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Lifestyle | 12.06.2018

Living in: Scandinavia

Minimalistisch, rein, schnörkellos: Skandinavisches Design hat sich als puristische Stilikone auf der ganzen Welt manifestiert, bedeutet aber nicht zwangsläufig das Ende von Farbe und Gemütlichkeit. Im Gegenteil!

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Foto: Shutterstock

Skandinavien geht immer. Vor Ort und im Wohnzimmer. Wer viel Wert auf Geradlinigkeit legt, ohne dabei Kompromisse bei der Raffinesse machen zu wollen, hat sich wahrscheinlich bereits instinktiv und ohne es zu wissen am nordischen Wohnstil orientiert. Die, die noch immer ratlos durch IKEA streifen, winken wir im Folgenden mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl in Richtung Norden.

 

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Falsch verstanden. Sie denken beim Scandi-Style an cleanen Minimalismus? Damit liegen Sie wie der Großteil der Bevölkerung falsch. Auch im Norden mag man es verspielt. Teppiche, Vorhänge, Pölster: Solange Muster nicht überladen sind und Farben sich nicht gegenseitig erschlagen, freut sich auch der patriotischste Schwede über ein paar gezielte Eyecatcher. Wände werden einfarbig gestrichen oder dezent tapeziert (dazu später mehr). Fantastisk!

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Schön moody. Getreu den diesjährigen Farbtrends kommen an den Wänden immer öfter Blau- und Grüntöne zum Einsatz. Der Hang zu Nicht-Farben lässt sich trotz allem nicht übersehen. In Kombination ergeben sich aber durchaus interessante und ästhetische Farbwelten,  die – sofern sich die Nuancen bei den Schon-Farben auf den dunkleren Bereich beschränken – für mystische und warme Wohnräume sorgen. Bei den Accessoires wie Möbeln und Deko kommt es dann auf die richtigen Materialien an: Holz und Metall. 

 

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Back to nature. Je früher es draußen dunkel wird, umso heller muss es drinnen sein. Es verwundert folglich kaum, dass skandinavisches Interieur häufig hell und relativ unspektakulär daherkommt. Nordische Hersteller arbeiten deshalb vorzugsweise mit Holz und weißen Hochglanzmöbeln, brechen die Reduziertheit dann aber mit Textilien (gerne Leinen) und Fellen auf, um es nicht zu kühl wirken zu lassen. Ein Hauch Natur-Feeling entsteht durch lange Schnittblumen oder frische Grünpflanzen in allen Varianten.

 

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Einmal Vintage, bitte. Am Ende kommt es auch im Norden vor allem auf eines an: auf die richtige Dosis Gemütlichkeit. Gerade weil man es dort gern „hygge“ mag, empfiehlt sich ein Ausflug auf Dachboden und oder Keller. Etwaige Antiquitäten beglücken nämlich nicht nur das nostalgische Sammlerherz, sondern auch das Raumklima. Alte Erbstücke oder längst Vergessenes verleihen in jedem Fall individuellen Charakter und können auch im Zusammenhang mit unkonventionellen Lösungen viel Gutes für das Auge tun.

 

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Weniger geschichtsträchtig, dafür naturverbundener sind Boten aus dem grünen Bereich: Kombiniert mit modernen Möbeln, verwandeln sich beispielsweise rustikale Baumstümpfe schlussendlich noch in funktionale Blickfänger. Sie wissen nicht so recht, wohin mit dem Fellteppich? Schön drapiert vor minimalistischem Interieur entstehen neue Wohlfühlsynergien.

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Unser Tipp: Der Tapetenhersteller Boråstapeter widmete erst kürzlich der dänischen Design-Ikone Arne Jacobsen eine gesamte Kollektion. Diese verbindet dessen rigide Aufteilung von strengen und organischen Welten.  Geometrische Formen wie Dreiecke und Halbkreise verschmelzen zu langen, logischen Ketten, die sich aber nicht durch genaue Technik auszeichnen: Fließende Formgebung und lebhafte Linien stehen im Mittelpunkt. Farblich sind die Tapeten dafür eher schüchtern. Wer sich über Möbel und Accessoires hinaustraut und seinen Wänden mehr Leben einhauchen will, macht mit diesen klassischen Tapetendesigns alles richtig.