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Lifestyle | 16.08.2018

Kulinarische Genüsse...

im Urlaub

Die kulinarischen Genüsse im Urlaub zu erleben, ist sicherlich direkt auf den ersten Blick ein erstrebenswertes Gut. Aber was bedingt eigentlich die kulinarischen Genüsse? Zum einen ist es die Region, in die gereist wird. Im folgenden Beitrag soll eine kulinarische Reise ins Mühlviertel auf dem Programm stehen. Zum anderen sind aber auch die Reisenden selbst entscheidend für das, was als kulinarischer Genuss gilt. Neben ganz unterschiedlichen, persönlichen Geschmäckern, die nur schwerlich zu kategorisieren sind, gibt es aber doch eine grundlegende Entscheidung – beispielsweise, ob es sich um Kulinarisches im Familienurlaub oder zu zweit handelt. Im folgenden Beitrag soll hier eine Reise zu zweit auf dem Programm stehen. Was ein Paar im Urlaub im Mühlviertel kulinarisch erleben kann, das erfahren Interessierte hier.

Das Bier, die Kräuter, das Öl, der Speck und der Most

Die kulinarischen Genüsse sind im Mühlviertel vorherrschend, obgleich sie auf den ersten Blick beinahe unvereinbar scheinen. Dennoch: Das Mühlviertel präsentiert sich in eben dieser kulinarischen Bandbreite. Wer lernen will, wie die regionalen Produkte am besten verarbeitet werden, findet im Bergergut ein Kochworkshop-Angebot. Wer im Vorfeld bereits die folgenden Produkte näher kennengelernt hat, wird erkennen, wie viel Mühlviertel im unscheinbar klingenden Mahl aus Leinölerdäpfeln, Speckknödeln, Bier oder Most steckt.

Das Mühlviertel. Das Bierviertel
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Das Bierbrauen hat im Mühlviertel eine lange Tradition. In vielen Brauereien werden interessante Führungen angeboten © pixabay.com © rawpixel (CC0 Public Domain)

Auch wenn es ein wenig großspurig klingen mag, so stimmt doch jedes Wort. Im Mühlviertel hat das Bierbrauen eine jahrhundertelange Tradition. Als ein Zeitzeuge von anno dazumal fungiert noch heute die Klosterbraustätte, die Stiftbrauerei Schlägl. Die Braucommune Freistadt geht auf das Jahr 1770 zurück. Zudem gibt es diverse Privatbrauereien. Auch wenn jede Brauerei ihre eigene Geschmacks- und Markenstrategie verfolgt, so haben doch alle Biere aus dem Mühlviertel einen gemeinsamen Nenner: das Urgesteinswasser, das den Biergeschmack ebenso prägt wie der regional angebaute Hopfen.

Tipp: Eine Bierprobe ist nicht nur etwas für eine Männerrunde. Auch als bier-liebendes Paar ist dieses Event sicherlich ein kulinarischer Genuss.

Die Kräuter des Mühlviertels

Eine echte Spezialität des Landes sind die Kräuter, die nur auf dem Boden des Mühlviertels und vor allem nur unter Einwirkung des vorherrschenden Klimas kraftvoll und aromatisch gedeihen können. Die Bergkräutergenossenschaft ist Wächter und Hüter dieses kulinarischen Juwels. Sie ist eine Gruppierung bestehend aus 30 Kräuterbauern mit Biosiegel. Sie verarbeiten die Kräuter des Landes zu Gewürzmischungen, Tees, Ölen und Badezusätzen.

Tipp: Dieser kulinarische Teil des Mühlviertels lässt sich auf einer Kräuterwanderung bestens erleben.

Im Mühlviertel wird Lein angebaut
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Leinsamen wird in Brot und Müsli zum gesunden Verdauungskick. Leinöl schmeckt vor allem in Kombination mit Kartoffeln und Quark © pixabay.com © Pezibear (CC0 Public Domain)

Der Leinanbau hat im Mühlviertel Tradition. Und das bringt direkt zweierlei gesunde Produkte mit sich: den Leinsamen und das Leinöl. Leinsamen ist fester Bestandteil einer bewussten Ernährung, regt der Samen doch die Verdauung an. Auch im Brot findet der Leinsamen oft Verwendung. Leinöl hingegen muss zum Gericht passen. In Kombination mit Kartoffeln und Quark funktioniert das recht gut. Außerdem passt der Lein, der beispielsweise in der Mühle in Haslach zu Öl verarbeitet wird, bestens zur Kräuterwelt des Mühlviertels.

Tipp: In der Ölmühle gibt es Führungen, die über die Herstellung von kalt- und warmgepresstem Öl berichten.

Der Most aus dem Obst des Mühlviertels
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Aus dem Obst aus dem Mühlviertel wird in der Mosterei frischer Most © pixabay.com © fichte7 (CC0 Public Domain)

Es ist der unvergleichliche Geschmack des Obstes des Mühlviertels, das sich auch im Most der Region niederschlägt. Hergestellt wird der regionale Most aus Birnen und Äpfeln der Region. Immer beliebter wird der frische Saft, der aus den Obstpressen rinnt.

Tipp: Eine gute Adresse für den Most des Mühlviertels ist der Pankrazhofer Mostmacher. Norbert Eder weiht die Gäste dort in die Geheimnisse der Obstmosterei ein. Eva Eder kennt sich bei der Herstellung von Essig bestens aus und steuert damit ein neues Produkt im Regal der regionalen Köstlichkeiten bei.

Der Speck des Mühlviertels
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Speck landet in dieser Form gerne auf der Brotzeitplatte. Verarbeitet wird der Speck zu Speckknödeln © pixabay.com © RitaE (CC0 Public Domain)

Eine kräftige Würzmischung und der Geschmack des Geräucherten prägen den Speck aus dem Mühlviertel. Dieser wird nicht nur als Jause verspeist, sondern auch zu Speckknödeln verarbeitet, die Teil jedes regionalen, kulinarischen Angebots sind.

Tipp: Die bekannteste Speckwerkstatt der Region ist die Haudum. Neben der Möglichkeit, dort direkt die regionalen Köstlichkeiten zu erstehen, lassen sich im Rahmen einer Führung prima die Geheimnisse und Möglichkeiten der Speckherstellung erfahren.

Weihnachtliches aus Bad Leonfelden
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In der Lebkuchenfabrik gibt es die Möglichkeit, die süßen Köstlichkeiten selbst zu verzieren © pixabay.com © skeeze (CC0 Public Domain)

Im Lebzeltarium gibt es das, was eigentlich nur für einen recht überschaubaren Zeitraum auf dem Tisch landet – nämlich Lebkuchen zur Weihnachtszeit.

Tipp: Auch hier gibt es Mitmachaktionen und tägliche Führungen für interessierte Besucher, die nicht nur Wissenswertes zur Lebkuchen-Produktion erfahren, sondern auch Lebkuchenherzen verzieren dürfen.