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Lifestyle | 26.03.2019

Zuhause im Glück

Angi und Daniel Riedhart haben in Wörgl ihr eigenes Heim geschaffen. Gemeinsam mit Sohn Julius und einem baldigen vierten Familien- mitglied haben sie uns die Türen zu ihrem Haus geöffnet.

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Foto: Birgit Pichler

Eine kleine Reihenhaussiedlung am Rande von Wörgls Ortskern, idyllisch gelegen und sehr familiär. So präsentiert sich uns die Wohngegend von Angi und Daniel Riedhart an einem sonnigen Freitagmorgen. Die ehemalige Miss Tirol und der selbstständige Gastronom und Modestore-Besitzer haben sich hier ein liebevolles Zuhause mit Sohn Julius und ihren drei Stubentigern geschaffen. Dass sie bald Nachwuchs bekommen, macht ihr Glück dabei erst komplett.

Herzlich. „Hey, total schön, dass ihr da seid“, begrüßt uns Angi mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht. Die ehemalige Miss Tirol hat gemeinsam mit ihrem Mann Wurzeln in Wörgl geschlagen und fühlt sich hier sehr wohl. Daniel begrüßt uns mit dem kleinen Julius auf dem Arm und lädt uns gleich ein, im Wohnzimmer Platz zu nehmen. Bei knisterndem Feuer im Ofen und flankiert von drei samtpfotigen Raubkatzen plaudern sie ein bisschen aus dem Nähkästchen.

 

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Foto: Birgit Pichler

Zufallsprinzip. Eines Tages erzählte eine Bekannte, die wusste, dass Daniel und Angi umziehen wollten, von dem Haus und dem geplanten Auszug der Vorbesitzer. „Wir waren schon länger auf der Suche nach etwas Größerem und haben per Zufall von diesem Haus erfahren. Für mich hat es sich gleich richtig angefühlt. Daniel brauchte einen zweiten Anlauf und etwas Bedenkzeit“, erzählt uns die gebürtige Kitzbühelerin. „Angi hat das Potenzial sofort gesehen. Denn das Haus hat ursprünglich total anders ausgesehen“, meint Daniel lachend. Innerhalb eines Monats nach Besichtigung sind die drei, denn Sohn Julius war damals schon in der Familie, bereits eingezogen und haben sich gestalterisch ausgetobt.

 

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Schlicht, aber liebevoll präsentiert sich die Küche. (Foto: Birgit Pichler)

Überraschungsaktion. „Wir haben unsere Möbel aus der alten Wohnung vorerst mitgenommen und dann langsam immer wieder etwas ausgetauscht. Angi ist da super“, schwärmt Daniel. „Er sagt immer: ‚Entscheide du!‘ Und bis jetzt hat er sich auch noch nie beschwert“, meint Angi neckisch. Ganz zu Beginn wurde erstmal alles frisch gestrichen. Außer die mit Holz verkleidete Wand im Wohnzimmer, mit der sie von ihrem Mann überrascht wurde: „Wir waren auf Urlaub in Las Vegas und als wir zurückkamen, war sie plötzlich da. Daniel hat im Vorhinein alles geplant und den Handwerkern den Schlüssel überlassen. Ich habe schon etwas geahnt, aber mich trotzdem total gefreut.“

Unkompliziert. Angi und Daniel wollten alles sehr schlicht halten. Man findet im Haus keine grellen Farben, sondern je nach Raum einen anderen Grundton in verschiedenen Facetten vor. Das Wohnzimmer ist goldbraun gestaltet, im Schlafzimmer dominieren Schwarz und Weiß und heben sich von der goldfarbenen Wand ab. „Auf jeden Fall soll man leicht dekorieren und immer wieder etwas austauschen können“, kommentiert Angi die Frage nach Vorlieben bei der Inneneinrichtung. „Sie dekoriert gern und stellt oft Möbel um. Dann wirken die Räumlichkeiten immer wieder neu. Mir fällt natürlich auch alles auf“, scherzt Daniel, zwinkert in Angis Richtung und fügt hinzu:  „Julius und ich dürfen nicht mehr gemeinsam auf der Couch rumspringen, das verträgt sie nicht.“ Das alte Sofa musste im Anschluss ausgetauscht werden, „aber das hat sowieso nicht reingepasst“, findet Angi. 

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Foto: Birigt Pichler

Geselligkeit. „Am liebsten halten wir uns im Wohnzimmer auf, wir mögen es warm“, meint Daniel und nickt in Richtung des knisternden Ofens. Im Sommer verbringt die Familie viel Zeit im Garten, lädt Freunde ein und schmeißt etwas auf den Rost. „Ich grille so gern. Wir haben dieses Jahr sogar an Silvester gegrillt“, lacht Daniel. „Deshalb bauen wir den Weinkeller gerade um, damit wir auch im Winter gemütlich zusammensitzen können und die Zeit mit uns wichtigen Personen genießen können.“

Selbstverwirklichung. Daniel ist eigentlich gelernter Gastronom. Seine Ausbildung reicht von Koch über Kellner bis hin zu Sommelier und Barista, er hat einige Zeit sogar als Maschinist gearbeitet. Aufgrund eines Kreuzbandrisses und längeren Krankenstands beschloss er jedoch, sich selbstständig zu machen. „Meine Mutter ist sehr modeaffin und liebt es zu shoppen. Als Kind war ich oft dabei, das hat dann etwas auf mich abgefärbt“, erzählt uns Daniel. Als dann das Geschäftslokal, auf das er eine Auge geworfen hatte, frei wurde, unterschrieb Daniel kurzerhand den Mietvertrag und eröffnete das Modegeschäft „Di Daniele“. Nach zwei Jahren hat man sich dann bereits nach größeren Räumlichkeiten umgesehen und auch das Konzept noch ausgeweitet. „Ich habe meine Leidenschaft nun mit der Mode verknüpft und das neue Lokal, das jetzt auch schon wieder seit fünfeinhalb Jahren besteht, zusätzlich um eine Bar erweitert. In Mayrhofen gehen wir jetzt ebenso schon in die zweite Saison mit dem gleichnamigen Damen-Modestore, der von Dezember bis März geöffnet ist."

 

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Foto: Birgit Pichler

Ausarbeitung. Das „Di Daniele“ ist ein richtiger Familienbetrieb. „Meine Mutter und ich betreuen beide Modestores ebenso wie das dazugehörige Café in Wörgl. Angi zieht im Hintergrund die Fäden und kümmert sich um die Buchhaltung und Grafik, erledigt Rechnungen, Überweisungen und Sonstiges. Ohne sie würde es so nicht funktionieren“, erklärt Daniel. Seine Mutter und er fahren einmal im Monat gemeinsam nach Bologna, um die neuesten Trends von Italien nach Wörgl zu holen. An einem neuen Projekt arbeitet Daniel gerade in Wörgl. Es soll dieses Jahr noch eröffnet werden, worum es genau geht, ist jedoch streng geheim.

Angekommen. Angi hatte als Abgängerin der Ferrari-Modeschule in Innsbruck bereits zu Schulzeiten viel mit Mode zu tun. Um frischen Wind zu schnuppern, arbeitete sie eine Zeit lang in der Gastronomie. Ganz losgelassen hat es sie jedoch nicht. „Ich habe nun mit aktuellen Modetrends zu tun, wo wir auch mitentscheiden, was gekauft und verkauft wird. Wenn man im Design arbeitet, ist die Vorlaufzeit so lang, bis das Produkt an die Kunden kommt. Jetzt bin ich hautnah dran“, beschreibt Angi den erneuten Umschwung zurück zur Branche. Das Modeln selbst, nachdem sie 2007 zur Miss Tirol gekürt wurde, konzentriert sich mittlerweile hauptsächlich auf Werbemittel für das „Di Daniele“. „Ich stand sehr gern vor der Kamera, aber irgendwann ist die Zeit auch vorbei“, erklärt sie reflektiert. „Jetzt steht meine Familie an erster Stelle.“

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Angi, Julius und Daniel in ihrem trauten Heim. (Foto: Birgit Pichler)

Familienglück. Wenn nach über zehn Jahren die Leute sie auf der Straße immer noch erkennen, ist das für Angi ein etwas komisches Gefühl. Andere nehmen es als etwas ganz Besonderes wahr, obwohl sie es nie in diesem Ausmaß empfunden habe. Trotzdem möchte Angi die Zeit als Miss Tirol nicht missen. „Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es auf jeden Fall wieder machen. Es hat mir sehr viel gebracht. All die Menschen, die ich kennengelernt habe, die Freunde, die ich dadurch auch gefunden habe. Es war eine sehr schöne Zeit für mich.“ Angi verfolgt die Miss-Wahl nach wie vor, steht auch in Kontakt mit den aktuellen Missen und freut sich, Tipps weitergeben zu können. Angi fühlt sich als Mutter nun rundum wohl, liebt es, zu kochen und Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Am meisten freuen Daniel und sie sich aber auf den Juli, denn da dürfen sie ihr neues Familienmitglied begrüßen und ihre kleine Familie wird komplettiert.

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Acht Pfoten. Auch Malu und Luna gehören zur Familie. (Foto: Birgit Pichler)