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Lifestyle | 28.12.2016

Großeltern, die regelmäßig auf ihre Enkelkinder aufpassen, leben länger

Einer neuen Studie zufolge hat eine Beteiligung an der Pflege von Mitmenschen deutliche gesundheitliche Vorteile.

Großeltern, die regelmäßig auf ihre Enkelkinder aufpassen, leben länger (© Cover Media)
Großeltern, die regelmäßig auf ihre Enkelkinder aufpassen, leben länger (© Cover Media)

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass Großeltern, die oft auf ihre Kinder aufpassen, bis zu fünf Jahre länger leben können.

Eine Gruppe internationaler Forscher beobachtete mehr als 500 Deutsche und Schweizer Erwachsene im Alter zwischen 70 und 103 Jahren, die regelmäßig Zeit mit ihren Enkelkindern verbrachten. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Senioren, die oft auf ihre Enkel aufpassten, auch zehn Jahre später noch am Leben waren. Studienteilnehmer, die dies nicht taten, starben durchschnittlich bereits nach fünf Jahren.

Außerdem beobachteten die Forscher Menschen, die zwar keine eigenen Kinder oder Enkel hatten, sich jedoch trotzdem um einen oder mehrere Mitmenschen kümmerten. Sie lebten im Durchschnitt sieben Jahre länger, im Gegensatz zu vier oder mehr Jahren in der Kontrollgruppe.

Der Wissenschaftler Ralph Hertwig vom Max-Planck-Institut in Berlin räumte allerdings ein, dass diese Form der Pflege nicht als Universalmittel für ein längeres Leben gehandelt werden sollte.

"Eine mäßige Beteiligung an der Pflege von Enkeln und Mitmenschen scheint durchaus eine positive Wirkung auf die Gesundheit zu haben. Vorherige Studien deuten allerdings darauf hin, dass eine zu intensive Beteiligung wiederum zu Stress führen kann, der sich negativ auf die geistige und körperliche Gesundheit auswirkt", erklärte er.

Die Studie wurde im 'Journal Evolution and Human Behaviour' veröffentlicht.

© covermg.com

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