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Lifestyle | 01.12.2017

Alle Jahre wieder...

.. erwischen sie uns! Lästige grippale Infekte. Wir haben den Einbruch der kalten Jahreszeit zum Anlass genommen, uns genauer mit gängigen Fakten und Irrglauben rund um das Thema Erkältung auseinanderzusetzen.

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(© Shutterstock)

Hatschi! Oje, schon wieder verkühlt! Im Winter kann es vorkommen, dass eine Erkältung die nächste jagt. Besser bekannt als grippaler Infekt, handelt es sich dabei um eine Infektion der Nasen-, Mund- und Rachenschleimhäute, der Atemwege und der Nasennebenhöhlen. Die typischen Symptome: Husten, Schnupfen, eine rinnende Nase. Krankheitserscheinungen, mit denen sich unser Körper gegen den Infekt wehrt. Begleitbeschwerden reichen von Halsschmerzen bis Entzündungen des Hals- und Rachenraums und verschlimmern die leidige Angelegenheit für die Betroffenen. Kein Wunder, dass wir grippale Infekte da gerne mit der schwerer verlaufenden Grippe verwechseln. Dabei ist das nicht der einzige Punkt in Sachen Erkältung, bei dem wir uns oftmals irren. Rund um’s Thema „Grippaler Infekt“ tummeln sich eine Vielzahl falscher Fakten. Wir machen mit den gängigsten reinen Tisch.   

Nasse Haare im Winter. „Geh bloß nicht mit nassen Haaren raus! Du holst dir noch eine Erkältung.“ Diesen Satz haben wir wohl alle schon einmal von unseren Müttern gehört oder selbst an unsere Kinder gerichtet. Tatsächlich können nasse Haare bei Kälte allerdings niemals der alleinige Grund für eine Erkrankung sein. Der grippale Effekt bricht erst dann aus, wenn das Immunsystem mit aufgeschnappten Erregern im Körper nicht fertig wird.

Antibiotika helfen. Ein alter Irrglaube besagt, dass Antibiotika gegen Erkältungen helfen. Fakt ist aber, dass diese bei viralen Infekten absolut keinen Effekt haben. Erst wenn es zu bakteriellen Infektionen wie Mandelentzündungen kommt, schlagen Antibiotika an und führen zu einer Linderung.

 

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(© Shutterstock)

Die erste Erkältung im Winter härtet ab. So schön es auch wäre, wenn unser Körper nach dem ersten grippalen Infekt im Winter eine gewisse Resistenz gegen Erkältungen aufbauen würde: Dem ist nicht so. Grippale Infekte sind wahre Belastungsproben für uns und schwächen unser Abwehrsystem immens. Immunität kann im besten Fall nur gegen bestimmte Krankheitserreger entwickelt werden. Kommt man in Kontakt mit einem ähnlichen Virus, der dieselben Beschwerden hervorruft, kann sofort wieder eine Krankheit ausbrechen. 

Fieber hilft beim Gesundwerden. Von Fieber sprechen wir dann, wenn unser Körper eine Temperatur von 38,1 Grad Celsius übersteigt. Grundsätzlich deutet das darauf hin, dass sich unser Immunsystem in Form eines natürlichen Prozesses gegen bestimmte Erreger, Viren oder Bakterien wehrt. So weit, so positiv. Allerdings kann erhöhte Temperatur ab einem gewissen Zustand äußerst gefährlich sein. Aus diesem Grund sollte man bei Fieber über 39 Grad Celsius umgehend einen Arzt aufsuchen. Außerdem gilt es, den Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen, da wir unter Fieber mehr schwitzen als normalerweise. 

Heiße Zitrone hilft. Obwohl die Getränkemischung aus heißem Wasser und gepresstem Zitronensaft als beliebtes Hausmittel gegen Erkältungen gilt, hilft sie in Wirklichkeit nur sehr bedingt. Tatsächlich enthält der Saft einer kompletten Frucht nur etwa 20 Milligramm Vitamin C. Zusätzlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der helfende Inhaltsstoff äußerst hitzeempfindlich ist. Zitronensaft in heißem Wasser aufzulösen, ist also eher kontraproduktiv.

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