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Lifestyle | 30.12.2016

Wir leben immer ungesünder

In England sind mittlerweile acht von zehn Menschen mittleren Alters "besorgniserregend ungesund" - in Deutschland sieht es nicht viel besser aus.

Wir leben immer ungesünder (© Monkey Business Images/REX/Shutterstock)
Wir leben immer ungesünder (© Monkey Business Images/REX/Shutterstock)

Wir sitzen zu lange am Schreibtisch, stopfen zu viel Fast Food in uns hinein und haben dazu auch noch jede Menge Stress - dieser Lebensstil fordert seinen Tribut. In Großbritannien gelten mittlerweile acht von zehn Menschen im mittleren Alter (also etwa von 40 bis 60) als "nicht gesund" - weil sie übergewichtig sind, zu viel Alkohol konsumieren und sich körperlich nicht genügend bewegen.

"Über 15 Millionen Briten leben derzeit mit einem dauerhaft schlechten Gesundheitszustand, einer hektischen Lebensweise, und Schreibtischjobs machen es schwierig, gesund zu leben", erläuterte Professor Muir Gray, der sich mit einer aktuellen Kampagne an diese Menschen richten möchte. "Wenn man nur ein paar kleine Veränderungen vornimmt, hat das schon erhebliche Auswirkungen auf die jetzige und spätere Gesundheit eines Menschen."

Die britische Behörde Public Health England (PHE), die diese neuen Erkenntnisse veröffentlichte, fand auch heraus, dass übergewichtige Erwachsene ein ein bis zu fünf Mal höheres Risiko haben, Typ-2-Diabetes zu entwickeln als diejenigen mit einem gesunden Körpergewicht - was einem Body Mass Index (BMI) zwischen 18,5 und 25 entspricht.

"Typ-2-Diabetes kann zu ernsthaften Folgeschäden wie Amputation, Blindheit, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Nierenerkrankungen führen", warnte Dan Howarth, seines Zeichens Pflegeleiter bei Diabetes UK. "Wir wissen, wie schwer es ist, Lebensgewohnheiten zu ändern, aber wir möchten Menschen bitten, Hilfe zu suchen, um Gewicht zu verlieren, mit dem Rauchen aufzuhören und sich mehr zu bewegen."

In Deutschland zeichnet sich ein ganz ähnliches Bild: Wir werden immer dicker. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2013 waren 52 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, die Tendenz ist steigend. Denn 2009 waren es noch 51 Prozent, vier Jahre zuvor weniger als 50 Prozent.

Im Interview mit der 'Welt' schlug auch der Kasseler Medizinprofessor Christian Löser schon Alarm: "Die Bevölkerung der westlichen Industriestaaten wird zur Mitte dieses Jahrhunderts vornehmlich aus alten, kranken, fehlernährten Menschen bestehen." So waren 2011 hierzulande laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) "ernährungsmitbedingte Krankheiten für 68 Prozent, also mehr als zwei Drittel der Todesfälle verantwortlich". Auch der deutsche Gesundheitsreport STADA 2016 gab Grund zur Sorge: Er zeigte, dass nur 56 Prozent auf gesunde Ernährung achten. Bei Bewegung sah es noch drastischer aus: 30 Prozent der Deutschen treiben gar keinen Sport, 29 Prozent nur unregelmäßig und 17 Prozent maximal einmal pro Woche.

Wie gut, dass das neue Jahr vor der Tür steht - und wir alle die guten Vorsätze vornehmen können, uns mehr zu bewegen, weniger zu trinken und gesünder zu essen!

© covermg.com

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