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Lifestyle | 16.07.2018

Dr. Google: Ins Netz gegangen

Harnwegsinfekte, Regelschmerzen, Wechseljahre: Vorallem zum Thema Frauenkrankheiten tümmeln sich etliche Mythen im Netz. Wir haben die gängigsten Irrglauben unter die Lupe genommen.

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Bild: Shutterstock

Cmputer ein, ein paar Minuten surfen im Web und schon scheint eine solide Diagnose für jedes noch so kleine Wehwehchen gefunden. Dr. Google hat sich in den letzten Jahrzehnten zur Nummer-eins-Anlaufstelle bei Krankheiten und gesundheitlichen Beschwerden entwickelt. Warum auch einen Arzt konsultieren, wenn Symptome und Behandlungsmethoden schnell und einfach von der Couch aus nachgelesen werden können. Wie beliebt digitalisierte medizinische Auskünfte tatsächlich sind, wurde bereits 2016 in einer repräsentativen Umfrage des Market-Instituts belegt: 93 Prozent der Befragten gaben damals an, regelmäßig gesundheitsspezifische Informationen aus dem Internet zu beziehen. Eine weitere Studie belegte in der Folge, dass Frauen tendenziell öfter Eigendiagnosen mit Hilfe des World Wide Webs stellen.

Frauensache? Warum gerade weibliche Mitglieder der Gesellschaft einen Hang zu „Digital Medicine“ haben, bleibt umstritten. Jedoch fanden britische Forscher heraus, dass jede zehnte Frau falsche Schlüsse aus den eigenen Recherchen zieht. Zu den häufigsten Fehldiagnosen zählen mit Brustkrebs auf Platz eins und Pilzinfektionen an dritter Stelle typische Frauenkrankheiten.

 

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Foto: Shutterstock

Auch Gynäkologie, Schwangerschaft und Verhütung sind Themen, die häufig im Internet nachrecherchiert werden und zu denen etliche Fehlinfos im Internet kursieren. Dass sich in selbst ausgestellten Befunden häufig Fehler einschleichen, darf indes nur wenig verwundern: Das Netz scheint voll mit unseriösen Quellen, panikmachenden Foren und amateurhaften Einträgen, von denen man sich nur allzu schnell mitreißen lassen kann. Die Folgen reichen von Sorge um das eigene Wohlergehen über selbstverschriebene Therapien bis hin zu schlaflosen Nächten. 

Was viele vergessen: Nicht jedes Wehwehchen ist auch ein Zeichen für gröbere gesundheitliche Mängel. Die meisten Symptome können auf einer breiten Vielzahl von Gründen basieren, von denen längst nicht alle auf ernst zu nehmende Krankheiten hindeuten. Statt sich selbst mit medizinischem Halbwissen aus dem World Wide Web zu belasten, sollte im Falle von Beschwerden besser ärztlicher Rat in Anspruch genommen werden. Auch wenn Suchmaschinen heute eine große Reihe an Fähigkeiten und Tools beweisen – mit einem echten Mediziner kann Dr. Google nicht mithalten.