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Beauty | 09.03.2018

Es grünt so grün ...

... im Kosmetikdschungel rund um die Kassenschlager „vegan“, „bio“ und „organisch“. Wir haben das Begriffe-Wirr-Warr für Sie genauer unter die Lupe genommen.

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(© Shutterstock)

Seit Jahren boomt der Trend rund um organische, naturbelassene Kosmetik. Die Auswahl an Produkten – heute größer denn je. Zahlreiche Hersteller werben mit natürlichen Inhaltsstoffen und überfluten den Markt mit einer breiten Auswahl verschiedener Kosmetika. Im „grünen Dschungel der Schönheitsindustie“ den Überblick bewahren? Oft gar nicht so einfach.

Vorsicht vor Labelling. Streckt man seine Fühler erst einmal nach nachhaltigen, natürlichen Alternativen zu herkömmlichen Kosmetikartikeln aus, sieht man sich plötzlich mit einer ganzen Reihe verschiedener Begriffe und Versprechen konfrontiert. Dabei ist Vorsicht geboten, denn nicht alles, was auf den ersten Blick gut klingt, hält auch tatsächlich, was es verspricht. Labelling hat eine trügerische Seite, von der sich Verbraucher nur allzu gerne täuschen lassen. Die Industrie betreibt gezieltes „Green Washing“, um Verbraucher zu ködern. Beispielsweise versprechen Produkte, die mit dem Slogan „Kosmetik ohne ...“ werben, auf Parabene, Silikone und ähnliches zu verzichten, garantieren aber keineswegs stattdessen nicht auf ebenso schädliche Ersatzzusatzstoffe zurückzugreifen.

Vegane Vielfalt. Sicherer darf man sich da bei der Kennzeichnung „vegan“ sein. Produkte mit diesem Label enthalten mit 100-prozentiger Sicherheit weder Inhaltsstoffe tierischer Herkunft noch wurden sie an Tieren getestet. Das soll allerdings noch lange nicht heißen, dass vegane Kosmetika einen rein natürlichen Ursprung haben. Wie konventionelle Beautyprodukte enthalten sie in den meisten Fällen synthetische und chemische Stoffe. Vegane Pflegeserien eignen sich deswegen auch nicht zwingend für Menschen, die ihrem Körper mit der Kraft der Natur etwas Gutes tun wollen. Wohl aber für alle, welche die Welt ein kleines bisschen besser machen möchten, indem sie auf tierische Produkte verzichten.
Halbe Sache. Nicht ganz natürlich, aber mit weniger synthetischen Stoffen als die meisten anderen Produkte ist die Pflanzenkosmetik. Der Begriff bedeutet, dass mit diesem Label gekennzeichnete Produkte sowohl Stoffe aus der Natur als auch Substanzen aus der Chemie enthalten. Pflanzliche Zusätze wie ätherische Öle machen jedoch oftmals leider nur einen geringen Teil der Wirkstoffe aus.


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Nature’s Best.  Naturkosmetik hat im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte. Erstmals tauchte der Begriff nämlich schon im 18. Jahrhundert auf. Von Frankreich aus war die „pflanzliche Alternative“ auf dem Vormarsch und feierte vor allem in den letzten Jahrzehnten rasante Entwicklungen. Aber Vorsicht: Naturkosmetik ist keine geschützte Bezeichnung. Wenn keine vertrauenswürdige Kennzeichnung durch ein Siegel vorliegt, können die Bestandteile natürlicher Rohstoffe im Produkt sehr spärlich ausfallen. Aber auch mit sicherer Kennzeichnung verpflichten sich Hersteller von Naturkosmetik lediglich dazu, einen vorgeschriebenen Prozentsatz der enthaltenen Substanzen aus natürlichen Quellen zu beziehen. Rein pflanzlich sind die jeweiligen Produkte also selbst mit Siegeln kaum.

B für bio. Definitiv lobenswert: Wer darauf achtet, Produkte aus zertifizierter biologischer Landwirtschaft zu kaufen, darf sich selbst guten Gewissens als kleiner Weltenverbesserer bezeichnen.  Allerdings ist der Bestandteil biologischer Inhaltsstoffe stark vom jeweiligen Zertifikat abhängig. Bestimmte Kennzeichnungen verlangen nur einen geringen Anteil verifizierter Rohstoffe. Andere, wie Bio Austria, garantieren, dass der geforderte Bio-Anteil in den Produkten bei rund 95 Prozent liegt.

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