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Lifestyle | 08.04.2021

Auf Grün bauen

So wird Ihr Eigenheim zum „Green Building“.

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Wer bei der Errichtung des neuen Eigenheims auf eine ökologische Bauweise achtet, hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann langfristig auch jede Menge Kosten einsparen. Doch worauf sollte man bei einer nachhaltigen Bauweise genau achten? 

Nachhaltige Baustoffe. Zunächst ist die Wahl der Baustoffe entscheidend. Im Idealfall sind diese regional, nachwachsend, natürlich und chemiefrei – und zwar vom Mauerwerk bis zum Dach. Holz ist als einziger Wandbaustoff CO2-neutral und hat damit ausgesprochen gute Klimawerte; zudem hat es gute Wärmedämm- sowie Wärmespeicherkapazitäten. Ziegel wiederum erfordern zwar bei der Herstellung viel Energie, punktet dafür aber mit Langlebigkeit und ausgezeichneten Wärmeschutzwerten. Lehm ist zwar eher für den Innenausbau geeignet, verfügt aber ebenfalls über sehr gute wärmespeichernde sowie feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften. Immer häufiger finden auch Schafwolle, Hanf, Kokosfasern oder Schilf als natürliche Dämmstoffalternativen Einsatz – hier sollte allerdings auf eine regionale Herkunft geachtet werden, da diese Stoffe oftmals aus dem Ausland bezogen werden. Kurze Transportwege sind das A und O! 

Smarte Sache. Smarte Wohnsysteme können nicht nur den Wohnkomfort verbessern, sondern auch deutliche Energieeinsparungen erreichen. Intelligent gesteuerte Heiz-, Lüft- oder Kühlsysteme beispielsweise passen sich selbstständig an die klimatischen Bedingungen sowie das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner an – etwa, indem sie beim Verlassen des Hauses automatisch Licht und Heizkörper ausschalten. Berechnungen des Fraunhofer-Instituts zufolge lassen sich mit einer intelligenten Haussteuerung sogar um bis zu 40 Prozent Heizkosten sparen. Dabei können schon kleinere Smart-Home-Elemente wie intelligente Heizungsthermostate einen großen Unterschied machen.

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Energiegewinnung. Auch erneuerbare Energien werden für Häuslbauer immer wichtiger – aus gutem Grund: Wer in seinem Haus auf regenerative Energiegewinnungssysteme wie Photovoltaik- oder Windanlagen setzt, darf mit attraktiven Förderungen rechnen. Die Anschaffungskosten sind hierbei zwar meist höher als bei konventionellen Lösungen, amortisieren sich aber dafür innerhalb kürzester Zeit, indem sich die laufenden Energiekosten deutlich reduzieren. Wer nicht in erneuerbare Energien investieren will oder kann, hat natürlich auch die Möglichkeit, einen Ökostromtarif abzuschließen.

Flächenoptimierung. Eine Optimierung des Energieverbrauchs lässt sich auch durch eine optimierte Flächen- und Grundrissplanung erreichen: Je weniger Fläche ein Bauprojekt in Anspruch nimmt, desto weniger Energie wird benötigt. Darüber hinaus profitiert von einer geringen Bodenversiegelung auch die Umwelt, da so mehr Regenwasser ins Grundwasser gelangen kann. Auch wasserdurchlässige Beläge in der Einfahrt sowie auf Wegen und Terrassen können schon einen wertvollen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leisten.

Dämmen. À propos Durchlässigkeit: Wer energieeffizient bauen möchte, sollte auch die Wahl der Türen und Fenster nicht unterschätzen. Modelle mit hohen Dämmwerten können dafür sorgen, im Winter die Wärme zu isolieren und im Sommer eine Überhitzung zu verhindern. Energieeffiziente Türen und Fenster müssen dabei keineswegs aus Aluminium oder Kunststoff bestehen; es gibt auch Alternativen aus umweltfreundlichem Holz. Das sorgt gleichzeitig für ein gesundes, schadstofffreies Raumklima – und steigert damit auch den Wohlfühlfaktor für die Bewohnerinnen und Bewohner.

 

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