Loading…
Du befindest dich hier: Home | Fashion

Fashion | 01.02.2018

Berlin Calling

Wie üblich hat sich Berlin auch 2018 kurz nach der Jahreswende der großen Sache „Fashion Week“ verschrieben. Mittendrin: die Tiroler Designerin Rebekka Ruétz, die mit uns exklusiv über ihre aktuelle Kollektion „Riots Daughter“ gesprochen hat.

Bild rebekkaruetz_Runway_HW18_HPR_27.JPG
(© Getty)

Seit Jahren ist sie nicht mehr aus der Tiroler Modeszene wegzudenken: Rebekka  Ruétz hat es geschafft – die gebürtige Fisserin zählt heute zu den Top-Designern des Landes und wird für ihre vielseitigen Kollektionen international mit Lob überschüttet. Wir haben die junge Fashion-Virtuosin nach ihrer Runway-Show auf der Berliner Fashion Week Ende Jänner zum Gespräch getroffen und die aufregenden Tage in der Modemetropole Revue passieren lassen.

TIROLERIN: Wie lange haben Sie sich auf die vergangenen Tage in Berlin vorbereitet?

Rebekka  Ruétz: Ich folge in meinen Vorbereitungen jedes Jahr demselben Ablauf. Im September besuche ich jedes Jahr eine Stoffmesse. Mit der aktiven Arbeit geht es dann in der Regel im Oktober los, wenn ich mich mit meiner Schnittdirektrice bespreche und wir uns daran machen, erste Silhouetten zu entwerfen. Der ganze Prozess läuft etwas parallel, sodass wir normalerweise Mitte Dezember mit der Kollektion fertig sind.


Wonach wählen Sie die Stoffe, die Sie später verarbeiten, aus? Haben Sie in der Regel schon vor dem Einkauf ein Konzept, nach dem Sie die Ware aussuchen?

Meistens gibt es schon vorher ein Thema, auf das ich mich später konzentrieren will. Eine Grundstimmung, wie die Kollektion später aussehen soll, sozusagen. Dieses Mal wollte ich aber auch unbedingt ein paar richtig ausgefallene Lieblingsteile kreieren, die man keiner einheitlichen Richtung zuschreiben kann. Ich hatte einfach mal wieder Lust, etwas Neues zu schaffen, ohne mich auf einen speziellen Stil einzulassen. Das Ergebnis ist eine Sammlung cooler, schriller Statement-Kleidungsstücke.

 

Bild rebekkaruetz_Runway_HW18_HPR_182.JPG
(© Getty)

Die trotzdem mit dem Trend gehen?

Schon, ja. Generell achte ich bei meiner Arbeit immer auf den aktuellen Zeitgeist der Modeindustrie. Trends sind wichtig, „Ins and Outs“ essentiell für meine Arbeit. Allerdings muss ich dazu sagen, dass Fashionbewegungen heute sehr breitschichtig ausfallen. Mit dem Trend de jour gehen ist deswegen recht einfach.  


Wie würden Sie Ihre aktuelle Kollektion beschreiben?

Grundsätzlich bin ich meiner Schaffensweise auch diesmal treu geblieben. Weite Silhouetten und feminine Schnitte, gepaart mit typischer Streetwear à la „You know you want it“. Das Ergebnis ist ein bunter Mix, so wie ich es mag.


War es Ihnen immer schon wichtig, einen Brückenschlag zwischen frecher Streetwear und außergewöhnlicher Prêt-à-porter zu kreieren?

Diese Mischung hat sich ehrlich gesagt erst mit der Vorjahreskollektion ergeben und ist auch diese Saison wieder ein Riesenthema. Das soll allerdings keinen Anspruch an die Zukunft darstellen. Nächstes Jahr könnte das alles schon wieder vollkommen anders aussehen. Jede Kollektion hat ihre eigene Richtung und eine spezielle Aussage. Deswegen lege ich mich auch ungerne auf klare Linien fest. 

Bild rebekkaruetz_Runway_HW18_HPR_147.JPG
(© Getty)