Alles begann mit einem Hobbyblog, auf dem ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder mal was gepostet habe.“ Erst mit ihrem Blog „Who is Mocca?“, der im April 2013 online ging, wurde die Tätigkeit professionalisiert. Kleinere technische Schwierigkeiten und grafische Angelegenheiten konnte Verena damals schon selbst lösen, der Umgang mit Kunden und die ganze Planung brachte sich die Tirolerin allerdings selbst bei. Dazu gehört auch die Ausarbeitung eines bestimmten Stils, der auf Fotos und bei den vorgestellten Produkten eingehalten werden muss. „Christian macht einen Großteil meiner Fotos, er hat das aber nie professionell gelernt, ich habe ihm die Kamera in die Hand gedrückt und wir haben einfach probiert. Im Laufe der Zeit entwickelten wir eine bestimmte Bildsprache, die ich unbedingt beibehalten möchte, das ist wichtig für den Stil eines Blogs“, meint Verena. Hausgemacht ist bei Verena auch die Inszenierung hinter ihren Fotos. Dazu gehört natürlich ihr Zuhause, das sie auf vielen Fotos ausgiebig preisgibt. „Hier zuhause haben wir viel selbst gemacht, Christian ist ein richtiger Bastler. Von mir kommt meist die Idee oder der Wille zur Veränderung und er macht da immer gerne mit“, verrät die Bloggerin. So entstanden diverse Wohlfühlecken innerhalb der hell gestalteten Wohnung. Ein wichtiger Punkt ist dabei sicher das Wohnzimmer, wo sich nicht nur die Betten der Hunde befinden, sondern auch eine kuschelige Oase in Form eines grünen Hinguckers. Auf die erst neu angeschaffte Couch ist Verena besonders stolz: „Wir haben uns die Couch in einem Möbelhaus gekauft, uns dann aber einen neuen Bezug geholt, der ein richtiger Eyecatcher ist. Grün ist meine absolute Lieblingsfarbe!“

Neue Übersichtlichkeit. Auf der Suche nach besonderen Ecken kommt man an Verenas Büro vorbei, in dem die Bloggerin täglich die meiste Zeit vor dem Computer verbringt. „Hier bearbeite ich die Anfragen meiner Kunden, betreue meine unterschiedlichen Kanäle und plane Beiträge. Das nimmt natürlich alles sehr viel Zeit in Anspruch“, erzählt Verena. Auf die Frage, wie sich der Alltag eines Bloggers gestaltet, verrät die Tirolerin: „Natürlich müssen als Erstes am Tag meine Hunde versorgt werden. Wenn ich unterwegs bin, nehme ich meine Leser gerne mit, poste Fotos oder Storys auf Instagram. Dann gehts ab ins Büro und die Kundenanfragen werden bearbeitet und neue Posting-Ideen entstehen. Oftmals wird man dann zu unterschiedlichen Veranstaltungen oder Blogger-Events eingeladen. Jeder Tag ist anders“, verrät Verena. Das Wichtigste ist: ständig auf dem neuesten Stand sein. Blogger müssen Trends nachspüren, um stets aktiv innerhalb der Community im Gespräch zu bleiben. Wo Träume in Erfüllung gehen.Trends und besondere Schmuckstücke finden sich schließlich in Verenas Ankleideraum, der schon oft als Motiv ihres Blogs herhalten musste. Hier herrscht penible Ordnung, von der Schuhwand bis hin zur farblich sortierten Fashion finden sich die ein oder anderen großen Labels. Von Valentino bis Isabel Marant, Balenciaga oder Diane von Furstenberg, hier werden Frauenträume wahr. „In den Anfängen des Bloggens habe ich viel und auch billig gekauft, inzwischen spare ich lieber und leiste mir ab und an etwas Besonderes, das ich jahrelang tragen und mit den verschiedensten Trends kombinieren kann.

 

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© Birgit Pichler

Ich kaufe auch gerne Secondhand und verkaufe bestimmte Stücke wieder, damit ich immer Neues zeigen kann“, verrät Verena. Ähnlich verhält es sich auch mit ihrem Zuhause und ihrer Einrichtung. Hier versucht die ambitionierte Bloggerin auch immer wieder, etwas zu verändern und besondere Einzelstücke zu bekommen. Am liebsten auf Flohmärkten oder in Concept Stores. Generell verfolgt sie dabei eine minimalistische und cleane Richtung, die trotzdem heimelig wirkt. „Was ich gar nicht ausstehen kann, sind sterile Räume, in denen man sich nicht traut, etwas zu berühren. Vor allem in den eigenen vier Wänden muss man sich schon wohlfühlen“, meint die Bloggerin.

Zukunftsmusik. Auch wenn der Beruf des Bloggers für viele noch ungewöhnlich klingen mag, Verena liebt ihren Job, an dem sie eigentlich gar nichts nervt. Auch nicht der Gedanke, ständig online sein zu müssen. „Das gehört für mich einfach zum Job dazu, da gibt es kein Abschalten, denn auch im Urlaub möchte ich wissen, was auf meinen Kanälen los ist“, gibt Verena zu. Die Gedanken sind ständig beim Blog. Dass das Bloggen gar nicht zwingend ein „Frauending“ sein muss, beweist Freund Christian, der selbst neben seiner Arbeit mit Beats and Dogs einen Blog für Männer betreibt. „Wenn man auf andere Blogger trifft, so sind das vorwiegend coole, stylische Frauen. Daher gibt es gerade im männlichen Bereich noch Aufholpotenzial“, meint Verena. Was rät die erfahrene Bloggerin also jungen Nachkömmlingen? „Es sollte am Anfang nicht gleich der Gedanke an einen Verdienst im Vordergrund stehen. Ohne Druck und als Hobby zu starten ist das Beste, was mir passieren konnte. Wenn man  zudem noch etwas hat, das den Blog einzigartig macht, ist das natürlich auch eine super Voraussetzung,“ verrät Verena. Diesen Faktor übernehmen auf ihrem und Christians Blog eindeutig die Dogs. Denn Blogs sind Werbung 2.0: Das Prinzip Babies und kleine Hunde funktioniert auch hier prächtig. 90.000 Leser monatlich geben Tirols erfolgreichstem Blog Recht. Und auch wir sagen: We like!

Zuhause bei Verena:
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