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Lifestyle | 13.10.2020

Die Kreativitätszentrale

Arbeitsplatz? Auch. Vor allem aber Inspirationsquelle und Denkwerkstatt.

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Ein offener Treppenaufgang, offene Räumlichkeiten fördern Kommunikation und Kreativität. ©Brandnamic, Oskar Da Riz

Auf ihrem Campus in Pairdorf bei Brixen setzt die Südtiroler Agentur für Hotel- und Destinationsmarketing Brandnamic zur Förderung von Kommunikation und Kreativität in erster Linie auf offenen, lichten Raum. Man weiß, dass zündende Ideen nicht nur das Produkt steter Anstrengungen fähiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, sondern auch eines idealen Umfelds bedürfen, um sich entfalten zu können. An der ehemaligen Lehranstalt für Frauenberufe des Brixner Stararchitekten Othmar Barth herrscht ein solcher Genius Loci.

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©Brandnamic, Oskar Da Riz

Das Vermächtnis Barths.

Als der renommierte Architekt Othmar Barth 1968 den minimalistischen Funktionsbau in der beeindruckenden Lage oberhalb von Brixen schuf, lag die heutige Nutzung noch in weiter Ferne, schließlich sollten hier junge Frauen für soziale Berufe ausgebildet werden – und niemand hätte erahnen können, was 50 Jahre später Architektur für fortschrittliche Arbeitskultur leisten würde. Gleichwohl wird der Besucherin und dem Besucher deutlich, dass man sich vom ursprünglichen Auftrag trotz des zeitlichen Abstands eines halben Jahrhunderts nicht vollständig entfernt hat, denn der Brandnamic-Campus versteht sich heute nicht nur als Produktions-, sondern weiterhin auch als Lernstätte. Nur wer offen, neugierig und immer auf der Suche bleibt, so die Devise der drei Geschäftsführer Hannes Gasser, Michael Oberhofer und Matthias Prader, entwickelt sich weiter, kann den sich wandelnden Forderungen des Marktes gerecht werden und kontinuierlich Innovation schaffen. Hierin bleibt man dem Geist des Baumeisters und der Seele, die er dem Gebäude einzuhauchen vermochte, ebenfalls treu: Barth war zutiefst überzeugt vom Glauben an die Materie als realitätsgewordener Gedanke, von der Wirkung der den Menschen und die Architektur umgebenden Natur und vom zielgerichteten Einsatz von Licht zur Steigerung des Wohlbefindens und Handlungsvermögens des Menschen. Seine Maxime lautete, dass Architektur Leben und Alltag erleichtern wie auch beflügeln solle.

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©Brandnamic, Oskar Da Riz

Verwurzelung und Internationalität.

Barth, der wegweisend für die Entwicklung moderner Architektur in Südtirol war, war ganz selbstverständlich international geprägt und gleichzeitig stark in seiner Heimat verankert. Auch dieses Vermächtnis spiegelt sich in der Realität von Brandnamic wider, die heute eine der renommiertesten Full-Service-Agenturen im Alpenraum ist – auch, weil zahlreiche der 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Südtiroler Branchenexpertinnen und -experten fundierte Kenntnisse der Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden haben und gleichzeitig international operieren, von Österreich, Deutschland und Schweden aus – und natürlich europaweit die Märkte bedienen. Die Erkenntnisse, die aus dieser grenzüberschreitenden Sichtweise gewonnen werden, macht man sich nicht zuletzt für die Mitarbeiterbindung zunutze: Auf der Vision des Menschen als kostbarstes Gut des Unternehmens beruhen der letzte Umbau – unter Leitung des Architekturbüros Stecher im Auftrag der Gruppe Haka, mit späteren behutsamen Anpassungen im Innenbereich der jungen Architektin Nadine Bauer – wie auch der bevorstehende Umbau des Barth’schen Gebäudes. Beide erfolgen unter Wahrung der Grundstruktur, schaffen aber neben den großflächigen Büros Räume und Rückzugsorte, die eine Vereinbarung von Schaffen und Innehalten ermöglichen – das nämlich, was heute bevorzugt Work-Life-Balance genannt wird.

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©Brandnamic, Oskar Da Riz

Der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin als wertvollstes Gut eines Unternehmens.

So bietet der Campus etwa Ruheinseln mitten in der regen Betriebsamkeit des Tagesgeschehens: zahlreiche Sitzflächen für kleinere, auch spontane Meetings, Kontemplation oder Observation, eine Bibliothek, den „Silent Room“, den „Game Room“ zum Abschalten zwischendurch, einen hauseigenen Gym, um vor Ort das tägliche Training absolvieren zu können, eine Snackbar sowie einen Restaurantbereich inklusive Köchin, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich ein Frühstücksbuffet und ein frisches, gesundes Mittagessen zum Selbstkostenpreis zubereitet. Der von Philipp Nösslinger verantwortete und für Anfang 2021 geplante Umbau sieht schließlich die Errichtung einer Aula Magna und diverser Wohnungen für neu zugezogene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Platz für erweiterte Dienstleistungen wie einen Frisörsalon vor. Die gewählte Philosophie gibt den drei jungen Unternehmern recht: Eine energiegeladene Atmosphäre, die gleichzeitig eine große Ausgeglichenheit suggeriert, beherrscht diesen ungewöhnlichen Ort. Was sich zunächst wie ein Gegensatz anhört, ist hier ganz augenscheinlich kein Widerspruch, sondern einfach: Balance im ursprünglichen Sinn. Ein Spannungsfeld, in dem Kreativität entsteht.

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Die Geschäftsführer von Brandnamic: Hannes Gasser, Michael Oberhofer, Matthias Prader ©Brandnamic, Oskar Da Riz

TIROLERIN: Ideen und Kreativität entstehen nicht ausschließlich im einzelnen Menschen, sondern können auch durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden. Kann also die Arbeitsumgebung selbst Input und Motivationsmotor sein?


Michael Oberhofer: Dass eine positive und auch schöne Atmosphäre entschieden dazu beiträgt, dass sich Menschen nicht nur wohlfühlen, sondern auch bessere Leistungen vollbringen, steht außer Frage. Nicht umsonst haben wir so viel investiert – und damit meine ich jetzt durchaus nicht nur finanziell –, um aus unserem Campus einen Ort der Inspiration zu machen. Die wenigsten Menschen – vielleicht nur jahrzehntelang meditierende Mönche und Heilige, die völlig verinnerlicht sind – existieren unabhängig von ihrer Umgebung. Wo wir sind formt, wer wir sind.

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©Brandnamic, Oskar Da Riz

TIROLERIN: Auf dem Brandnamic-Campus in Pairdorf setzen Sie Architektur und Einrichtung bewusst zur kreativen Befeuerung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Welche Tricks können Sie uns diesbezüglich an dieser Stelle verraten?


Michael Oberhofer: Auf unserem Campus haben wir mit dem wunderbaren Bau von Othmar Barth unseren idealen Ort gefunden und ihn natürlich entsprechend unseren Bedürfnissen ausgebaut. Wichtig sind uns die großen Fenster, viel Licht – das Außen also, das nach innen dringt –, aber auch die fantastische Umgebung auf der Anhöhe inmitten von Wald und Wiesen, dass man hinausgehen kann, um frische Gedanken zu finden, innere Ruhe. Ich würde sagen, dass dieser Ort – und nicht nur, weil es sich um ein ehemaliges Kloster handelt – eine spirituelle Dimension innehat, die einem Kraftplatz gleichkommt. Entsprechend positiv wirkt er sich auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

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Genius Loci – ein Juwel inmitten der Natur als perfekte Location für die Denkwerkstatt Brandnamic-Campus ©Brandnamic, Oskar Da Riz

TIROLERIN: Betriebe mit ansprechend gestalteter Arbeitsumgebung sind naturgemäß attraktivere Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Sollten heimische Unternehmerinnen und Unternehmer diesen Aspekt des Recruitings stärker ins Auge fassen?


Michael Oberhofer: Unbedingt, wie könnte ich diese Frage jetzt mit Nein beantworten? Die Umgebung wirkt sich positiv auf den Menschen aus, und wenn es mir gutgeht, mache ich einen besseren Job. Das funktioniert ja auch in der Umkehrung: Eine hässliche, enge Umgebung bedrückt mich. Dass ich da nicht mein Bestes geben kann, liegt auf der Hand. Ich würde also allen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern raten, im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten für das bestmögliche Arbeitsumfeld zu sorgen. Schön kann man es im Großen wie im Kleineren machen.

 

 

BRANDNAMIC- CAMPUS
Pairdorf 79A 39042
Brixen/Italien
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brandnamic.com

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Der ursprüngliche Betonbau von Othmar Barth ist charakterisiert durch klare, reduzierte Linien, die vom Wesentlichen nicht ablenken. Materie und Einfühlung sind für Barth ebenso wichtig wie Stil: Materie ist für ihn Realität gewordener Gedanke.

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