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Lifestyle | 13.10.2020

Reise in die Vergangenheit

Die Burghauptmannschaft Österreich nahm das Maximilian-Jahr zum Anlass, um im Rahmen der Dauerausstellung Maximilian1 die Baugeschichte der Hofburg Innsbruck digital aufzubereiten. Dabei ergaben sich auch spannende Einblicke in die Stadtgeschichte Innsbrucks.

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©Burghauptmannschaft

Die Dauerausstellung Maximilian1 beleuchtet unterschiedliche Facetten aus dem Leben Kaiser Maximilians I. und seiner Zeit. Neben der Persönlichkeit des Kaisers, seinen Leidenschaften und dem Hofleben zählt auch die Stadtgeschichte Innsbruck zu den in der Ausstellung behandelten Themen. Innsbruck war nicht nur ein europaweit bedeutender Standort für traditionelles Handwerk, sondern mit der Hofburg Innsbruck auch kaiserliche Residenzstadt. Aus diesem Grund beauftragte die Burghauptmannschaft Österreich eine digitale Rekonstruktion der Hofburg und der Stadt Innsbruck um das Jahr 1500.

Hier könnt ihr euch eine unglaubliches Video dieser Rekonstruktion ansehen!

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©Shutterstock

Spurensuche.

Das von der Firma Archimedix geschaffene digitale 3D-Modell beruht sowohl auf überlieferten historischen Dokumenten und Darstellungen aus der Zeit Kaiser Maximilians I. als auch auf aktuellen Ergebnissen von Bodenprospektionen und dendrochronologischen Untersuchen der nahezu unverändert erhaltenen Dachwerke der Hofburg, durch die sich verschiedenste bauliche Veränderungen nachweisen ließen.
Archäologische Grabungen im Bereich der Hofburg brachten Bachsteinpflaster und Mauerreste zum Vorschein, die Rückschlüsse auf die historische Nutzung des Rennwegs und die Ausdehnung der Hofburg zulassen.

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©Burghauptmannschaft

Kunstschatz.

Das mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts betraute Team unter Federführung von DI Mag. Petra Mayrhofer analysierte unter anderem die sogenannte „Erlangener Ansicht“ und die Albrecht Dürer zugeschriebenen Hofansichten aus dem Jahr 1496. Diese Aquarelle zeigen in großer Detailtreue den Burghof zu jener Zeit, als die Hofburg in den Besitz Maximilians I. überging. Perspektive Verzerrungen und statische Unklarheiten wurden umfassend evaluiert, um sich der Realität soweit wie möglich anzunähern.

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©Burghauptmannschaft

Zeitzeugnis.

Kaiser Maximilian I. trieb den Ausbau wesentlich voran und ließ mit dem Wappenturm und dem Harnaschhaus, gemeint ist das heutige Damenstift, die Hofburg zu dem Gebäudekomplex erweitern, der unter Maria Theresia seine spätbarocke Gestalt erhielt und heute jährlich von über 130.000 Besucherinnen und Besuchern frequentiert wird.

 

 

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©Burghauptmannschaft

1. Schatzturm
2. Frauenzimmerbau
3. Paradeis
4. Saalbau
5. Neuer Bau
6. Wappenturm
7. Harnaschhaus/Wappenhaus 8. Torturm
9. Kanzlei 
10. Turm bei Kirche

 

 

 

Burghauptmannschaft Österreich 
Hofburg Innsbruck 
Rennweg 1 • 6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 18 619