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Lifestyle | 08.04.2021

Die Qual der Wahl

Eine erstandene Immobilie lässt sich vielseitig nutzen.

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Immobilienbesitzerinnen und -besitzer stehen oftmals vor einer schwierigen Entscheidung. Die Nutzung will nämlich gut überlegt sein und dabei soll eine Vielzahl an Aspekten miteinbezogen werden. Philipp Reisinger, Fachgruppenobmann der Immobilienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol, gibt hierzu Einsichten und hilfreiche Tipps.

TIROLERIN: Die Entscheidung zu treffen, ob man eine Immobilie verkaufen oder vermieten soll, fällt vielen nicht leicht. Gibt es Aspekte, die man hierbei besonders beachten sollte?
Philipp Reisinger: Ja, es ist natürlich eine wichtige Entscheidung, die wohldurchdacht werden will. Die persönlichen Umstände der Eigentümer werden dabei eine große Rolle spielen. Abgesehen von Zwangslagen, also wenn jemand aus finanzieller Not heraus verkaufen muss, wird man zu berücksichtigen haben, dass – langfristig gesehen – Immobilienwerte stabil sind, es voraussichtlich auch bleiben werden und, im Vergleich zu Konsumgütern, an Wert stetig zunehmen. So gesehen entscheiden sich viele Wohnungs- und Hausbesitzerinnen und -besitzer, auch ohne vorhersehbaren Eigenbedarf, für ein Festhalten an dieser Anlageform und für die Vermietung.

Welche wirtschaftlichen Vorteile hat das Vermieten, welche das Verkaufen?
Die Vermietung einer Eigentumswohnung bietet durchaus eine gute Möglichkeit, die Erhaltung und Bewirtschaftung auch langfristig kostenneutral zu bewerkstelligen. Renditevorstellungen hingegen sind vorsichtig zu beurteilen. Ohne die Wertsteigerung zu berücksichtigen wird wohl kaum ein nennenswerter Gewinn erzielt werden können. So kann es durchaus sein, dass gewinnorientierte Anlegerinnen und Anleger, ohne direkten Bezug zur Immobilie, einen Verkauf andenken, um in andere Kapitalformen zu investieren.

Bietet der Mietkauf, also eine Mischform, hier einen guten Kompromiss?
Mietkaufmodelle stellen eine Hybridform zwischen Miete und Kauf dar und werden zumeist von gemeinnützigen Bauvereinigungen angeboten. Beliebt bei Nutzerinnen und Nutzern, die sich nicht sicher sind, ob und wie lange sie an einen bestimmten Ort gebunden sein wollen. Aber auch junge Menschen, die noch nicht genug Eigenkapital für einen Wohnungskauf haben, interessieren sich dafür. Allerdings haben diese Modelle auch Nachteile. So werden beim Ziehen der Kaufoption nach frühestens zehn Jahren keineswegs die bezahlten Mietzinse, sondern lediglich ein vereinbarter Sockelbetrag, dem erst dann festzulegenden Verkaufspreis angerechnet. Sofern eine Käuferin oder ein Käufer dann ob des möglicherweise niedrigen Kaufpreises eine Spekulationsgelegenheit wittert, wird nichts daraus, weil sie oder er weitere zehn Jahre abwarten muss, um wirklich mit Gewinn verkaufen zu dürfen. 

Wohin können sich Immobilienbesitzerinnen und -besitzer mit derartigen Anliegen wenden?
Am besten an das nächste top-ausgebildete und engagierte Immobilienmaklerbüro. Immobiliengeschäfte sind oft Entscheidungen fürs Leben. Da will und kann man nichts dem Zufall überlassen. Marktkenntnis, Abwicklungserfahrung und Sicherheit sind die Parameter der Arbeit unserer Immobilientreuhänderinnen und -treuhänder. Dies zum Nutzen von tausenden Tirolerinnen und Tirolern als Konsumentinnen und Konsumenten und für die Tiroler Wirtschaft.

 

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