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Fashion | 06.01.2017

Ich fühle mich wie Diors Kurator

Designerin Maria Grazia Chiuri will Klassiker für die moderne Frau neu aufarbeiten.

Maria Grazia Chiuri: Ich fühle mich wie Diors Kurator (© GAT Images/Cover Images)
Maria Grazia Chiuri: Ich fühle mich wie Diors Kurator (© GAT Images/Cover Images)

Maria Grazia Chiuri will Dior nach vorne bringen.

Die italienische Designerin wurde im Juli 2016 zum ersten weiblichen Kreativdirektor des französischen Modehauses ernannt. Dafür verließ sie Valentino und damit auch ihren langjährigen Freund und Kreativpartner Pierpaolo Piccioli nach 17 Jahren. Das sollte sich auch lohnen - ihre erste Schau für Dior auf der Paris Fashion Week im September bestach durch feminine Looks.

"Mein Denkansatz, den ich beschlossen habe, ist wie ein Kurator eines Museums zu sein", schilderte Chiuri dem britischen 'Telegraph'. "Du nimmst, was du an diesem Erbe magst, und gleichzeitig gibst du deine Sichtweise hinzu und vermischt es mit deiner Version der Zukunft. Ich will mit der neuen Generation von Frauen kommunizieren. Ich will diese Marke weiterbringen."

Denn Chiuri erinnert sich: Als sie das erste Mal mit Dior sprach, erklärte man ihr, es sei ein weibliches Modehaus. "Ok, aber was meint das jetzt?", fragte sich die Designerin. "Weil manchmal, wenn du das sagst, denkst du an die Vergangenheit, an die 1950er. In meinem Kopf müssen wir, wenn wir eine feminine Marke sein wollen, mit den Frauen in einen Dialog treten. Es geht nicht darum, eine Silhouette zu beschreiben. Es ist eine Botschaft, die eine Beziehung zu ihnen transportiert. Du willst ihnen nichts auferlegen, aber ihnen helfen - wie Mr. Dior sagte - glücklich sein. Schön sein und glücklich sein", so Maria Grazia Chiuri.

© covermg.com

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