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Lifestyle | 16.12.2017

Das Glück ist ein Vogerl

Glücklich sein kann man lernen – wir verraten wie!

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Fotos: Shutterstock

Viele von uns kennen das: Immer wieder nehmen wir die Arbeit, wenn auch nur gedanklich, mit nach Hause. Abends nach Feierabend abzuschalten, fällt uns schwer und die Termine und Deadlines des nächsten Tages sorgen für schlaflose Nächte. Wir arbeiten uns von Urlaub zu Urlaub und wissen längst nicht mehr, ob wir in unserem Job überhaupt richtig sind. Unser Berufsleben kann uns erheblich belasten und sogar Einfluss auf unsere Gesundheit haben – doch das muss nicht sein! Jeder von uns sollte lernen, mehr auf sich selbst zu achten und bewusst darauf zu schauen, was uns glücklich macht. Beginnen wir im Kopf, mit unserer Einstellung und gehen dem Thema auf den Grund, wie wir unser Glück im ganz normalen Wahnsinn finden.


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Fotos: Shutterstock

Das Leben ist (k)ein Ponyhof. Die Frage, die jedoch bleibt, ist: Wo finde ich das Glück? Und wenn ich es gefunden habe, erkenne ich es auch? Gerade hier glauben wir immer wieder zu scheitern, sehen nur die negativen Dinge in unserem Leben. Das Leben der anderen gleicht hingegen einem Spaziergang. Unsere Single-Freundin hat ein so viel aufregenderes Leben, unsere Nachbarin hat eine so viele steilere Karriere hingelegt und so weiter und so weiter. Doch bevor wir hier weiter verallgemeinern, sollten wir uns erlauben, genauer hinzusehen und den ganzen Kontext zu erfassen. Wir können anderen Glück andichten, aber ob sie wirklich glücklich sind in ihrer Situation, wissen wir nicht und hat vor allem auch wenig mit uns zu tun. Wir müssen Glück für uns selbst finden und zwar ganz entspannt, ohne jemanden dafür zu verpflichten oder uns ständig Vergleichen auszusetzen. Außerdem sollten wir uns bewusst machen, dass es immer Tage geben wird, an denen es nicht so läuft, wie Sie es gern hätten. Sie verpassen den Zug, Ihr Chef hat schlechte Laune oder Sie streiten sich mit Ihrem Partner. Schlechte Tage gehören zum Leben dazu und sorgen dafür, dass wir die guten schätzen lernen und sie uns umso mehr Spaß machen.


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Fotos: Shutterstock

Alles eine Frage der Perspektive. Ist für den Einen das Glas halbvoll, ist es für den Anderen längst halbleer. Glücklich sein ist oft eine Frage der Einstellung und hängt davon ab, was uns die Stimme im Kopf zu unserer jeweiligen Situation zu sagen hat. Heißt im Umkehrschluss, dass wir uns theoretisch mit Willensstärke alles schönreden könnten. Doch so einfach ist das leider nicht und nicht immer schaffen wir es, eine optimistische Sichtweise an den Tag zu legen. Unser Gedankenkarussell dreht sich häufig schneller als wir selbst und manchmal geht unser Denken einfach mit uns durch. Was an solchen Tagen hilft? Nur eins: Versuchen, die Dinge locker zu nehmen und uns klar zu machen, dass vieles nicht so schlimm ist, wie es scheint. Eine bissiges E-Mail von der Chefin ist noch keine Kündigung und der verpasste Zug am Morgen war sicher nicht der letzte. Und wenn sich die negativen Gedanken nicht ausschalten oder schmälern lassen? Teilen Sie Ihre Gefühle, stellen Sie sich Ihnen. Denn erst, wenn wir uns wirklich eingestehen, wie wir uns fühlen, können wir damit umgehen.

Under Pressure. Stress ist in. Wir alle wollen multitaskingfähig sein, erwarten auf jede E-Mail eine rasche Antwort, für Schlaf haben wir keine Zeit und auch nach der Arbeit füllen wir unseren Kalender mit Terminen über Terminen. Natürlich, ein bisschen Stress kann uns nicht schaden, und Deadlines helfen dabei, uns besser zu konzentrieren, wenn sie machbar sind. Unter Druck schüttet unser Körper Stresshormone aus, die unsere Sinne schärfen und uns leistungsfähiger machen. Fühlen wir uns allerdings überfordert oder machtlos und nimmt der Stress zu, kann uns das schaden – und zwar ernsthaft. Adrenalin und Cortisol steigern unseren Blutdruck und lassen unser Herz schneller schlagen, das erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Aber dem nicht genug: Dauerhafter Stress führt dazu, dass wir immer weniger in der Lage sind, Negatives ins Verhältnis zu allem Guten zu setzen – wir  sind schneller genervt, verzweifelt und mit den Nerven am Ende. Unsere Stressresistenz schwindet dahin.   

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Genau hingeschaut. Menschen, die besonders stressresistent sind, werden zudem als Personen beschrieben, die sich gut an bestimmte Situationen anpassen können, rasch Anforderungen gerecht werden und das ganz, ohne aus ihrer Rolle zu fallen oder die Nerven zu verlieren. Im Gegenteil, wenn Sie über eine hohe Stressresistenz verfügen, können Sie vermutlich auch Emotionen besser erkennen – die eigenen, aber auch die von anderen. Damit Stress uns nicht zu nahe kommt, sollten wir uns in Achtsamkeit üben. Eine Fähigkeit, die mehr ist als ein Modewort, zu dem es zahlreiche Ratgeber gibt. Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein und unsere Konzentration ganz auf die Zukunft zu lenken, ohne sie zu bewerten. Um zur Ruhe zu kommen, hilft es, sich bewusst ab und zu vom Multitasking zu verabschieden: Auch wenn es schwerfällt, kümmern Sie sich um ein Projekt nach dem anderen. Wechseln Sie nicht ständig zwischen E-Mails-Beantworten, Kalkulationen und Telefonaten, sondern nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihre Aufgaben und minimieren Sie Störungen. Mit diesen Zeitfenstern für Stillarbeit können Sie all Ihre Ressourcen bewusst in eine Aufgabe
stecken.

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Wir sind keine Insel. Beim Thema Glück geht es jedoch nicht nur um mich allein: Wir alle wollen Teil eines sozialen Netzes sein, wollen dazugehören zu einer Familie und zu einer Abteilung. Gerade im Büro sehen wir unsere Kollegen jeden Tag und viele Stunden die Woche. Hier hängt die Stimmung häufig von jenen Personen ab, die am lautesten sind. Meist sind das diejenigen, die nörgeln und unzufrieden sind. Schlechte Stimmung verbrereitet sich so mit rasender Geschwindigkeit. Wie man dies stoppen kann? Schenken Sie Ihren Kollegen Anerkennung und Dankbarkeit. Loben Sie Ihre Kollegen für eine tolle Idee oder ein gelungenes Projekt. Soziale Bindungen lassen sich auch stärken, indem Sie Ihre Kollegen um einen Gefallen bitten – Psychologen nennen dies das Hochgefühl des Helfenden. Aber Achtung, vergessen Sie dabei nicht, dass es immer noch um Ihr eigenes Wohlbefinden geht. Seien Sie ehrlich und vermeiden Sie kleine Alltagslügen, die sie nur tätigen, um andere nicht unglücklich zu machen. Auch wenn Ehrlichkeit manchmal zu kleinen Konflikten führen kann – es macht Sie vertrauenswürdiger und letztendlich auch glücklicher – versprochen!

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ZUM WEITERLESEN: „Bist du glücklich mit deinem Job?“ Auf diese einfache Frage eine klare Antwort zu geben, fällt den meisten Menschen schwer. Gerade wenn es um den Beruf geht, schwanken wir oft zwischen Freude und Disziplin, Ehrgeiz und Überforderung. Doch glücklich sein kann man lernen! „Die Entdeckung des Glücks“ von Isabell Prophet, mosaik, ISBN: 978-3442393237, € 16,50