Loading…
Du befindest dich hier: Home | Beauty

Beauty | 17.05.2021

1x1 der Hautpflege

Wie wir unsere Hautpflegeroutine finden – und behalten.

Bild 2105_T_Beauty_Hautpflege3.jpg
Shutterstock

Zugegeben: Auch wir sind manchmal überfordert, wenn wir einen Drogeriemarkt betreten. Wie soll man zwischen all den unzähligen Cremes, Seren, Lotionen und Wässerchen auch wissen, was das richtige Produkt für die eigene Haut ist? Noch dazu sind die Versprechungen nahezu ebenso groß wie das Sortiment: „Anti-Aging“, „Anti-Rötungen“, „Anti-Glanz“ ... Und dann kommt noch die liebe Kollegin, die strahlenden Teints „an meine Haut kommt nur Wasser und Seife“ proklamiert – und uns schuldig in den prall gefüllten Drogerie-Einkaufskorb blicken lässt.

Individuell.

Die frustrierende Wahrheit ist: Es gibt nicht die richtige Routine. Denn jede Haut ist anders, hat einen anderen Charakter und andere Bedürfnisse. Nichtsdestotrotz gibt es einige Pflegegrundlagen und tolle Wirkstoffe, von denen jeder Hauttyp profitieren kann. In unserer neuen Serie „Wirkstoff-ABC“ werden wir Ihnen monatlich einen davon vorstellen. Doch gehen wir erstmal einen Schritt zurück.

Daily business.

Denn um all die Vitamine, Säuren und Pflegewirkstoffe effizient anwenden zu können, braucht es zunächst einen entsprechenden Rahmen: die Hautpflegeroutine. Sie sollte zum Tagesablauf gehören wie Zähneputzen – und zwar morgens und abends. Immerhin ist die Haut unser größtes Organ, das wir rund um die Uhr präsentieren. Daher verdient sie unseren ganzen Respekt – ganz abgesehen davon, dass sie uns ein wenig tägliche Aufmerksamkeit durchaus danken wird.

Effizienzfrage.

Allerdings klingt schon der Begriff „Hautpflegeroutine“ erstmal nach Arbeit – und schreckt daher wahrscheinlich viele schon von vornherein ab. Klar, dass man nicht jeden Tag die Zeit für ein Zehn-Schritte-Programm hat – muss man ja auch nicht. Die gute Nachricht: Viele Pflegeprodukte sind ohnehin eher Nice-to-haves anstatt Must-haves. Wer also keine Freude an aufwändigen Ritualen hat, darf sich ruhig auf das Notwendige beschränken: reinigen, behandeln, mit Feuchtigkeit versorgen und schützen. Das Ganze dauert keine fünf Minuten – und hat somit in jeder Alltagsroutine Platz.

 

Bild 2105_T_Beauty_Hautpflege1.jpg
Shutterstock

Just clean it.

Die Gesichtswäsche sollte nie ausgelassen werden, wenngleich Wasser morgens meist genügt. Weil sich untertags aber jede Menge Talg, Schmutz und Make-up-Reste auf der Haut absetzen, ist die gründliche Reinigung abends besonders wichtig. Feuchttücher sind hierfür übrigens weniger geeignet, weil sie meist stark parfumiert sind und die Haut irritieren können. Generell gilt es, Duftstoffe stets zu vermeiden, da sie ein hohes Reizpotenzial haben und nichts für die Haut tun, sondern nur für die Nase. Etwas milder Reinigungsbalsam oder -milch sind die richtige Wahl: Diese massieren wir für circa 30 Sekunden in das Gesicht ein und spülen sie anschließend mit lauwarmem Wasser ab.

Zielgerichtet.

Ist das Gesicht gereinigt, können wir unsere Haut in Form eines Serums mit besonderen Wirkstoffen versorgen – und dabei spezifischen Hautproblemen entgegenwirken: Manche Seren wirken gegen große Poren und Pickel, andere gegen Pigmentflecken, Falten oder trockene Haut. Natürlich gibt es auch Seren, die gleich mehrere Wirkstoffe kombinieren. Was alle gemeinsam haben, ist eine feine Textur, die rasch in die Haut einzieht. Davon geben wir zwei, drei Tropfen auf die Fingerspitzen und massieren sie ins Gesicht ein. Augenpartie nicht vergessen! Seren können sowohl morgens als auch abends aufgetragen werden, wobei sich antioxidative Wirkstoffe wie Vitamin C oder Azelainsäure besonders für die Anwendung in der Früh eignen.

Hydrieren.

Nach dem Serum kommt die Feuchtigkeitscreme an die Reihe. Sie verleiht der Haut ein pralleres, frischeres Aussehen und sollte übrigens auch bei öliger Haut keinesfalls ausgelassen werden: Das würde die Ölproduktion nämlich nur noch mehr anregen. Die enthaltenen Wirkstoffe sind hierbei weniger von Relevanz, da Feuchtigkeitscremes diese meist nur in einer sehr geringen – und somit unwirksamen – Dosis enthalten. Vielmehr sollte die Creme danach ausgewählt werden, wie sie sich auf der Haut anfühlt und ob sie als Make-up-Grundlage geeignet ist. Abends darf auch gerne zu einer reichhaltigen Nachtcreme oder einem Gesichtsöl gegriffen werden: Einfach ein paar Tropfen in der Hand erwärmen und in kreisenden Bewegungen in Gesicht und Hals einmassieren.

 

Bild 2105_T_Beauty_Hautpflege8.jpg
Shutterstock

Schützen.

Wir können es nicht oft genug wiederholen: Der tägliche Sonnenschutz ist unverzichtbar, auch an bewölkten Tagen. Immerhin werden 80 Prozent der sichtbaren Alterungserscheinungen unserer Haut durch UV-Strahlung verursacht! Der Schutzfaktor sollte mindestens 30 betragen, alles darunter ist zu wenig – insbesondere im Frühling, Sommer und Herbst. Mittlerweile gibt es unzählige leichte Texturen, die schnell einziehen und keinen störenden Fettfilm mehr hinterlassen. Neben modernen UV-Filtern und einer milden, parfumfreien Formulierung ist auch hier das Tragegefühl ausschlaggebend: Was sich gut auf Ihrer Haut anfühlt, werden Sie letztlich auch gerne jeden Tag tragen.

Peel me.

Wer von Unreinheiten, Mitessern oder Verhornungen geplagt ist, sollte zwei bis dreimal wöchentlich chemische Peelings in die Pflege einplanen – beispielsweise ein Fruchtsäure-, Enzym- oder Salicylsäure-Peeling, das direkt nach der Reinigung zum Einsatz kommt. Der Begriff „Säure“ klingt zwar erstmal abschreckend, aber keine Angst: Es handelt sich dabei um natürliche Säuren, die so stark verdünnt werden, dass sie keinen Schaden anrichten können. Dennoch sollten chemische Peelings nur langsam in die Pflegeroutine integriert werden, da sich die Haut erstmal daran gewöhnen muss. Doch die Geduld lohnt sich: Immerhin können sie abgestorbene Hautschüppchen schonend entfernen, Pickeln vorbeugen und einem stumpfen Teint neue Strahlkraft verleihen.

Kann man sich sparen.

Neben der Basispflege gibt es noch zahlreiche Extras, die sich zwar großer Beliebtheit erfreuen, in einer Basis-Pflegeroutine aber nicht unbedingt notwendig sind. Eine Augencreme etwa können Sie sich durchaus sparen, weil die Haut um die Augen grundsätzlich keine anderen Bedürfnisse hat als die restliche Gesichtshaut. Gleiches gilt für Gesichtswasser: Wer es mag, kann es vor dem Serum verwenden – seine Wirkung ist allerdings enden wollend, da es sich dabei meist tatsächlich nur um beduftetes Wasser handelt. Nichtsdestotrotz gilt: Hautpflege soll kein Zwang sein, sondern vor allem Spaß machen – und sobald die ersten positiven Effekte sichtbar werden, kommt der ganz von selbst. Versprochen!