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Lifestyle | 09.06.2022 Entgeltliche Einschaltung

Innsbrucks Riviera

Lansersee – 7 Jahre einer willkommenen Überraschung.

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Über die letzten Jahre hat eine Oase von Innsbruck eine Renaissance erlebt. Laufend hört man Geschichten von Freund:innen Geschichten, die man selbst gerne miterlebt hätte: Ein Tag am Steg, der wie eine Woche Urlaub war, unerwartet schöne Bekanntschaften, brausende Feste in einer Galerie über dem See oder verblüffende Kulinarik aus der einer eigenen Landwirtschaft. Das Schwärmen klingt zu fabelhaft und überzogen. Es drängt sich unweigerlich die Frage auf: Ist das noch der Badesee meiner Kindheit?

GEGENSÄTZE.
Wer den Lansersee von früher kennt und die Entwicklungen der letzten Jahre nur am Rande mitverfolgt hat, dürfte gemischte Gefühle zu diesem Ort haben. Ein wunderbares Refugium und Strand der Innsbrucker:innen – verwahrlost im Laufe der Jahre. Ein bezauberndes Naturerlebnis – mit berüchtigten Sanitäranlagen. Fast jährlich wurde von einem möglichen Aus für den öffentlichen Badebetrieb berichtet. Der Lansersee ist zu 98 Prozent im Besitz einer Familie, der die prekäre Situation bewusst war. Über drei Jahrzehnte stellte man mehrfache Entwicklungskonzepte vor, die eine Frage bei den langjährigen Gästen und der Öffentlichkeit hervorrief: Wen interessieren diese elitären und extravaganten Projekte an unserem See?

 

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Sommerfest der TIROLERIN am Lansersee
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Vorher: Die Badeanstalt 2015 vor der Übernahme.
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„Der See hat sich verändert, ohne sich zu verändern.“ -Benedikt Czermak, Gast

NEUE PHILOSOPHIE.
2015 war, woraufhin Arthur Rhomberg einen letzten Versuch wagte und verpflichtete seinen Enkel Daniel mit dem See und der umliegenden Landwirtschaft – sehr zu dessen Bestürzung, da dieser gerade in eine Karriere als Architekt einlenkte. Generationenkonflikte, zurückgestauter Investitionsbedarf, Erbstreitereien und Neid sind zwar keine Seltenheit, aber durchaus schwierige Aussichten für einen Betrieb im öffentlichen Interesse, der in privater Hand liegt. Doch die Ablöse läutete eine neue Philosophie ein: „Mit Seinem kann man machen, was man will.“ wurde zu „Mit Seinem kann man das Beste für andere schaffen.“

MEHR ALS NUR POMMES.
Beim See und dem umliegenden Seehof ist Daniel Rhomberg einer der Haupt-, aber nicht Alleineigentümer. Bei der Lansersee Betriebs GmbH ist er Geschäftsführer und Alleineigentümer und pachtet damit die Restanteile, um somit uneingeschränkt den Lansersee zu führen. So ist garantiert, dass die Öffentlichkeit eine vielversprechende Zukunft am Lansersee hat, die vom Familieneklat im Hintergrund unberührt bleibt. Diese neu umgesetzte Philosophie hat von vielen Seiten Rückenwind bekommen. Der Lansersee wird als Fallstudie diskutiert, wie man eine öffentliche Institution privat führen kann, indem man den Standard der Gäste selbst entwickelt, anstatt ihm nur gerecht zu werden. Und so werden jedes Jahr erlebbare Verbesserungen vorgenommen. „Was man bei uns ausgibt, ist eine Investition in ein noch besseres Erlebnis beim nächsten Besuch." - Daniel Rhomberg, Geschäftsführer und Eigentümer

KUNSTVOLL.
Das Team am Lansersee unterscheidet nicht zwischen lokalen und internationalen Trends und verlässt sich darauf, dass angenehme Überraschungen etwas allgemein Begehrenswertes sind. Man kommt zum See und erwartet sich Pommes und Schnitzel, aber zusätzlich bekommt man Paella, Ramen und Yakitori-Grill. Auf der Einladung stand „Alpenbad Lansersee“ – und man findet sich in einer Galerie in einem Loft über dem See wieder. Es ist authentisch, dass man Neues probieren möchte. Ob es die Speisekarte, das Design oder die Musik sind: Hier zielt man auf ein überlegtes Verhältnis zwischen Bekanntem und 
Wunderlichem. Man serviert Comfort Food, dafür aber aus Japan oder dem Nahen Osten. Und als abendlichen Rausschmeißer gibt es anstatt einer grantigen Ansage die Stimme Édith Piafs, die sanft über den See gleitet. Auch bei der alten Badeanstalt gilt "Non, je ne regrette rien". Die Bäder als einstiger Schandfleck glänzen jetzt in Messing und Metrofliesen. Das ehemalige Mülllager wurde zur Koi Bar – einem japanisch beeinflusstem Restaurant mit einer umwerfenden Terrasse über den See. Der in dunklem Marmor gehüllte Innenraum versetzt einen vom Badesee in eine Cocktailbar ins Londoner Soho. Im ersten Stock leerte man 300 Quadratmeter durchgängigen Raum und verglaste die Wände zum See hin. Hier entstand das „ArtLoft“ als Boutique Event- und Tagungslocation im Stil eines englischen Art Clubs. Anstatt Seminarstühlen und Teppichboden beließ man es hier beim wüsten Rohbeton, dafür auf Chesterfield-Sofas in Samt und Leder. Die Wände zeigen die hauseigene Kunstsammlung – eine eklektische Auswahl zeitgenössischer Malerei, Ahnenporträts der Familie und antike Tribalkunst aus fernen Kulturkreisen. In naher Zukunft werden auch andere Werke international namhafter Künstler:innen die Wände beleben, die hier auch zu erwerben sind. Ein Abend in diesem außergewöhnlichen Ambiente sucht lange seinesgleichen.

 

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Same but different: Arthur Rhomberg mit Enkel Daniel
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EIGENER ANBAU.
Der Lansersee ist hat sich nicht unbemerkt zu einem kulinarischen Hotspot entwickelt. In der Landwirtschaft hat man vor zwei Jahren das nächste Element dieses ganzheitlichen Konzepts gefunden: Gemeinsam mit dem Olé-Badekiosk am Hügel und der Koi Bar hat man ein Farm-to-Table-Konzept aufgebaut. Der Großteil der Gemüsespezialitäten, die man hier serviert bekommt, wurden vor Ort angebaut und frisch geerntet. Bald gibt es sogar den ersten Honig vom Seehof. Für den Genuss zuhause kann man diesen schon bald – neben dem hauseigenen Wermut und den Koi-Bar-Saucen – in einem neuen Shop vor Ort erwerben.

Der Zukunft des Lansersees darf man erwartungsvoll, aber nicht besorgt entgegenblicken. Innsbrucks Riviera entfaltet sich weiter aus seinen intrinsischen Qualitäten als besonderer Platz der Region und bleibt zugänglich für alle.

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„In der Vergangenheit fühlte man, wer den See besitzt. Jetzt spürt man, für wen er gedacht ist. -Matthias Stöger, Team Lansersee

FOTOS: Günther Egger und un attimo photography
Mehr Informationen finden Sie unter: www.lansersee.at