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Lifestyle | 05.06.2020

Klare (Ent-)Scheidung

Gerade in einer Ausnahmesituation wie einer Scheidung ist eine kompetente und vertrauensvolle Beratung essenziell – auch in Sachen Vermögen und Immobilien.

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Starke Partner an Ihrer Seite. Bei einer Scheidung sind Expertinnen und Experten, die nicht nur über fachliche Kompetenz, sondern vor allem auch über menschliche und soziale Intelligenz verfügen.

Das Allerwichtigste für Menschen in einer schwierigen und emotional aufgeladenen
Situation wie einer Scheidung ist eine kompetente und vertrauensvolle Beratung sowie Begleitung in einem oftmals sehr komplexen Prozess, wenn Vermögen und Immobilien vorhanden sind. Gerne hierzu ein kurzer Auszug aus einem geführten Interview mit der Expertin für Familien- und Scheidungsrecht, Frau Dr. Birgit Streif, und dem Geschäftsführer von Meilenstein Realitäten, Herrn Alessandro Piglia, das weiterführend online angesehen werden kann.

Tirolerin: Herr Piglia, warum haben Sie sich entschieden, zusammen mit Frau Dr. Streif speziell zum Thema Scheidung in eine intensivierte Zusammenarbeit zu gehen?

Alessandro Piglia: Meilenstein Realitäten steht für „Wohnfühlen“ der Menschen. Als Makler ist man mit allen Lebenssituationen und Emotionen der Menschen tagtäglich konfrontiert. Wir erleben gerade bei Scheidungsfällen sehr unsachliche Gegebenheiten, die mit einem Begleiten durch Experten von Anfang an ausgeschlossen werden können. Wir führen gemeinsam durch diesen Prozess mit Know-how, Fakten und in Verbindung mit einem starken österreichweiten Meilenstein-Immobilien-Netzwerk und helfen als wichtige Schnittstelle zur Gegenpartei mittels sachlicher und rascher Lösungen.

Was würden Sie raten, wenn man sich trennen möchte, aber noch nicht den Mut dazu gefasst hat, weil neben dem zu erwartenden menschlichen Verlust auch Vermögen und Eigentum mit auf dem Spiel stehen?

Dr. Birgit Streif: Ganz wichtig ist vor dieser Entscheidung eine vertrauensvolle und kompetente Beratung. Gefragt sind Expertinnen und Experten, die nicht nur über fachliche Kompetenz, sondern vor allem auch über menschliche und soziale Intelligenz verfügen. Ich rate auf jeden Fall zu einem ersten Beratungsgespräch, bei dem der Sachverhalt eruiert und mögliche Wege angedacht werden bzw. der Mandant, die Mandantin über mögliche Folgen aufgeklärt werden kann.

 

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Alessandro Piglia, Geschäftsführer Meilenstein Realitäten

Wird in dieser ersten Phase bereits Herr Piglia als Immobilienexperte und Sachverständiger miteingebunden?

Dr. Birgit Streif: In dieser ersten Phase kommt es zu einer Bestandsaufnahme, auch das Vermögen und die Immobilien betreffend. Herr Piglia kann hier zum Beispiel unrealistische Vorstellungen bereits richtigstellen. Wir erleben sehr oft in der Praxis, dass Immobilienpreise völlig falsch eingeschätzt werden. Es geht aber auch darum, Mandanten die Angst und Sorgen zu nehmen, falls sie die derzeitige Wohnung verlassen wollen oder müssen.

Herr Piglia, welche Hilfestellung bzw. Einschätzungen können Sie bereits in dieser ersten Bestandsaufnahme anbieten?

Alessandro Piglia: Hier geht es zuerst vorrangig um allgemeine Informationen, zum Beispiel: Wie sieht derzeit der Mietmarkt aus? Wie ist der momentane Verkehrswert der Immobilie einzuschätzen? Mit welchen Fristen ist zu rechnen? Etc. Und erst in der zweiten Phase geht es dann detailliert und genau in die Materie.

Wie erfolgt zum Beispiel die Aufteilung eines Hauses bei Trennung in Österreich?

Dr. Birgit Streif: Bei der Aufteilung eines Hauses muss man unterscheiden, ob es als eheliche Wohnung gedient hat oder nicht. Auch wichtig ist zu erfragen, wann das Haus erworben wurde, das heißt vor oder nach der Eheschließung. Je nachdem ist das weitere rechtliche Schicksal des Hauses ein anderes. Grundsätzlich unterliegt das Haus, das während der Eheschließung gekauft wurde, der Aufteilung. Es gibt zwar keine genaue Zahl im Gesetz, aber üblicherweise wird jeweils Halbe-Halbe aufgeteilt. Dies gilt nicht für das Haus, das als Ehewohnung benutzt wird. Dieses wird in einem streitigen Verfahren vom Gericht demjenigen zugeordnet, der es notwendiger benötigt, zum Beispiel weil die Kinder bei diesem Ehepartner wohnen.

 

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Frau Dr. Birgit Streif, Expertin für Familien- und Scheidungsrecht

Welche Art der Aufteilung wäre die erstrebenswerteste? 

Alessandro Piglia: Die fairste Lösung ist, wenn keiner der Partner benachteiligt wird und beide möglich gleich behandelt werden. Bei einem Haus, in dem nur mehr einer der beiden Partner leben bleibt, kann das bedeuten, dass eine Auszahlung erfolgt. Hier erfolgt die sachliche Bewertung durch den Makler oder die Maklerin. Aufgrund dessen wird eine gemeinsame einvernehmliche Lösung festgelegt oder die Möglichkeit einer Finanzierung einer Ausgleichszahlung gegeben. Natürlich sind auch ein gemeinsamer Verkauf der Liegenschaft und eine Aufteilung möglich. Hier achte ich gemeinsam mit Frau Dr. Streif darauf, dass für alle Beteiligten die Wohnsituation finanzierbar ist, und, sofern Kinder da sind, dass diesen eine geeignete Wohnmöglichkeit geschaffen wird. Ich rate, hierzu keine voreiligen Vermarktungsversuche einer Immobilie zu starten, da dies den eigentlichen Verkaufspreis beträchtlich und  sehr negativ beeinflussen kann. 

Wenn ein Paar während der Trennungsphase nicht mehr in einer gemeinsamen Immobilien bleiben möchte, wie können Sie hier unterstützen?

Alessandro Piglia: Wir kümmern uns zum Beispiel um eine zwischenzeitliche Lösung einer Mietwohnung und bieten als Mehrwert sogar die Möglichkeiten von Umzugsorganisation und auch Homestaging, also fertig möblierte Lösungen an. Wir halten unseren Kundinnen und Kunden den Rücken in dieser unangenehmen Zeit frei und organisieren für sie alle notwendigen Schritte. Mehr zu diesem umfangreichen Thema erfährt man im gesamten Interview unter www.meilenstein.co.at unter der Rubrik NEWS. Lassen Sie sich von Expertinnen und Experten beraten und begleiten, denn guter Rat ist nicht teuer, aber kein Rat kann Sie teuer zu stehen kommen!

 

Das Video-Interview finden Sie hier!

 

Fotos: Meilenstein Realitäten, Uacine Studio