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Lifestyle | 22.01.2019

Bühne frei

Eine Präsentation zu halten, vor einem Publikum zu sprechen kann eine Herausforderung sein. Doch mit diesen Tipps meistern Sie Ihren nächsten Vortrag wie ein Profi!

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Foto: Shutterstock

Tipp 1: Wie reiße ich das Publikum mit?

Der Herr in der ersten Reihe tippt auf seinem Smartphone. Weiter hinten gähnt jemand, und als Sie mit Ihrem Vortrag zum Ende gekommen sind und sich nach Fragen erkundigen, bleibt es still im Saal. Für viele Redner ist es ein Albtraum, das Publikum zu langweilen. Mit unserem Thema wollen wir informieren, begeistern, wir wollen ernst genommen werden und die Zuhörer im Idealfall ein bisschen klüger nach Hause schicken. Aber wie schaffen Sie es, zum Publikum durchzudringen? Meist entscheiden die ersten Momente einer Präsentation darüber, ob Sie eine Beziehung zu Ihrem Gegenüber aufbauen können oder nicht. Versuchen Sie, das Publikum aktiv mit einzubeziehen, indem Sie einen spannenden Einstieg wählen. Hier gibt es verschiedene Methoden:

  • Sie können mit einer Quizfrage beginnen, die zu Ihrem Thema passt. Lassen Sie doch die Zuhörer bestimmte Zahlen schätzen und stellen Sie mit der richtigen Antwort anschließend einen passenden Vergleich an. So ziehen Sie nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich, die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Publikum die Information merken wird, ist außerdem zugleich höher.

  • Bei einem Vortrag hilft es, auf Ihre Zielgruppe einzugehen und eine persönliche Verbindung zu schaffen. Wer sich direkt angesprochen fühlt, hört auch viel lieber zu. Wenn Sie als Vortragender Teil einer homogenen Gruppe sind – beispielsweise sprechen Sie als medizinische Fachkraft vor anderen medizinischen Fachkräften –, kann es hilfreich sein, ein Wir-Gefühl herzustellen. Erwähnen Sie Probleme, die für Sie als Gruppe gemeinsam von Bedeutung sind, und betonen Sie, dass Sie alle vor der gleichen Herausforderung stehen. Wenn Sie nicht Teil der Gruppe sind, also beispielsweise vor Studenten sprechen, Ihr Studium aber längst abgeschlossen haben, können Sie das Wir-Gefühl innerhalb Ihres Publikums stärken, indem Sie Ihre Anerkennung aussprechen und Sympathie zeigen.
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Tipp 2: Wie bereite ich meine Unterlagen auf?

Sie sind ein Experte auf Ihrem Gebiet und wissen genau, worüber Sie reden. Auch wenn das hervorragende Voraussetzungen sind, um einen Vortrag zu halten, ist es dennoch entscheidend, dass Sie Ihr Wissen so weitergeben, dass Ihr Publikum Ihnen auch folgen kann, und dass Sie Interesse für Ihr Fachgebiet wecken.

  • Bringen Sie viele Beispiele, die ganz einfach zeigen, dass Ihr Thema relevant ist.

  • Achten Sie darauf, dass Sie die Inhalte verständlich aufbereiten. Vermeiden Sie komplizierte Schachtelsätze oder unnötige Fremdwörter.

  • Aber nicht nur, was Sie sagen, ist entscheidend – eine ansprechende Präsentation kann Ihnen helfen, Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken. Außerdem lassen sich die Inhalte mit der richtigen grafischen Untermauerung besser einprägen. Hier gilt allerdings ganz klar: Vermeiden Sie zu viel Text und setzen Sie stattdessen auf ein überraschendes Bild oder ein passendes Video. Auch Grafiken eignen sich, sparsam dosiert, hervorragend für eine gelungene Präsentation.
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Tipp 3: Was mache ich bei Lampenfieber?

Schwitzende Hände, Herzklopfen und Hitzewallungen – wenn wir nervös sind, spielt unser Körper verrückt. Vor Fremden zu sprechen und die eigenen Ideen zu präsentieren, kann uns komplett aus der Fassung bringen. Doch es hilft zu wissen, dass man mit diesen Gefühlen nicht alleine ist. Viele Menschen sind nervös und angespannt, wenn sich alle Augen auf sie richten. Mit ein paar simplen Tricks können wir uns ganz einfach selbst beruhigen und das Lampenfieber sogar als etwas Positives wahrnehmen.

  • Besonders nervös werden Redner, wenn sie das Gefühl haben, zu wenig über die Thematik zu wissen oder sie sich unzureichend vorbereitet fühlen. Achten Sie deshalb darauf, sich gut einzulesen, und planen Sie Ihren Vortrag sowie Ihre Aussagen sorgfältig.

  • Bedenken Sie, dass Ihnen Ihre Zuhörer in der Regel positiv gestimmt sind und Sie nicht bewusst bloßstellen oder blamieren möchten.

  • Sehen Sie Ihr Lampenfieber nicht nur negativ: Nervös zu sein, erhöht Ihre Aufmerksamkeit und macht den Vortrag spannend. Emotionen sind wichtig, wenn es darum geht, Ihre Zuhörer mitzureißen und zu begeistern.

  • Legen Sie beim Reden bewusst Pausen ein, in denen Sie Luft holen können. Sie können sich auch ein Glas Wasser bereitstellen und eine kurze Trinkpause einlegen. Mit diesem Trick können Sie Ihre Gedanken sortieren und vermeiden es, zu schnell zu reden und sich dabei zu verhaspeln.
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Tipp 4: Wie gehe ich mit Kritik um?

Nicht immer sind alle einer Meinung, und so kann es durchaus passieren, dass Ihnen Ihre
Zuhörer nicht zustimmen und Ihre Meinung zu einem bestimmten Thema nicht teilen. Dies ist an sich kein Beinbruch, und eine angeregte Diskussion kann sowohl dem Vortragenden als auch dem Publikum viel bringen. Einige Punkte sind dabei aber zu bedenken.

  • Geht jemand von falschen Fakten aus, macht es durchaus Sinn, denjenigen zu korrigieren. Achten Sie aber stets darauf, dem anderen respektvoll zu begegnen, und bringen Sie gute Argumente. Es hilft auch, Beispiele anzuführen, die veranschaulichen, worauf Sie hinauswollen, oder Fachleute zu zitieren.

  • Stellen Sie interessierte Rückfragen. So haben Sie die Möglichkeit, das Gespräch in neue Bahnen zu lenken, und behalten die Situation im Griff.

  • Wird eine Meinung geäußert, die Ihnen nicht gefällt, sollten Sie davon zunächst einmal Abstand nehmen, auch wenn Sie im ersten Moment sofort reagieren möchten. Denken Sie nach, ob eine Konfrontation wirklich Sinn macht oder ob man manchmal auch damit abschließen kann, nicht einer Meinung zu sein.

  • Können Sie sich nicht einigen, versuchen Sie, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren und die Argumentation positiv abzuschließen.
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