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Lifestyle | 17.09.2018

PS-starkes Abenteuer

Unsere Grafikerin Eva hat bei ihrer ersten TIROLERIN-Challenge so richtig Vollgas gegeben: Im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Innsbruck hat sie ein Fahrtraining und ein Offroad-Training absolviert.

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LUXUS PUR. Mit dem Mercedes E 220 Diesel wurde Bremsen auf nassem Untergrund getestet. (Foto: Birgit Pichler)

Mit dem Autoschlüssel in der Hand und einer kurzen Einführung durch den Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums Innsbruck, Hubert Sima, geht es auch schon los. Unsere Kollegin Eva steigt in den weißen Landrover Discovery und grinst, als sie hinter dem Lenkrad sitzt: „Wirklich ein Wahnsinnsauto“, zeigt sie sich von ihrem PS-starken Partner begeistert.

Achtung, Rutschgefahr. Hubert Sima fährt mit einem Auto vor und gibt Eva erste Anweisung über Funk: „Das Wichtigste ist, sich mit dem Auto vertraut zu machen und zu spüren, wie es sich auf der Fahrbahn verhält.“ Erster Stopp ist eine kreisrunde Trainingspiste mit verschiedenen Straßenbelägen. Nach ein paar kurzen Runden geht es auch schon richtig los: Hubert Sima betätigt die Sprinkelanlage – der Asphalt wird nass und die Fahrbahn automatisch rutschiger. Nun gilt es, Slalom zu fahren und zwar ohne, dass das Heck des Landrovers ausbricht – gar nicht so leicht, wie es klingt. Über Funk gibt Sima immer wieder Tipps und erklärt, wie man gegensteuern kann und so auf der Fahrbahn bleibt. „Hier bei uns in Tirol herrschen gerade im Herbst und Winter oft sehr herausfordernde Straßenverhältnisse. Wenn der Asphalt nass ist, muss man darauf vorbereitet sein, dass das Auto beim Lenken und beim Bremsen ganz anders reagiert als auf trockenem Untergrund.“ Im richtigen Moment einzulenken und nicht planlos gegenzusteuern, wenn das Auto ins Schleudern gerät, ist entscheidend, und schon bald hat Eva das Auto auch bei den schwierigen Verhältnissen unter Kontrolle.

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Letzte Anweisungen. Hubert Sima erklärt Eva die nächste Aufgabe. (Foto: Birgit Pichler)

Und Stopp. Als Nächstes ist ein Autotausch angesagt und Eva steigt auf den roten Mercedes E 220 Diesel um. Die 65.000 Euro teure Limousine fährt halbautonom. Das bedeutet, dass das Auto theoretisch selbstständig fahren kann. Die einzige Aufgabe des Lenkers: alle 40 Sekunden die Hände aufs Lenkrad legen. Passiert dies nicht, fährt das Auto automatisch rechts ran. Hinter dem Steuer des luxuriösen Mercedes wird die gebürtige Stubaierin nun vor eine neue Herausforderung gestellt: eine Zielbremsung, natürlich nicht, ohne vorher richtig Gas zu geben. Mit seinen 195 PS nimmt das Fahrzeug auch auf der kurzen Strecke so richtig Fahrt auf. Sobald die Wasserwand vor dem Auto auftaucht, steigt Eva voll auf die Bremse und rutscht trotzdem noch einige Meter. „Gerade mit hoher Geschwindigkeit ist es nicht leicht, den Bremsweg richtig einzuschätzen. Ich bin froh, dass ich hier nur durch die Wasserfontänen gerutscht bin“, ist die 22-Jährige erleichtert.

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Foto: Birgit Pichler

Ab ins Gelände. Wieder zurück hinter dem Steuer des Landrovers erwartet Eva schon die nächste Herausforderung. Am Gelände des Fahrtechnikzentrums Innsbruck steht auch ein Offroad-Bereich bereit, an dem Fahrten auf unbefestigter Fahrbahn geübt werden können. Drei Trainer des ÖAMTC wurden speziell dafür von der Automarke Landrover geschult und wissen genau, worauf es ankommt, um im Hang nicht zu rutschen oder auch im steilsten Gelände nicht hängen zu bleiben. Gleich in der ersten Runde geht es zur Sache. Hubert Sima fährt voraus, und als Eva sieht, wie steil ihr Auto im Hang stehen soll, stockt ihr im ersten Moment der Atem.
Doch Hubert beruhigt: „Hier kann nicht viel passieren, aber wenn das Auto zehn Grad steiler stehen würde, könnte es kippen. Dann ist es wichtig, dieses Kippen mit dem richtigen Lenkverhalten aufzufangen.“ Als nächstes fährt Eva steile Kieswege mit großen Löchern  hoch und auf unwegsamem Gelände wieder berg-ab. Bis zu einem halben Meter ist das Auto dabei immer wieder in der Luft und die Reifen drehen durch. Doch die Grafikerin bleibt extrem ruhig und konzentriert. Hubert  Sima ist begeistert: „Ich sehe schon, du traust dich was.“ Für Fahrten im Offroad-Bereich gibt er uns folgenden letzten Tipp: „So langsam wie möglich und so schnell wie nötig.“

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Beim Offroad-Fahren gilt es, die Nerven zu bewahren. (Foto: Birgit Pichler)

Vollgas. Nach rund zwei Stunden ist das Fahrtraining zu Ende. Eva ist müde, aber glücklich. „Das war wirklich ein toller Vormittag, an dem ich sehr viel Spaß hatte, aber auf jeden Fall auch viel mitnehmen konnte. Und eins weiß ich jetzt: Offroad-Fahren macht definitiv süchtig!“

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Foto: Birgit Pichler

Fahrspaß garantiert!

In Innsbruck-Süd, am Zenzenhof, befindet sich das ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum. Vier Trainingspisten verteilen sich auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern. Vom gesetzlich verpflichtenden Fahrsicherheitstraining bis hin zum Offroad-Training werden hier rund 60 verschiedene Kurse angeboten.


Alle Infos unter:
www.oeamtc.at

ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum
Handlhofweg 81
6020 Innsbruck
Telefon: +43 (0)512 / 37 95 02 32 600
E-Mail: [email protected]