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Lifestyle | 19.06.2018

Wellness heute

Detox für Körper und Geist

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Ein heißes Bad, eine entspannende Fußmassage, etwas Zeit für sich selbst mit einem Buch – die wohlmeinenden Wellness Tipps für daheim sind heute oft einfach nicht mehr ausreichend. Zu vieles strömt im Alltag auf uns ein und durch uns hindurch und hinterlässt seine Spuren an Körper und Seele. Nur, wer regelmäßig „aufräumt und ausmistet“, kann seine Gesundheit erhalten. Danach darf es auch gerne eine Fußmassage sein.

Wie kann man heute entspannt und gleichzeitig kraftvoll bleiben, die Balance zwischen Arbeit und Freizeit erhalten und sich auch noch persönlich weiterentwickeln? Diese Fragen stelle ich mir beinahe jeden Tag, wenn der Alltag mich nicht gefangen nimmt und es verhindert. Ich habe einige Antworten für mich gefunden, die euch vielleicht auch inspirieren können.

Kraft tanken aus der Ernährung

Du bist, was du isst – ich wollte es lange nicht glauben, doch eines Tages wurde es mir in voller Klarheit bewusst. Mein Körper produziert täglich so viele neue Körperzellen, dass sie beinahe alle nach sieben bis zehn Jahren einmal komplett ausgetauscht sind. Woher nimmt er das nötige Material? Zum Beispiel aus der Nahrung, die ihn entweder belasten oder mit Kraft und Energie versorgen kann.

Wir alle kennen das Phänomen, wenn wir nach einer üppigen Mahlzeit stöhnend auf der Chaiselongue verweilen und uns eine Weile nur schwer bewegen können. Der Körper ist dann so mit der Verdauung beschäftigt, dass er kaum noch Kraft für etwas anderes hat. Das fühlt sich nicht nur ungesund an, das ist es auch. Ein voller Bauch studiert eben nicht gern, doch es geht auch anders. Seit ich mich bewusster und leichter ernähre, mehr Rohkost in meinen Speiseplan eingebaut habe und öfter zu einem leckeren Smoothie greife, fühlt sich Essen mehr nach Genuss und weniger nach Schwerstarbeit an. Dass dadurch auch weniger unnötige Stoffe in den Körper gelangen, die dann während einer Detox-Kur wieder abgebaut werden müssen, ist ein positiver Nebeneffekt.

Urlaub machen, introvertiert oder extrovertiert?

Urlaub ist natürlich ein elementarer Teil der persönlichen Entspannung, denn der Alltag wird uns immer fordern und lässt nicht genügend Raum, um richtig aufzutanken. Manche meiner Freunde wundern sich, warum sie nach einem Aktivurlaub mit Freunden erschöpfter heimkommen, als sie losgefahren sind. Ich habe eine mögliche Antwort gefunden, und zwar die Unterscheidung in introvertierte und extrovertierte Menschen. Diese Eigenschaft lässt sich nicht unbedingt daran ablesen, ob jemand gern und frei vor anderen Menschen spricht oder keine Furcht hat, sich in einer Menschenmenge zu behaupten – man sieht es an der Art, wie jemand wirklich entspannt. Die Arbeit fordert uns oftmals ab, unsere Persönlichkeit zu verändern, doch in der Freizeit sind wir ganz wir selbst. Und dann entspannt sich eine introvertierte Person eben am besten allein oder höchstens mit den engsten Vertrauten um sich, und der Extrovertierte blüht regelrecht auf, wenn er sich unter vielen Menschen befindet. Mit diesem Wissen fällt es wesentlich leichter, den passenden Urlaub zu buchen! Ob es sich dann um einen Sporturlaub oder einen Wellnessaufenthalt handelt, ist zweitrangig. Natürlich hat ein richtiges Wellnesshotel alles zu bieten, was man für eine zünftige Entspannung braucht, und zum Beispiel das schöne Guglwald bietet neben Anwendungen im Spa auch sportliche Herausforderungen.

Es kann allerdings zu einer Herausforderung werden, wenn Partner hier nicht auf derselben Welle schwimmen! Eine Kombination aus Urlaub gemeinsam und allein kann eine Lösung sein.

Ausmisten – in den Schränken und im Oberstübchen

Wellness-Detox bedeutet, sich von allem zu befreien, was belastend ist. Das können unangenehme Erinnerungen ebenso sein wie Kleidungsstücke, die man schon viel zu lange aufgehoben hat. Natürlich hat man eine innere Hemmschwelle, Dinge einfach wegzugeben, doch wer es einmal probiert hat, wird nicht genug davon bekommen können. Man sagt, wenn man Dinge zwei Jahre nicht mehr verwendet hat, dann kann man sie entsorgen (verschenken, weitergeben, spenden), doch schlussendlich muss man das individuell entscheiden. Der puristische und minimalistische skandinavische Wohnstil kann hier genau die passende Inspiration liefern, seine Schränke zu leeren und so Raum für neue Ideen zu schaffen.

Apropos neue Ideen: Das Ausmisten im Kopf ist wahrscheinlich der schwerste Schritt von allen. Zu gern hängen wir an sentimentalen Erinnerungen, auch wenn sie uns traurig machen, oder beschäftigen uns intensiv mit möglichen Problemen, die eventuell morgen oder nächste Woche auf uns zukommen könnten. Haben wir denn immer noch nicht gelernt, dass das Leben seine ganz eigenen Pläne macht und unsere Sorgen meist daneben schießen?

Jede von uns erlebt traurige Dinge und jede hat ihr Päckchen zu tragen. Was aber, wenn wir dieses Päckchen einfach fallen lassen, wie wir es mit einer heißen Kohle oder einem viel zu schweren, überflüssigen Gepäckstück tun würden? Wenn man sich erst einmal lange genug mit seinen Schwierigkeiten identifiziert hat, weiß man nicht genau, was von einem noch bleibt, wenn man ihnen die Tür weist. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass die eigene Persönlichkeit dann viel klarer und stärker zutage treten kann und das Leben ungeahnte Wendungen nimmt. Das ist echtes Entgiften, das positiv auf Körper und Seele wirkt. Sind wir bereit dazu?