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Lifestyle | 25.10.2018

Kleine Räume ganz groß!

Die Wohnqualität definiert sich nicht allein durch die Größe eines Raumes. Auch kleine Wohnungen können mit den richtigen Ideen clever und stilvoll eingerichtet werden.

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© Bertrand Fompeyrine, Super Buden, Gestalten 2018

Unser Zuhause ist unser sicherer Hafen, der Ort, an dem wir uns zurückziehen und von den Strapazen des Alltags erholen können. Der Ort, an dem wir loslassen. So hat sich im Laufe der Jahrhunderte die Art und Weise, wie wir wohnen, laufend verändert. Von der ursprünglichen Urhütte unserer Vorfahren bis hin zum idyllischen Reihenhaus haben sich Wohnformen den gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Mit der wachsenden Bevölkerungsdichte wird auch der Wohnraum immer knapper, was wir an diversen Beispielen – innerhalb sowie außerhalb Europas – sehen. Eine kleine Wohnung muss dabei jedoch keine Einschränkungen mit sich bringn und kann ebenso sehr stilvoll und gemütlich gestaltet werden.

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© Dennis Lo, Super Buden, Gestalten 2018

Nichts Neues. Bereits in den 1920ern verstanden bekannte Architekten wie Le Corbusier oder Hendrick Berlage, dass das Wohnen in einer weniger großen Wohnung nicht gleich prekäre Verhältnisse bedeuten musste. Kleine Räume können modern und schick eingerichtet werden, wenn man einige Anforderungen der Innenarchitektur beachtet. Dazu gehört allem voran flexibles und mehrfach nutzbares Mobiliar. Aber auch einzelne dekorative Elemente können optisch mehr Raum schaffen und ein Gefühl von Geräumigkeit vermitteln. Einen Überblick über die Anfänge von minimalistischem Wohnen und kreativ umgesetzte Konzepte gibt der kürzlich im Gestalten Verlag erschienene Titel „Super Buden“, zu finden hier.

One Room. Offene Räume geben generell ein Gefühl von Weite. Wer nur eine kleine Wohnung hat, aber die Möglichkeit, lediglich die Trägerwände stehen zu lassen, gewinnt nicht nur optisch an Raum. Somit kann ein offener Wohnraum eingerichtet werden.

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© Bertrand Fompeyrine, Super Buden, Gestalten 2018

Hoch oben. Große offene Räume können als Küche und Wohnzimmer, zusätzlich sogar noch als Arbeits- oder Schlafzimmer genutzt werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, Bereiche abzutrennen, um die nötige Privatssphäre zu bewahren. Bei hohen Räumen geben eingezogene Zwischengeschosse nicht nur einen modernen Flair, sondern erlauben es, traditionell voneinander getrennte Räume fließend ineinander über gehen zu lassen. Beispielsweise kann so das Schlafzimmer in den Wohnraum integriert werden und liegt durch die Höhe trotzdem abgeschirmt von den Aktivitäten, die untertags geschehen. Der Wohnraum kann durch die Integration des Schlafzimmers zusätzlich optimiert werden.Verschiedene Ebenen sorgen außerdem für zusätzlichen Staumraum. In eleganten Erhöhungen, die auch als Treppen dienen, können tiefe Schubladen und Fächer versteckt werden. Diese trennen nicht nur einen Bereich vom anderen, sondern zeigen sich als schöne Elemente im Raum, die den persönlichen Stil wiedergeben. Sie verbergen außerdem alles, was nicht täglich gebraucht wird, aber trotzdem in Reichweite bleiben soll.

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© Architecture de Collection, Super Buden, Gestalten 2018

Mittendrin. Wer räumlich keine Möglichkeit hat, Zwischengeschosse einziehen zu lassen, kann stattdessen auch Möbel zur Trennung von Bereichen verwenden. Bei cleverer Platzierung schaffen Schränke und Regale neue Räume. Sie stellen – spielerisch platziert – auch dekorative Elemente dar. Zusätzlich dienen sie wiederum zum Verstauen. So können Bücherregale sowohl als Kopfteil für Betten als auch im klassischen Sinne als Ablage verwendet werden. So wird das Regal doppelt genutzt.

Klappbar. Bei flexiblem Mobiliar sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt zahllose Lösungen, die eigens für kleine Räume konzipiert worden sind. Wer handwerklich etwas geschickt ist und Spaß am Selberbauen findet, kann aber auch selbst Möbel für die eigenen Bedürfnisse herstellen. Alles, das sich ein- und ausklappen lässt, ist stets ein heißer Tipp. Dabei müssen es nicht nur Ess- und Schreibtisch sein, die mit einem Handgriff aus dem Sichtfeld verschwinden. Auch Regale und Kommoden können klappbar sein. Hängelösungen ermöglichen ebenso einen platzsparenden Umgang mit der Einrichtung. Diese schaffen vor allem optisch und gefühlsmäßig mehr Raum. Zudem sind schöne Wandhaken für Kleidung und Gebrauchsgegstände praktisch und dekorativ. Es gilt: kompakt, aber stilvoll!

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© Frederic Ducout, Super Buden, Gestalten 2018

Farbspektrum. Neben der Form zählt selbstverständlich auch die Farbe der Einrichtung. Ein stimmiges Farbkonzept sollte vorher gut überlegt sein.  Helle und sanfte Töne wirken generell etwas leichter, optisch Fläche erweiternd, während alles Dunkle und Kräftige den Raum meist etwas drückt. Es muss jedoch nicht nur eine Farbe verwendet werden, es können auch Wände und Möbel verschieden bemalt und lackiert werden. Die jeweiligen Wohnbereiche dürfen dabei ruhig farblich voneinander unterschiedlich gestaltet werden. Was zählt, ist stets noch der persönliche Geschmack.

Mehr Weitblick. Helles einfallendes Tageslicht ist einer der wichtigsten Faktoren für die vermeintliche Größe eines jeden Raumes. Vermeintlich deshalb, da dunkle Räume generell kleiner wirken, manchmal sogar schon beengend. Viel Tageslicht lässt eine Wohnung nicht nur geräumiger und freundlicher erscheinen, sondern wirkt sich zudem positiv auf die persönliche Stimmung aus. Große, bodenebene Fenster schaffen eine heimelige Atmosphäre und erweitern den Raum nach außen.

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© Super Buden, Gestalten 2018