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Beauty | 20.06.2019

Von der Sonne geküsst

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Foto: Shutterstock

Sobald die Sonne aufgeht, hinter den Wolken hervorscheint oder nach grauen Regentagen endlich wieder vom blauen Himmel strahlt, steigen Laune und Lebensfreude. Als Energiequelle und Lebensspender sorgt der heiße Riese für Glücksgefühle und belebt Körper, Geist und Psyche sowie die Natur. Die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts regen den Stoffwechsel an, stimulieren die Abwehrkräfte, senken Blutdruck sowie Cholesterinspiegel und tragen dazu bei, dass das Sonnenhormon Vitamin D gebildet wird. Doch neben den zahlreichen positiven Eigenschaften, die der große Stern am Himmelszelt auf unser geistiges und körperliches Wohlbefinden hat, dürfen die Gefahren der Sonnenstrahlen nicht unterschätzt werden. Besonders im Frühling nach den kalten Wintermonaten, wenn wir die ersten Male draußen unterwegs sind und unsere Haut noch nicht an die stärker werdende Sonne gewöhnt ist, muss das Sonnenbrandrisiko nochmal ins Bewusstsein gerufen werden.

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Mit entsprechender Vorsorge lässt sich der Aufenthalt in der Sonne genießen. (Foto: Shutterstock)

Unsichtbare Gefahr. Die ultraviolette Strahlung im Spektrum des Sonnenlichts ist für das menschliche Auge nicht sichtbar und wird aus diesem Grund oftmals unterschätzt. Vor den UVA- und UVB-Strahlen, die gemeinsam mit den UVC-Strahlen das ABC des natürlichen Sonnenlichts bilden, gilt es, seine Haut zu schützen. Der sichtbarste und direkteste Schaden, der durch UV-Licht hervorgerufen wird, ist der Sonnenbrand. Diese akute Verbrennung, die unsere Haut krebsrot werden und wie Feuer brennen lässt, meist äußerst schmerzhaft ist und manchmal sogar Blasen wirft, gilt als größter Risikofaktor für Hautkrebs, beschleunigt die Hautalterung und fügt der Haut unwiderruflichen Schaden zu. Faltenbildung, Schlaffheit und Pigmentstörungen sind die Langzeitschäden, die durch jahrelanges und intensives Einwirken der Sonnenstrahlen auf die Haut entstehen. Dabei verursachen die UVA-Strahlen Alterung und Allergien und die UVB-Strahlen Verbrennungen und Bräunung der Haut.

 

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Foto: Shutterstock

Typgerecht. Die starke Strahlungsintensität der Sonne und eine übermäßige UV-Belastung sind für alle Menschen unabhängig vom Hauttyp zu beachten. Allgemeine Angaben zum Sonnenbrandrisiko sind dabei jedoch schwierig zu treffen, da der Sonnenschutz individuell auf die Person und die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden muss. Zu berücksichtigen sind dabei stets Hauttyp und Krankheitsgeschichte sowie Tageszeit, Sonnenstand, geografische Lage und Umgebung. Von den sechs von Dermatologen unterschiedenen Hauttypen ist besonders bei Typ 1, dem keltischen Hauttyp mit sehr heller und extrem empfindlicher Haut sowie bei Typ 2, dem nordischen Typ mit heller und empfindlicher Haut, die Eigenschutzzeit der Haut gering. Die Schutzmaßnahmen durch Sonnencreme sollten dementsprechend hoch gewählt werden. Generell kann als Richtschnur für den Sonnenschutz der Grundsatz gelten: je heller die Haut, desto höher der Lichtschutzfaktor (LSF). Dabei sollten die Sonnenschutzprodukte neben LSF auch vor beiden UV-Strahlen, also A und B, schützen.

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Die Pflege vor und nach dem Sonnenbad ist das Um und Auf für ein langanhaltendes Sommer-Feeling. (Foto: Shutterstock)

Sommer, Sonne, Schutzmaßnahmen! Sobald die Kleidung, die uns zusätzlich Schutz vor der UV-Strahlung bietet, mit den steigenden Temperaturen weniger und kürzer wird, wird die Verwendung von Sonnenschutzmitteln zur Pflicht. Ob beim Sonnenbaden am See, im Schwimmbad, im eigenen Garten oder in südlicheren Gefilden am Meer sowie bei allen aktiven Unternehmungen im Freien  bei einem Aufenthalt in der Sonne benötigen die unbedeckten Stellen unserer Haut ausreichend Schutz und intensive Pflege. Den zum Hauttyp passenden LSF ausgewählt, stellt sich bei der großen Auswahl an Sonnenschutzprodukten, die in den Drogeriemärkten und Apotheken zu finden ist, die Frage: die klassische Creme oder doch lieber Spray oder Öl? Da Lichtschutzfaktor, UVA-Schutz und Wasserfestigkeit nach international gültigen Normen festgelegt werden und alle Produkte diese zu erfüllen haben, bieten alle Produktarten dieselbe Schutzwirkung. Der einzige Unterschied liegt in der Beschaffenheit und Formulierung des Produkts sowie dem persönlichen Geschmack für die Konsistenz des Sonnenschutzmittels.

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Foto: Shutterstock

Dick aufgetragen. Bevor man sich auf den Weg ins Freie und in die Sonne macht, ist es empfehlenswert, sich rund 30 Minuten vorher einzucremen. So hat der Sonnenfilter optimal Zeit, seine Wirkung auf der Haut zu entfalten, um den entsprechenden Schutz zu bieten. Dabei sollte man nicht sparsam mit dem Sonnenschutzmittel umgehen, sondern darf gerne kleckern und klotzen. Unter dem auf der Packung beschriebenen Hinweis „großzügige Anwendung des Sonnenprodukts“ versteht sich für einen durchschnittlichen Erwachsenen folgende Umrechnung: etwa drei Esslöffel Sonnenschutzlotion. Diese Menge sollte ausreichen, um alle Körperstellen, inklusive Ohren und Zehen, zu erwischen und den Körper somit komplett einzucremen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass dies klarerweise als Faustregel gilt und individuell auf Körpergröße und Körperbau angepasst werden muss.

Von klein auf. Besonders Kinderhaut ist weitaus schutzbedürftiger als die Haut von Erwachsenen. Sie reagiert empfindlicher auf die Sonnenstrahlung. Die Haut ist in den ersten Lebensjahren noch sehr dünn, die hauteigenen Schutzmechanismen müssen sich erst noch entwickeln und die Regenerationsabläufe funktionieren noch nicht richtig. Darum ist es bei Kleinkindern und Säuglingen von großer Bedeutung, strenge Sonnenschutzregeln einzuhalten und sie keinem direkten Sonnenlicht auszusetzen.

 

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Eincremen ist vor dem Aufenthalt in der Sonne Pflichtprogramm. (Foto: Shutterstock)

Keep it up! Von Scheitel bis Zeh eingecremt, geht es gut vorbereitet in die Sonne. Bei einem längeren Aufenthalt im Freien wird regelmäßiges Nachcremen zur obersten Priorität. Das neuerliche Auftragen der Lotion bedeutet jedoch nicht, dass die Schutzzeit verlängert wird und man länger in der Sonne brutzeln kann. Mehrmaliges und regelmäßiges Nachcremen sorgt dafür, den ursprünglichen Sonnenschutz aufrechtzuerhalten. Besonders nach dem Sprung ins kühle Nass, nach schweißtreibenden Aktivitäten und durch den Abrieb auf Textilien, beispielsweise durch Badetücher oder Kleidung, geht Sonnencreme und damit der Schutz verloren.

Nach dem Sonnenbad ist vor dem Sonnenbad. Da der heiße Himmelskörper, aber auch das Baden im Chlor- und Salzwasser auf unsere Haut eine austrocknende Wirkung ausüben, zählt nach dem Aufenthalt im Freien eine weitere Eincreme-Runde zur Beauty-Pflicht. Sonnenverwöhnte Haut benötigt reichlich Feuchtigkeit, die ihr durch spezielle After-Sun-Lotionen zurückgegeben wird. Die im Vergleich zu normalen Body-Cremen dünnflüssigen Lotionen lassen sich leicht auf der meist stark angegriffenen Haut verteilen und haben einen kühlenden und beruhigenden Effekt. Die feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffe, Vitamine sowie zusätzliche Inhaltsstoffe wie Aloe-Vera-Extrakte wirken lindernd, unterstützen das Abklingen eines Sonnenbrandes, helfen der Haut, sich zu regenerieren, und verlängeren die Bräune – und damit auch das Sommer-Feeling!