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Lifestyle | 17.01.2017

Beunruhigende Studie für Erstgeborene

Jüngere Geschwister zu haben, kann viele Vorteile haben - aber nicht alles ist rosarot. Forscher haben eine beunruhigende Entdeckung gemacht.

Beunruhigende Studie für Erstgeborene (© Cover Media)
Beunruhigende Studie für Erstgeborene (© Cover Media)

Erstgeborene haben es leichter im Leben als ihre jüngeren Geschwister – dachte man bislang zumindest. Die Kleinen schauen zu einem auf, man hat mehr Freiheiten und ist laut mehreren Studien oft auch intelligenter als seine jüngeren Geschwister, mit größeren Chancen auf eine erfolgreiche Karriere. Wem das bislang alles zu positiv klang, dem wurde nun von der University of Texas in Austin Recht gegeben, denn ältere Schwestern und Brüder müssen ganz andere Dinge fürchten als die Jüngeren in der Familie.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat Gesundheitsberichte von insgesamt 400.000 Norwegern über 25 Jahre hinweg durchgesehen. Das Ergebnis ist für ältere Geschwister etwas beruhigend, denn diese haben ein wesentlich höheres Risiko, "physische Probleme wie einen hohen Blutdruck, Triglyceride (ein von der Leber produziertes Fett) sowie Übergewicht bis hin zu Fettleibigkeit" zu bekommen.

Prof. Black erläuterte die Erkenntnisse der Untersuchung, die im Magazin 'Economics and Human Biology' abgedruckt wurden: "Im Vergleich zu fünftgeborenen haben erstgeborene Kinder ein um fünf Prozent höheres Risiko, fettleibig zu werden und ein um sieben Prozent höheres Risiko, unter hohem Blutdruck zu leiden. Im Gegensatz zur Bildung und zum späteren Verdienst hat der Erstgeborene in Bezug auf die Gesundheit also keinen Vorteil."

Auf der anderen Seite hätten Erstgeborene ein um 13 Prozent geringeres Risiko, täglich zu rauchen, als Fünftgeborene. Zudem könnten sich Erstgeborene öfter freuen, denn sie erleiden seltener eine Depression als Fünftgeborene: "Bei Fünftgeborenen ist es um neun Prozent unwahrscheinlicher, dass sie sich als glücklich bezeichnen. Als wir all das untersucht haben, sind wir darauf gekommen, dass die frühe mütterliche Hingabe eine wichtige Rolle spielen könnte."

Mit dieser wissenschaftlichen Entdeckung können ältere Geschwister also doch noch aufatmen. Ein möglicher Grund für das spätere Übergewicht sei, dass die ältesten Kinder bei ihrer Geburt besonders leicht gewesen seien. Somit sei auch die Nährstoffzufuhr im Uterus geringer, was wiederum die Fettregulierung beeinflusse, die dafür sorge, dass die Erstgeborenen mehr Fett im Erwachsenenalter speichern können. Allerdings ist das nichts, gegen das man nicht mit einem guten Workout vorgehen könnte.

© covermg.com

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