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Lifestyle | 04.11.2018

Grow a Mo, save a Bro!

Country Manager der europäischen Movember Foundation Michael Fischer verrät, warum Mann auch diesen November Bart tragen sollte!

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Foto: Shutterstock

Nach Oktober kommt?
Richtig – Movember! Auch heuer steht der elfte Monat im Jahr ganz im Zeichen der Schnurrbärte. Wir haben die haarige Angelegenheit zum Anlass genommen, uns mit Moustache-Experte Michael Fischer genauer über das Thema zu unterhalten. Fazit: Jeder kann die einzigartige Gesundheitsinitiative unterstützen, egal ob mit oder ohne Moustache.


TIROLERIN: Die internationale Movember Foundation spricht ein Problem an, über das sonst gerne geschwiegen wird: Männergesundheit. Woraus entstand das Anliegen, das Thema mehr und mehr publik zu machen?
Michael Fischer: Tatsächlich liegt die Aktion einem glücklichen Zufall zu Grunde – Movember ist im Zuge einer Kneipenwette unter Freunden entstanden. Eine Gruppe Männer aus Australien stolperte im Gespräch über die Themen Trends und Mode. Einer der Freunde erwähnte schließlich den Moustache und merkte an, dass dieser seit den 1980ern völlig verloren gegangen war. Eine Entwicklung, die bei der Runde auf Unverständnis stieß – immerhin standen Schnurrbärte schon damals für Stil und Männlichkeit. Sie erinnerten die Männer an ihre Väter, an Idole wie Tom Selleck oder Freddy Mercury ... Aus diesem Anlass fassten die Freunde gemeinsam den Entschluss, sich im November einen Moustache wachsen zu lassen und erhielten damit eine ganze Menge Aufmerksamkeit von Freunden, Kollegen und Verwandten. Das positive Feedback wurde zum kreativen Input: Könnte man nicht mehr aus der Aktion machen? Die Sache mit einem guten Zweck verbinden zum Beispiel? Nach ein paar Tagen gemeinsamen Brainstormings entstand die Idee, ein männliches Pendant zur Pink-Ribbon-Aktion zu entwickeln und voilà: Der Movember war geboren.

   
Die Organisation verfolgt mehrere Initiativen zur Förderung von Männergesundheit, mitunter auch die Aktion „Grow a Mo, save a Bro“. Man kann also helfen, indem man sich einen Bart stehen lässt?
Viel einfacher – man kann Movember unterstützen und muss sich dafür nicht einmal selbst einen Schnurrbart stehen lassen. Die Aktion beschäftigt sich zwar mit der Gesundheit von Männern, kann aber natürlich von jedem Menschen unterstützt werden. Der Schnurrbart ist unser Logo, unser Erkennungszeichen und der Anfang unserer Geschichte. Ob man sich selbst dazu entscheidet, einen zu tragen, ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass das Thema nicht weiter unter den Tisch gekehrt wird und wir, egal ob Mann oder Frau, gemeinsam für die gute Sache einstehen. Am einfachsten kann man helfen, indem man sich auf movember.com ein Spendenprofil einrichtet und die Organisation über die Website unterstützt. Wir sind aber auch über Aufmerksamkeit auf den sozialen Netzwerken dankbar. Wer Beiträge unserer Seiten teilt oder sogar eigeninitiativ postet, trägt dazu bei, anderen unser Anliegen näherzubringen.

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Foto: AllNikArt / Shutterstock.com

Welche anderen Aktionen werden neben „Grow a Mo, save a Bro“ von der Foundation verfolgt?
Die Möglichkeiten, aktiv bei einer unserer Initiativen mitzumachen, sind vielfältig. Wie gesagt besteht zum einen die Möglichkeit, sich einen Bart wachsen lassen. Wir möchten Menschen aber auch dazu motivieren, sich zu bewegen, Sport zu machen und so die individuelle Gesundheit zu fördern. Zum Beispiel lassen sich Fitness-Tracker mit dem persönlichen Profil auf movember.com verbinden, wodurch Teilnehmer ihre sportlichen Erfolge mit anderen teilen können. Die Foundation hat dieses Jahr ein Bewegungsziel von 60 Kilometern pro Monat vorgegeben, weil sich pro Stunde rund 60 Männer das Leben nehmen. Ob man die Strecke läuft, geht oder mit dem Rad zurücklegt, ist dabei vollkommen egal – es geht einfach nur darum, dass man sich bewegt. Zu guter Letzt kann man die Aktion auch noch unterstützen, indem man Events über die Website veranstaltet. Einen Movember-Kuchenverkauf, ein Movember-Wine-
Tasting oder ein Movember-Barbecue zum Beispiel.

Movember ist mittlerweile in oder besser gesagt „über aller Munde“. Warum reißt die Initiative so viele mit?
Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass wir den Begriff Charity ein wenig anders vermitteln als andere Organisationen. Wir versuchen, die ganze Sache mit einem leichten Augenzwinkern zu kommunizieren, weil wir glauben, dass wir Menschen so am besten erreichen und am meisten Aufmerksamkeit von ihnen bekommen. Ernste Themen auf einen positive Art zu vermitteln, bringt manchmal tatsächlich mehr. Außerdem sind wir mit Movember auch im englischsprachigen Raum, vor allem in den USA, sehr bekannt. Das ganze ist mittlerweile ja beinahe schon ein „global trend“, wenn man so will. Die Aktion steht nicht nur deswegen vor allem auch für Gemeinschaft. Weltweit haben sich bereits über fünf Millionen Menschen am Movember beteiligt – Tendenz steigend! In Zeiten, in denen viele Menschen auf die altbekannte Ellenbogentechnik setzen, ist so ein Zusammenhalt eine willkommene und wichtige Abwechslung.


Ein Blick in die nahe Zukunft: Was darf man sich vom diesjährigen Movember erwarten?
Der diesjährige Movember wird auf jeden Fall sehr, sehr spannend, weil wir ein paar neue Ideen und Projekte haben, die wir unterstützen. Wir haben in Österreich bereits eine eingefleischte Community, mit der wir eng zusammenarbeiten. Innsbruck bietet mit verschiedenen Teams, die sich für den Movember einsetzen, einen wahren Hotspot. Worauf ich besonders gespannt bin, ist eine Verlosung unter allen Mitwirkenden, die heuer erstmals in dieser Form zustandekommt. Gegen eine Spende können Lose erworben werden. Für den Gewinner geht es nach der Ziehung ab nach London zur Premiere der neuen Game-of-Thrones-Staffel, wo alle Stars der Sendung hautnah auf dem roten Teppich getroffen werden können. Mitmachen lohnt sich also allemal! 

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Foto: Shutterstock

Local Heroes

Movember ganz nah: Eine Gruppe engagierter Tiroler holt Charity zum nunmehr dritten Mal nach Innsbruck! Als „Beardy Basterds“ setzt sich der junge Trupp rund um Initiator Lorenz Jahn auch heuer für die gute Sache ein. Stilecht mit Schnurrbart, selbstverständlich.

Slam it.
Schon 2017 sorgten die Bastards mit ihrem „Moetry Slam“ für Aufsehen. Damals lud die Veranstaltung junge Schreiber und Literaturliebhaber auf die Bühne der Wagner’schen, wo Teilnehmende selbstverfasste Texte zum Besten geben konnten. Zuschauer zeigten sich nicht nur vom hohen Unterhaltungsfaktor des Abends begeistert. Auch die Spendensumme aus den Gesamteinnahmen der Veranstaltung konnte sich allemal sehen lassen.
Altbewährt.
2018 soll deswegen an den Erfolg der Vorjahre angeknüpft werden. Am 23. November bitten Lorenz Jahn und Kabarettist Daniel Lenz mutige Innsbrucker erneut auf die Bühne. Unter dem Motto „Alltagshelden“ führen die beiden Mo-Bros mit viel Herz und Moustache durch den Abend – ganz im Sinne der Movember-Initiative natürlich.

„Sei ein Held“
Das fordern die Beardy Basterds und rufen deswegen zur zahlreichen Teilnahme am diesjährigen „Moetry Slam“ auf. Mitmachen kann jeder, der etwas zu sagen hat und selbst für die gute Sache einstehen möchte. Anmeldung für den Slam ist keine erforderlich – auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen. Unter allen Teilnehmern werden außerdem tolle Sachpreise verlost. „Mitzuslamen“ lohnt sich also!
Save the date: Moetry Slam 2018


Wo: Wagner’sche Innsbruck in der Museumstraße 4 | Wann: 23. November ab 19 Uhr