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Lifestyle | 11.02.2020

Wie Ripple den Markt aufwirbeln will

Ripple ist sowohl eine Plattform als auch eine Kryptowährung.

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© Immersion Imagery/Shutterstock

Zugegeben: ob Kryptowährungen immer noch denselben Hype versprühen wie vor drei bis vier Jahren ist eher unwahrscheinlich. Denn wer erinnert sich nicht an die tagtäglichen Meldungen darüber, um wie viele Prozentpunkte etwa Bitcoin wieder angestiegen ist? Die Zahl der „zufälligen“ Millionäre, die schon vor zig Jahren die ersten Coins für einen Appel und ein Ei erworben hatten, wurde stets mehr. Seitdem ist es zwar nicht unbedingt ruhig um Kryptowährungen geworden, aber doch zunehmend entspannter. Im Hintergrund aber scheint es, als würden andere Dienstleister und Währungen wieder zunehmen. So auch Ripple, was bereits seit 2012 auf dem Markt ist. Ursprünglich wohl nur den Cracks der Szene ein Begriff, rückt es nun mehr und mehr in den Vordergrund. Was aber ist Ripple?

 

Mehr als nur eine Währung

 

Das Erste, was man wissen sollte: Ripple ist sowohl eine Plattform als auch eine Währung. Die Ripple-Plattform ist ein Open-Source-Protokoll, das schnelle und kostengünstige Transaktionen ermöglicht. Das hauseigene RippleNet ist dabei die entscheidende Kraft. RippleNet ist ein Netzwerk an institutionellen Zahlungsanbietern wie etwa Banken und Gelddienstleistern, die von Ripple entwickelte Lösungen nutzen, um reibungslos Geld weltweit zu versenden. Ein einfaches Beispiel kann hier für Klarheit sorgen: Der Herr Hüblbauer wohnt in Wien und hat eine seltene Flasche Cognac, die er nicht trinkt und daher nicht braucht. Er hat aber sehr wohl ein Interesse an einer seltenen Schallplatte von Beethoven. Die wiederum besitzt Frau Friesenbichler, die seit einiger Zeit in Madrid lebt. Unter normalen Umständen würden sich diese beiden Personen wohl nie begegnen, womit der Austausch der Habseligkeiten auch nicht stattfinden kann. Ripple hat es aber verstanden, wie die Dinge zueinanderfinden können. Damit kann der Austausch via Kryptowährung schnell und einfach stattfinden und man ist wohl in Madrid als auch in Wien sehr glücklich. Die Plattform von Ripple macht es möglich.

 

Wie handelt man auf Ripple?

 

Eine Einführung in Ripple ist relativ schnell geschafft, denn die Plattform hat ein Interesse daran, dass viele Menschen ihren Service nutzen. Hier kann man mit jeder bekannten Kryptowährung handeln – ja, auch mit Bitcoin – wobei in regelmäßigen Abständen alle neuen hinzugefügt werden. Die Plattform ist sauber gehalten und wird oft aktualisiert, zudem kooperieren immer mehr international angesehene Banken mit Ripple, darunter Santander und Axis Bank.

 

Wer nutzt Ripple?

 

Abgesehen von den Banken und jenen, die bereits ein wenig mehr Verständnis davon haben, wie virtuelle Währungen existieren und wie man sie für den grenzüberschreitenden Konsum nutzen kann, ist die Anzahl an Nutzern noch immer übersichtlich. Allerdings darf man getrost davon ausgehen, dass sich dies in der nahen Zukunft ändern wird. Denn mit Transaktionskosten von 0,00001 US-Dollar (eine verschwindend geringe Summe) ist Ripple um ein Vielfaches günstiger als herkömmliche Wege der Überweisung. Zwischen zwei Banken kann eine Überweisung in der gleichen Währung schon mal ein paar Tage in Anspruch nehmen, bei Ripple sind es selten mehr als vier Sekunden. Auch Bitcoin ist längst nicht so zuverlässig, aber immer noch bessere als viele der traditionellen Finanzinstitute. Fakt ist also, dass Ripple mit seinem aktuellen System einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.

 

Sorgen rund um Ripple

 

Allerdings ist man auch nicht gänzlich frei von Sorge. Viele Anleger haben bekanntermaßen Bedenken, in Kryptowährungen zu investieren, oft mit dem Argument, dass diese noch nicht so reguliert sind wie Banken. Das ist aber oftmals genau der Grund, warum diese Art der Bezahlart weltweit so an Fahrt hat aufnehmen können. Denn ohne Regulierungen kann man Dinge viel schneller und intensiver entwickeln. Klar ist aber auch, dass viele Banken noch immer in der Testphase stecken, was die Adaptation mit Ripple betrifft. Daher ist die Zeit vielleicht noch nicht reif, mit dem Produkt den Markt aufwirbeln zu wollen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.