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Lifestyle | 21.08.2018

Trainingseinheit für unsere grauen Zellen

Alles rund um das Thema Weiterbildung!

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Bild: Shutterstock

Die Gründe, warum wir über eine Weiterbildung nachdenken, können kaum unterschiedlicher sein: Vielleicht träumen Sie schon lange davon, eine Zeit in Spanien zu arbeiten, doch Ihre Spanisch-Kenntnisse sind längst eingerostet. Fotografie war schon immer eines Ihrer liebsten Hobbys und gerne würden Sie neue Techniken und Ideen kennenlernen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Sie sind überzeugt, wenn Sie Ihre Computerkenntnisse auf den neuesten Stand bringen, wird das bei Ihrem Chef nicht unbemerkt bleiben. Oder Sie halten viele Vorträge und möchten endlich nützliche Werkzeuge kennenlernen, wie Sie mit Ihrer Nervosität umgehen können.  

Ein Weg, der sich lohnt. Egal, ob es darum geht, beruflich mehr zu erreichen, eine andere Richtung einzuschlagen oder sich privat zu bilden mit Kursen, Ausbildungen und Seminaren kann auch als Erwachsener, wenn Schule, Lehre oder Studium längst hinter einem liegen, viel erreicht werden. Kaum jemand möchte im Leben stehen bleiben, sondern im Gegenteil: Wir wollen uns weiterentwickeln, vorankommen, neue Talente entdecken und unsere Fähigkeiten erweitern. Die Palette an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen, ist breit und scheint oft auf den ersten Blick undurchsichtig. Wichtig ist, sich im Vorfeld zu überlegen, welche Möglichkeiten wirklich zu Ihnen passen, und herauszufinden, welchen Weg Sie einschlagen müssen. 

Wir haben die wichtigsten Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten, gesammelt und verraten auch, was sich hinter Fachbegriffen wie Webinar, lebenslanges Lernen, Blended Learning oder E-Learning versteckt. 

 

 

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Bild: Shutterstock

Blended Learning

Experten sehen die Zukunft der Weiterbildung im Blended Learning. Dieser Fachbegriff beschreibt eine Mischung aus verschiedenen Lernmethoden wie Training-on-the-job, E-Learning oder Unterricht mit einem Lehrer. Dieser Mix verspricht große Erfolge, da er sowohl eine gewisse Flexibilität mit sich bringt, aber auch die Möglichkeit zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Lernstoff durch Kontakt mit anderen Kollegen oder Vortragenden. 

Lebenslangens Lernen

Lernen soll nicht dem Eintritt ins Erwachsenenalter, mit Abschluss des Studiums oder der Lehre zu Ende sein. Ziel ist es, sich in jedem Lebensalter fortzubilden und sich weiterzuentwickeln: in Schulen, in Weiterbildungseinrichtungen, zu Hause, im Unternehmen oder auch über die Medien. Das Konzept des lebenslangen Lernens prägt seit den 1990er Jahren auch die Bildungspolitiken in der Europäischen Union und den Mitgliedsstaaten und ist dort als wesentlicher Faktor verankert.

E-Learning

E-Learning bietet die Möglichkeit, sich immer und überall weiterzubilden. Auf einer Online-Plattform stehen Unterlagen und häufig auch Videos jederzeit zur Verfügung. Manche Programme bieten auch virtuelle Kurse an, die vom PC aus zuhause oder im Büro verfolgt werden können. Gerade für Unternehmen ist diese Form der Weiterbildung kostensparend und einfach abzuwickeln: Es müssen keine Schulungsräume zur Verfügung gestellt werden, Vortragende müssen nicht anreisen und auch die freie Zeiteinteilung spricht für E-Learning. Allerdings kann hier nur schwer auf den einzelnen Schüler eingegangen werden und auch der Austausch untereinander gestaltet sich schwierig.

Webinar

Ein Webinar ist ein Seminar, das an keinem fixen Ort, sondern im World Wide Web stattfindet. In den meisten Fällen erhalten die Teilnehmer vorab einen Link sowie einen Benutzernamen und ein Passwort. Damit loggen sie sich ortsunabhängig ein und nehmen so an dem Vortrag teil. Genau wie bei einem normalen Seminar gibt es auch hier die Möglichkeit, sich einzubringen und Fragen zu stellen – meist über Webcam und Mikrofon. Viele Webinare bieten auch einen Live-Chat.

 

 

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Wie viel Flexibilität brauche ich? 

 

Mittlerweile finden sich immer mehr verschiedene Kursarten und längst ist es nicht mehr immer notwendig, im Unterricht physisch anwesend zu sein. Sie können an Webinaren im Internet von der Couch aus teilnehmen oder beim E-Learning die notwendigen Unterlagen, wo und wann Sie möchten, einfach auf Ihren PC oder Laptop downloaden. So sind sie zeitlich und örtlich komplett flexibel. Allerdings erfordert Lernen ohne fixe Termine eine äußerst hohe Selbstdisziplin, und viele vermissen auch den Austausch mit Kollegen. Auch wenn es häufig Live-Chats oder Foren gibt, in denen Sie Fragen stellen und über den Stoff diskutieren können, ist es oft einfacher und weniger missverständlich, Probleme oder Herausforderungen offline zu lösen. Entscheiden Sie sich für Kurse mit Anwesenheit, sollten Sie allerdings Folgendes bedenken: Die Kurse finden zu fixen Zeiten statt, an denen Sie anwesend sein müssen. Ist der Kurs in einer anderen Stadt oder gar in einem anderen Land, kostet die Anreise nicht nur zusätzlich Geld, sondern auch Zeit. Außerdem wird im Kurs immer auf das Tempo der gesamten Gruppe eingegangen, Kapitel oder Themenbereiche, mit denen Sie bereits vertraut sind, zu überspringen, ist meist nicht möglich. 

 

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Wieviel Zeit kann und möchte ich wirklich aufbringen? 

 

Eine Ausbildung zu absolvieren benötigt Zeit: Hier geht es nicht nur um die Stunden, die Sie aktiv im Unterricht verbringen, sondern auch Vor- und Nachbereitung sowie eventuelle Gruppenarbeiten, Hausaufgaben, Präsentationen oder ähnliches. Berechnen Sie auch eine etwaige Anfahrt sowie die Heimfahrt, wenn der Kurs nicht in Ihrem Heimatort abgehalten wird. Wenn Sie eine Fortbildung besuchen, sollten Sie auch bereit sein, genünend Zeit zu investieren. Private Verpflichtungen können gerade bei zeitintensiven Weiterbildungen auf der Strecke bleiben. Nicht selten finden geblockte Veranstaltungen an den Wochenenden satt – ausschlafen oder Zeit mit der Familie muss häufig dafür geopfert werden. Erstellen Sie einen genauen Zeitplan, in dem Sie alle Ihre Aktivitäten eintragen und checken, wie viel Zeit Sie für Ihre Ausbildung aufbringen können und möchten.

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Kann ich mir das leisten?

Die Kosten für eine Weiterbildung können unter Umständen erheblich sein, nicht nur deshalb sollten Sie im Vorfeld genau recherchieren, sich informieren und Angebote vergleichen. Gerade, wenn Sie bereit sind, eine große Summe auszugeben, sollten Sie darauf achten, dass die Institution sowie die Ausbildung, die Sie absolvieren möchten, anerkannt ist. Sprechen Sie auch wenn möglich mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Unternehmen haben eigene Weiterbildungsfonds und bieten lernwilligen Mitarbeitern gerne eine finanzielle Stütze, wenn die zusätzliche Ausbildung zum Job passt beziehungsweise auch für das Unternehmen nützlich ist. Außerdem kann es auch helfen, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, da einige Aus- und Weiterbildungen sowie Kosten für Unterlagen und ähnliches unter Umständen von der Steuer abgesetzt werden können. 

Wohin will ich?

Im Dschungel der vielen Weiterbildungsmöglichkeiten kann es leicht passieren, dass Sie den Überblick verlieren. Gerade deshalb ist es wichtig, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen und auf sein Bauchgefühl zu hören. Überlegen Sie sich, was Sie noch erreichen möchten und machen Sie sich im Gegenzug auch klar, was Ihnen gerade im Job wenig oder keinen Spaß bereitet. Denken Sie auch im Vorfeld darüber nach, was Sie sich von der Weiterbildung erhoffen: Neue Chancen am Arbeitsmarkt, eine komplette Neuorientierung, eine Beförderung, nützliche Werkzeuge für Ihren derzeitigen Arbeitsalltag oder einfach nur ein neues Hobby? Gerade, wenn Sie sich jobtechnisch bessere Chance erhoffen, sollten Sie genau prüfen, wie angesehen die Fortbildung ist und ob Sie beispielsweise mit Diplom oder Zeugnis abschließen. Wer genau weiß, wohin er will, findet sich in den Angeboten besser zurecht und minimiert die Chance, im Nachhinein über ausbleibende Resultate enttäuscht zu sein.

 

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