Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 10.01.2023

Gut gebaut auf Stein

Materialien und Stoffe, die unsere Umwelt und speziell die eigenen vier Wände schöner oder gar erst möglich machen.

Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein.“ Schon von klein auf wissen unsere Kinder, was unsere Urahnen erst im Laufe der Zivilisationsentstehung entdeckten: Stein ist ein vorzüglicher Baustoff . Doch Stein ist nicht gleich Stein. Je nach geografischer Lage, historisch gewachsener Baukultur und Verfügbarkeit kommen auf der ganzen Welt unterschiedliche Steinarten und -formen zum Einsatz, die ihre ganz individuellen Eigenschaften, Stärken und Schwächen mitbringen.

Bild shutterstock_1101567107.jpeg
Foto: Shutterstock

Flexibel.

Unzählige alte Schlösser, Kirchen und sonstige Prunkbauten in Europa bestehen aus Sandstein, der damit heute genau noch wie früher fast allgegenwärtig ist. Zwar ist er als Wandbaustoff im Neubau heute weitgehend modernen Kunststeinen gewichen, doch in anderen Einsatzbereichen wird er noch immer gerne verwendet. Der Naturstein gehört zu den Sedimentgesteinen, die durch die Zersetzung bereits vorhandener Gesteine und lebender Organismen entstehen, deren Kleinstbestandteile sich an Land oder am Meeresboden als Sedimente absetzen. Durch den Druck geologischer Prozesse und mit Hilfe natürlicher Bindemittel wurden diese im Laufe der Erdgeschichte zu Stein, den die Menschheit wieder aus der Erde ans Tageslicht förderte und zum Einsatz brachte. Zwar gibt es je nach Zusammensetzung verschiedene Typen, doch im Allgemeinen sind alle Sandsteine – verglichen mit vielen anderen Natursteinen – vergleichsweise einfach zu bearbeiten. Das betrifft den Abbau im Steinbruch ebenso wie die Weiterverarbeitung zu Mauersteinen oder Platten. Im natürlichen Zustand haben alle Sandsteine eine relativ raue Oberfläche, bei Bedarf lassen sich die Steine aber auch schleifen oder sandstrahlen, sodass eine glatte Oberfläche entsteht. Zudem speichert das Material viel Wärme und eignet sich daher auch gut als Bodenbelag zusammen mit einer Fußbodenheizung.

Bild ibrahim-rifath-CyZ-ADeC_zw-unsplash.jpeg
Foto: Unsplash/Ibrahim Rifath

Den vergess ich nimmer.

Im Küchen-, aber auch im Bad oder Fußbodenbereich ist Granit aufgrund seiner einzigartigen Beschaffenheit inzwischen schon fast wieder ein Dauerbrenner. Das magmatische Tiefengestein entsteht über einen längeren Zeitraum, wenn flüssiges Magma, das durch Spalten in höhere Erdkrustenschichten eindringt, in einer der oberen Gesteinsschichten steckenbleibt und durch ein langsames Abkühlen der Gesteinsmassen dort ideale Bedingungen zur Kristallbildung vorfindet. Trifft die gekühlte Gesteinsschicht auf das flüssige Magma, verhärtet sich die Schicht, und es entsteht eine besonders harte Naturgesteinsschicht mit einer ausgeprägten Kristallstruktur, der Granit. Die Verwendungsmöglichkeiten des Gesteins sind weitreichend. Mit Granit können sowohl Mauerabdeckungen als auch edle und filigrane Granitdesigns geschaffen, Sockel gefertigt und Skulpturen geschaffen werden. Die häufigste Verwendung findet Granit in Form von Fliesen, die heute fast alle auf Maß zugeschnitten und bearbeitet werden können. Beliebt ist das Gestein insbesondere durch seine Härte und Beständigkeit. Auch im Außenbereich beißen die Elemente daher wortwörtlich auf Granit.

Bild eduard-a9bzkw1wsxo-unsplash.jpeg
Foto: Shutterstock

Blendende Schönheit.

Die dritte große Gruppe der Natursteine, die im Hausbau zum Einsatz kommen, sind die sogenannten Umwandlungsgesteine. Bekanntestes und bestes Beispiel ist hier zweifellos der beliebte und weltweit geschätzte Marmor. Er gilt als edelster aller Natursteine, als Inbegriff des luxuriösen Bauens. Dabei ist Marmor in Wirklichkeit relativ weich, anfällig für Abrieb, säureempfindlich und nicht frostsicher – doch seine überragende Optik lässt all diese Defizite als unbedeutend erscheinen. Chemisch betrachtet besteht Marmor, genauso wie sein Ausgangsmaterial, der Kalkstein, vor allem aus Calciumcarbonat. Der Unterschied ist nur, dass sich bei der Umwandlung zu Marmor deutlich größere Kristallstrukturen entwickelt haben, die mit bloßem Auge erkennbar sind.

Bild joshua-rodriguez-yddF8bE4JTc-unsplash.jpeg
Foto: Unsplash/Joshua Rodriguez

Umsichtig nachhaltig.

Steine als Baumaterial in Haus und Garten gelten im Vergleich zu anderen Materialien als naturnah und nachhaltig. Anders als bei Kunststeinen, wie zum Beispiel bei Betonsteinen oder keramischen Produkten, entfällt der häufig energieaufwändige Herstellungsprozess. Lokal und regional gewonnene Steinware bietet außerdem den Vorteil kurzer Transportwege zwischen Steinbruch, Steinwerk und Endabnehmer und sorgt für einen verringerten CO2-Ausstoß. Verbraucher:innen sparen Heizkosten, wenn sie mit einer eingebauten Fußbodenheizung heizen und als Bodenbelag Natursteine mit ihrer guten Wärmeleitfähigkeit nutzen. Natursteine sind zusätzlich nicht nur sehr langlebig, sondern auch gut für die Wiederverwendung geeignet. Vielfach sind sie durch Reinigung und Abschleifen in den Originalzustand zurückzuversetzen. Ist das nicht mehr möglich, werden sie zu Schotter und Split verarbeitet. Von der Steinzeit bis zum heutigen Tag begleiten uns die verschiedensten Steinarten durch unser alltägliches Leben. Ihre vielfältigen Qualitäten und unglaubliche Langlebigkeit werden also voraussichtlich dafür sorgen, dass dies noch lange Zeit der Fall bleiben wird. 185 Wohnen Eine gute Nachtruhe ist wichtig, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Im Schlaf sinken Herzschlag und Blutdruck, Stoffwechselprozesse wie unser Zucker- und Fettstoffwechsel werden optimiert, in den Zellen laufen Reparaturprozesse ab und das Immunsystem wird gestärkt. Wie wichtig Schlaf ist, zeigt sich oft erst, wenn er fehlt: Anhaltender Schlafmangel beeinträchtigt neuronale Prozesse, begünstigt Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Depressionen und erhöht die Infektanfälligkeit. Zudem steigt das Risiko für Übergewicht und einen gestörten Zuckerstoffwechsel. Sogar die Sterblichkeit kann durch Schlafmangel erhöht werden. Wer schon einmal eine Nacht durchgemacht hat, weiß, dass man am nächsten Tag körperlich und geistig weniger fit ist.