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Beauty | 24.04.2019

Haarausfall bei Frauen

Stress und Krankheit sind die häufigsten Ursachen.

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Langes, gepflegtes, glänzendes Haar ist nicht nur ein Schönheitsideal, sondern steht auch für einen gesunden Menschen. Doch auch diese Haarpracht könnte leiden – unter Diäten, Mangelzuständen, Stress, Veränderungen im Hormonhaushalt oder anderen Gründen, die zu Haarausfall bei Frauen führen. © pixabay

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Haare auf dem Kopf

Ein Mensch hat im Schnitt fünf Millionen Haarfollikel, die sich über den ganzen Körper verteilen und für den Haarwuchs verantwortlich sind. Etwa ein Fünftel dieser Haarfollikel, also etwa eine Million, befindet sich am Kopf. Jedes dieser Haarfollikel kann durchschnittlich 30 Lebenszyklen durchlaufen. Am Kopf liegt die durchschnittliche Haarmenge zwischen 80.000 und 150.000 Haaren, was umgerechnet bedeutet, dass sich 180 bis 330 Haare auf nur einen Quadratzentimeter quetschen.

Jedes dieser Haare durchläuft vier Phasen:

  • Die Wachstumsphase kann zwei bis sechs Jahre andauernd. Diese Phase wird auch als Anagenphase bezeichnet. Zeitgleich befinden sich zwischen 80 und 90 Prozent der Haare auf dem Kopf in dieser Wachstumsphase. Monatlich wächst ein Haar im Schnitt einen Zentimeter.
  • Nach der Wachstumsphase folgt eine kurze Übergangsphase, die sogenannte Katagenphase.
  • Die Ruhephase, die im Fachjargon auch als Telogenphase bezeichnet wird, dauert zwei bis vier Monate. Zeitgleich befinden sich zwischen zehn und 20 Prozent der Kopfhaare in dieser letzten Lebensphase.
  • Nach der Ruhephase fallen die Haare aus. Das Verblüffende daran ist, dass ein durchschnittlicher Haarausfall von täglich 100 Haaren vollkommen normal ist. Pro Haarwäsche verabschieden sich durchschnittlich sogar 300 Haare vom Kopf.

Diese Richtwerte erlauben auch die Schlussfolgerung: Übersteigt der Haarausfall bei Frauen die Zahl von 100 Haaren täglich, spricht der Mediziner von Effluvium.

Haarausfall bei Frauen. Das sind die verschiedenen Arten

Beim diffusen Haarausfall ist der reguläre Lebenszyklus eines Haares gestört. Das Beiwort „diffus“ bedeutet, dass der Haarausfall nicht punktuell erscheint, sondern am ganzen Kopf auftritt. Sichtbar wird der diffuse Haarausfall bei Frauen vor allem deswegen, weil das Haar an Fülle verliert und die Kopfhaut sichtbar wird.

Ganz häufig ist der diffuse Haarausfall die Folge einer Störung im Körper: Schuppenflechte, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, TBC und Darmerkrankungen können Auslöser des diffusen Haarausfalls sein. Auch Mangelzustände, Diäten, Stress, hormonelle Veränderungen und Medikamente können diffusen Haarausfall bedingen.

 

 

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Ein Pferdeschwanz ist zwar praktisch, aber auch der häufigste Grund für mechanischen Haarausfall. Dabei handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um Haarausfall, der extern bedingt wird. ©pixabay

Die Gründe für Haarausfall könnten unterschiedlicher nicht sein. Welche weiteren Arten von Haarausfall in der Praxis bereits diagnostiziert wurden, verrät die folgende Aufstellung:

  • Erblich bedingter Haarausfall. Diese Form des Haarausfalls betrifft nur rund ein Viertel der Frauen und 80 Prozent der Männer. Grund für den erblich bedingten Haarausfall sind die Haarfollikel, die im Alter zunehmend verkümmern. Geheimratsecken sind das erste Indiz für erblich bedingten Haarausfall.

 

  • Kreisrunder Haarausfall. Diese Form des Haarausfalls lässt sich an ihrer Form erkennen, denn die Haare gehen nicht am ganzen Kopf aus, sondern an einzelnen Stellen – und zwar in kreisrunder Form. Ursache für diese kreisrunden, kahlen Stellen, die mit drei bis vier Zentimetern Durchmesser auch gut sichtbar sind, ist eine Erkrankung der Haut, eine Autoimmunreaktion.

 

  • Mechanischer Haarausfall. Der mechanische Haarausfall wird im Fachjargon als Alopecia Mechanis bezeichnet, ist aber keine Erkrankung. Ist die Rede vom mechanischen Haarausfall, dann impliziert diese „Diagnose“ auch, dass beispielsweise die falsche Frisur zum Haarausfall geführt haben könnte, weil sie die Haare über die Maßen belastet hat. Auch massive Styling-Attacken mit Kreppeisen und Co.können das Haar schädigen. Die Traktionsalopezie ist die häufigste Form des mechanischen Haarausfalls. Sie resultiert aus zu schweren Extensions oder Rastazöpfen sowie einem ständig sehr streng gebundenen Pferdeschwanz. Die Trichotillomanie hingegen ist die Bezeichnung für eine Erkrankung der Psyche, bei der die Betroffenen sich die Haare ausreißen.
  • Vernarbender Haarausfall. Bei dieser Form des Haarausfalls entzünden sich die Haarfollikel und vernarben. Das bedeutet auch, dass nach dem Haarausfall auf dem vernarbten Gewebe keine neuen Haare mehr wachsen können.

Gegen Haarausfall bei Frauen hilft die Haartransplantation

Je nach individuellem Befund kann die Haartransplantation bei Frauen die beste Lösung sein, um langfristig wieder dichtes, gesundes und glänzendes Haar zu erhalten. Für die Haartransplantation spricht das Argument, dass diese Maßnahme vergleichsweise einfach durchzuführen ist, schmerzfrei ist und häufig sogar ohne Rasur der übrigen Haarpracht auskommt. Denkbar ist auch, die Haartransplantation in Kombination mit anderen Methoden zu kombinieren. Möglich sind Therapieansätze wie die Softlasertherapie, die Sauerstofftherapie, die Mesohair-Therapie sowie die Haarpigmentierung, das Microneedling oder die PRP-Behandlung.