Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 12.03.2018

Gute Vorstellung

Neuer Job, neues Glück? Auf dem Weg zu unserem Traumjob müssen wir erst eine große Hürde meistern – das Bewerbungsgespräch. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Aufregung im Zaum halten können und jeden Arbeitgeber um den Finger wickeln.

Bild shutterstock_712523389.jpg
Foto: Shutterstock

Ihr Traumjob ist ausgeschrieben und die ersten Hürden haben Sie bereits erfolgreich bewältigt: Ihre schriftliche Bewerbung mit Ihrem Lebenslauf hat das Personalbüro überzeugt und eine Einladung zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch flattert ins Haus. Natürlich wollen Sie jetzt auf ganzer Linie überzeugen, denn wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt. Aber was kommt beim Bewerbungsgespräch wirklich gut an und was kann man gegen Nervosität tun? Wir verraten es Ihnen!

 

Bild shutterstock_331290413.jpg
Foto: Shutterstock

Zeit ist Geld!

Informieren Sie sich im Vorfeld, wie Sie das Unternehmen erreichen: Gibt es öffentliche Verkehrsmittel? Wo kann ich parken? Wenn Sie zu spät kommen oder gehetzt sind, wirkt sich das nicht nur auf Ihre Konzentration aus, sondern hinterlässt oft auch einen schalen Eindruck. Ausreden über Stau oder verspätete Züge wirken meist nicht wirklich glaubwürdig und lassen Sie unnötig in einem schlechteren Licht stehen. Generell gilt: Besser Sie sitzen noch eine Stunde in einem Café ums Eck, als gestresst in letzter Minute anzukommen. Sollte es sich dennoch nicht vermeiden lassen, dass Sie zu spät kommen, lassen Sie dies Ihren Gesprächspartner so rasch wie möglich wissen. Speichern Sie seine Telefonnummer und melden Sie sich, auch wenn die Verspätung nur Minuten beträgt. Sollten Sie mit einer größeren Verspätung rechnen, erkundigen Sie sich, ob Ihr Gegenüber eine Verschiebung des Termins bevorzugt.

 

Das Glas ist halbvoll!

Niemand mag Miesepeter! Nicht nur deshalb sollten Sie sich von Ihrer positiven Seite zeigen. Lästern ist tabu: Niemand will wissen, wie unordentlich die Kollegen waren oder dass an Ihrem jetzigen Arbeitsplatz getratscht wird. Auch Unstimmigkeiten mit vorherigen Arbeitgebern sollten Sie nicht ansprechen. Generell sollten Sie davon absehen, schlecht über andere zu reden. Lächeln Sie, lassen Sie Ihr Gegenüber aussprechen und zeigen Sie sich interessiert. Achten Sie auch auf Ihre Körpersprache: Versuchen Sie, nicht zu zappeln, verschränken Sie die Arme nicht und wenden Sie sich Ihrem Gegenüber zu. Atmen Sie durch und versuchen Sie, langsam und überlegt zu sprechen. Manchmal hilft es, die Bewerbungs-
situationen zu Hause durchzuspielen – alles, was hilft, ruhiger und entspannter zu werden, ist erlaubt.

Bild shutterstock_539427928.jpg
Foto: Shutterstock

Auf den ersten Blick!

Einen ersten Überblick über Ihre Expertise hat das Unternehmen bereits durch Ihre schriftliche Bewerbung. Nun geht es darum, auch persönlich einen guten Eindruck zu hinterlassen: Achten Sie auf Ihre Kleidung und ziehen Sie sich entsprechend an. Dreckige Schuhe und zu enge oder zu kurze Kleidung sollten Sie vermeiden. Tragen Sie Kleider, in denen Sie sich wohlfühlen, die aber auch Kompetenz ausstrahlen. Bleiben Sie auch mit Schmuck und Make-up dezent zurückhaltend. Gerade in Bezug auf Kleidung gibt es große Unterschiede. Kreative Unternehmen sind hier oft lockerer als Steuerberater oder Banken. Nichtsdestotrotz: Saubere und ordentliche Kleidung ist stets ein Muss.

 

Es geht um mich!

Welchen Benefit bringen Sie mit und warum sollte man gerade Sie einstellen? Diese Fragen sollten Sie sich im Vorfeld stellen. Machen Sie sich eine Liste Ihrer Stärken und untermauern Sie diese auch mit Beispielen. Erzählen Sie von Projekten, auf die Sie stolz sind. Sie dürfen selbstbewusst sein, aber achten Sie darauf, nicht zu überheblich zu wirken. Wenn Sie Ihren Werdegang vorstellen, sollten Sie nicht auswendig Ihren Lebenslauf wiederholen. Nennen Sie wichtige Positionen und verknüpfen Sie diese mit Fähigkeiten, die Sie erlernt haben. Passen Sie dies unbedingt an den Job an, auf den Sie sich bewerben – das ist die ideale Chance zu zeigen, dass Sie dank Ihrer Erfahrung genau der oder die Richtige sind.

Bild shutterstock_425236015.jpg
Foto: Shutterstock

Fragen über Fragen

Spielen Sie bestimmte Fragen, die man Ihnen stellen könnte, bereits im Vorfeld durch und überlegen Sie sich eine Antwort. Das macht Sie nicht nur ruhiger, sondern verhindert auch, dass Sie aus Nervosität vergessen, wichtige Punkte anzusprechen. Häufig gestellte Fragen sind:


• Was sind Ihre Stärken?
Zählen Sie hier nicht nur Schlagwörter  auf, sondern untermauern Sie Ihre Stärken mit erfolgreichen Projekten oder Beispielen aus der Praxis, in denen Sie Ihr Können bewiesen haben.

• Was sind Ihre Schwächen?
Jeder Mensch hat Schwächen. Seien Sie ehrlich, aber nicht zu ehrlich. Wichtig ist es, gleichzeitig Lösungen anzubieten beziehungsweise zu zeigen, dass Sie daran arbeiten.

• Warum sollten wir gerade Sie einstellen?
Hier sollten Sie Eckpunkte herausarbeiten, die andere Bewerber unter Umständen nicht bieten können. Waren Sie im Ausland? Sprechen Sie eine oder mehrere Fremdsprachen? Achten Sie darauf, dass Ihre Argumente sich mit den Anforderungen in der Stellenausschreibung decken. Mit einer durchdachten und einleuchtenden Antwort können Sie hier großen Eindruck schinden.

 

Bild shutterstock_604846826.jpg
Foto: Shutterstock

• Warum möchten Sie gerade für das Unternehmen XY arbeiten? Warum haben Sie sich bei uns beworben?
„Weil hier gerade eine Stelle frei war“, ist auf diese Frage auf keinen Fall die richtige Antwort. Hier sollten Sie einbauen, was Sie über das Unternehmen wissen. Sprechen Sie über konkrete interessante Aufgabengebiete oder spannende Weiterbildungsmöglichkeiten. Informieren Sie sich im Vorfeld, was das Unternehmen zu bieten hat, und bauen Sie auf ausschlaggebende Argumente.

• Wo sehen Sie sich in fünf oder zehn Jahren?
Hier geht es nicht nur darum, ob Sie einen fixen Plan im Leben verfolgen, sondern auch, ob sich dieser mit dem Unternehmen beziehungsweise der ausgeschriebenen Stelle vereinbaren lässt.  Achten Sie darauf, dass Ihre Pläne nicht unumstößlich klingen, und erwähnen Sie, dass Sie jedenfalls auch offen für Neues sind. Der Arbeitgeber möchte hier  außerdem erfahren, ob Sie planen, langfristig im Unternehmen zu bleiben.

• Warum möchten Sie Ihren jetzigen Arbeitgeber verlassen?
Ganz wichtig: Lästereien und Anschuldigungen sind hier fehl am Platz. Denken Sie daran, dass Ihre Antworten generell positiv formuliert sein sollten. Konzentrieren Sie sich bei dieser Frage am besten darauf, was Sie sich von neuen Herausforderungen erwarten und welche Ziele Sie durch eine neue Stelle erreichen möchten.