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Events | 18.05.2022

Aus der Traum: Österreich nicht beim ESC

Es ist offiziell: Mit großen Hoffnungen ist Österreich beim Halbfinale des Eurovision Song Contest angetreten. Mit dem Duo DJ LUM!X und Pia Maria sollte „Halo“ den Einzug ins Finale schaffen, doch der Traum vom möglichen Sieg ist geplatzt: Am 10. Mai schied der Beitrag aus dem ersten Halbfinale aus.

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Foto: pixabay.com

 

Das war’s! Mit großen Hoffnungen trat DJ LUM!X mit Pia Maria am vergangenen Donnerstag zum Halbfinale in Turin an. Die coole Dance-Nummer sollte nach zwei erfolglosen Jahren wieder Glamour und Glanz in die Heimat von Mozart bringen. Allerdings platzte das Vorhaben und die Befürchtungen der Buchmacher bestätigten sich: Ein weites Vorankommen im Wettbewerb war für „Halo“ nicht vorgesehen.

Der Musikproduzent LUM!X und Sängerin Pia Maria konnten die fehlenden Erfolge, die seit zwei Jahren Österreich begleiten, nicht durchbrechen. Vincent Bueno musste im Jahr 2020 und 2021 vor der harten Konkurrenz kapitulieren und konnte mit seinem göttlichen „Amen“ kaum Zuspruch finden. Offensichtlich ist das Thema des göttlichen Glaubens in ESC-Songs keine sichere Bank mehr.

Außenseiter im Balladenfeld

Grund für den frühzeitigen Ausschied kann auch das ungewöhnlich balladenlastige Teilnehmerumfeld gewesen sein, wie DerStandard berichtet. Niederlande, Armenien, Portugal oder Island präsentierten sich mit ruhigen Beiträgen, die für ruhige Momente sorgten. Dass die Dance-Nummer in diesem Rahmen auffiel, war unbestritten. Am Ende machten die anderen Länder das Rennen und schickten Österreich ins Abseits.

Seit Conchita Wurst 2014 den Eurovision Song Contest mit „Rise Like A Phoenix“ gewann, konnte kein österreichischer Künstler ein ähnliches Ergebnis in dem internationalen Wettbewerb verbuchen. Eine Umfrage im Betway Casino-Blog ergab außerdem, dass sich Conchita Wurst mit ihrem James Bond-Sound-inspirierten Song als beliebtester Song mit 67,1 % vor allen anderen Beiträge Österreichs an die Spitze steht. Die Hymne der LGBTQ-Community setzte 2014 – und noch heute – ein Zeichen für mehr Toleranz und Zusammenhalt. Kein Wunder, dass die ehrlichen Zeilen des Songs treffender denn je sind.

Favoritenrolle Ukraine

Dänemark, Lettland, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Albanien und Österreich: Sieben Länder mussten sich aus dem Wettbewerb verabschieden und erhöhen die Chancen der restlichen Länder auf den Sieg, die noch um den Einzug ins Finale kämpfen oder bereits feststehen, wie RP Online berichtet. Hier sind sich die Experten noch uneinig, wer im zweiten Halbfinale das begehrte Ticket für die große Show am 14. Mai erhält. Im Fokus der Buchmacher steht der ukrainische Beitrag Kalush Orchestra, die mit ihrem Song „Stefania“ Folklore und moderne Musikgenres gekonnt mixen. Ungewöhnlich, dem ESC entsprechend und mit ausgefallenen Kostümen.

 

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Foto: pixabay.com

Vielleicht hätte Österreich mehr Mut beweisen und keine sicheren Wege bestreiten sollen. Die Zeit der glatt produzierten Tunes und tanzbaren Beats ist seit „Euphoria“ aus dem Jahre 2012 vorbei. Damals kassierte Loreen den Sieg für Schweden. Schon der deutsche Beitrag Cascada, die sich weltweit als erfolgreiches Dance-Projekt etabliert hatten, mussten diese Lektion bereits ein Jahr später lernen. Ihr „Glorious“ versank in der Mittelmäßigkeit und wurde mit nur insgesamt 18 Punkten vom Publikum bestraft. Mehr wagen, weniger analysieren: Für den Eurovision Song Contest gelten besondere Regeln, die Österreich das kommende Jahr noch einmal studieren sollte. Die Hoffnung, dass es irgendwann wieder mit einem Sieg klappen könnte, sind immer noch vorhanden.