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Lifestyle | 27.12.2016

Vorsicht vor Weintrauben bei Kindern

Eltern sollten vorsichtig bei der Wahl des Obstes sein - bei manchen Sorten besteht die Gefahr der Erstickung.

Vorsicht vor Weintrauben bei Kindern (© Cover Media)
Vorsicht vor Weintrauben bei Kindern (© Cover Media)

Natürlich freut man sich als Eltern, wenn der Nachwuchs gerne Obst nascht, statt zur Schokolade zu greifen. Dennoch sollte man vorsichtig bei dem sein, was man den Kleinen vorsetzt - sonst droht große Gefahr.

Das gilt vor allem für Trauben, denn die Früchte sind im Einzelnen oft breiter als die Luftröhre eines kleines Kindes. Und im Gegensatz zu harten Lebensmitteln mit gleicher Größe, wie etwa Nüsse, ermöglicht die weiche Oberfläche der Traube ein komplettes Verschließen der Luftröhre. Dabei wird der Atemweg nicht nur komplett blockiert, das Entfernen ohne spezielle Hilfsmittel wird dadurch auch erschwert.

Wie Ärzte im Magazin 'Archives Of Disease In Childhood' schreiben, sei Nahrung für über die Hälfte der tödlich verlaufenden Erstickungsfällen bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich. Dabei bilden Trauben die dritthäufigste Ursache in Bezug auf Erstickung, nach Hot Dogs und Süßigkeiten.

Tatsächlich wüssten aber nur wenige Eltern von den Gefahren, die von dem leckeren Obst ausgehen. "Generell wissen sie, dass sie ihre Kinder beim Essen beaufsichtigen sollen und dass sie kleine, feste Objekte (wie Münzen) oder auch Nahrung wie Nüsse sofort aus ihrem Mund bekommen müssen", so die Autoren. "Aber das Wissen über die Gefahren, die von Trauben und ähnlichen Lebensmitteln ausgehen, ist weitaus weniger verbreitet."

Auf Verpackungen von kleinen Spielzeugteilen befinden sich in der Regel jede Menge Warnungen, auf Lebensmitteln finden sich diese hingegen nicht. Ärzte raten deshalb, dass Trauben und Cherry-Tomaten "in Hälften, optimalerweise sogar in Viertel, geschnitten werden, bevor sie Kinder unter fünf Jahren zu essen gegeben werden." Sie betonen zudem nochmal "die Wichtigkeit von erwachsener Aufsicht, wenn kleine Kinder essen."

"Die Atemwege von kleinen Kindern sind schmal", machten die Autoren ausdrücklich klar. "Zudem verfügen sie noch nicht über ein vollständiges Gebiss, um sorgfältig zu kauen. Der Schluckreflex ist noch nicht ausgereift und sie werden schnell abgelenkt - das alles führt zu einem höheren Risiko des Verschlucken und damit des Erstickens."

© covermg.com

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