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People | 14.10.2016

Stars auf Tour

Zwischen Sonderwünschen, Fannähe und Missgeschicken.

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Justin Bieber ist zurzeit auf großer Konzerttour. Anfang November ist er zu Gast in Österreich. (© Shutterstock)

Aktuelle Hits und die Klassiker gepaart mit einer meist bombastischen Bühnenshow aus Tänzern, Outfitwechseln, Lichteffekten oder Glitzer-Explosionen: Dies bieten Stars und Teenie-Schwärme wie Justin Bieber ihren Fans zurzeit auf ihren Welttourneen, während die Kultband Depeche Mode ihre Tour für 2017 vorbereitet. Natürlich haben die Stars ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, aber dennoch geht die Tour mit vielen Dingen einher, die einfach zum Tourleben dazugehören. Doch was gehört dazu und mit welchen Dingen müssen sich Stars und Crew auseinandersetzen?

 

Auf der Tour darf der Star, Star sein

Klar, Stars schieben ab und an auch ihren Einkaufswagen vor sich her oder tanken ihr Auto. Aber, so bodenständig Stars auf manch einem Paparazzo-Bild wirken, wenn es auf Tour und um das Business geht, dann lassen sie doch ganz gern ihren Starstatus raushängen und weisen an oder lassen anweisen. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Erfolg einer Tour auch immer vom Wohlbefinden des Stars abhängt. Denn sind Selena Gomez oder Justin Timberlake gestresst, dann geht das auf die Stimmung der ganzen Crew. An einer Tour hängt schon manch ein Geldschein dran, kein Wunder, dass die Tickets ihren Preis haben. In die Liga der teuersten Konzertgeber weltweit reihen sich bereits einige Stars ein. Um Taylor Swift und Ed Sheeran zu sehen, mussten Fans 2013 etwa 180 Dollar hinlegen. Für das „Ehekonzert“ von Beyoncé und Jay-Z in der Nähe von LA verlangten sich die Veranstalter stolze 223 Dollar pro Ticket. Aber das ist noch nichts gegen die 853 Dollar, die Fans der Kultrockband Rolling Stones im Jahr 2012 in New Jersey zahlten. Die Preise hängen natürlich von der Nachfrage und die wiederum von dem Marktwert des Stars ab. Aber der Lifestyle muss ja schließlich finanziert werden. So setzen sich Rihanna und Co. in den Privatjet und fliegen in komfortabler Liegeposition und mit eigener Stewardess von Land zu Land und von Auftritt zu Auftritt. Aber nicht nur im Jet, sondern auch im Hotel oder hinter der Bühne wird alles getan, damit der Star auf der Bühne möglichst entspannt sein und sich ganz auf Stimme, Choreo und Fanbespaßung konzentrieren kann. Es muss zwar nicht der rote Teppich vorm Hotel sein, aber persönliche Vorlieben sollten die Tourplaner an Unterkunft und Konzert-Crew weitergeben, damit sich der Star ganz wie Zuhause – wenn nicht sogar noch ein wenig besser – fühlt. Beyoncé Knowles isst am liebsten ein saftiges Hähnchen – bitte mit ordentlicher Würze von Salz, Cayenne-Pfeffer und frischem Knoblauch. Wenn sich Jennifer Lopez ankündigt, dann sollte der Raum im Backstage-Bereich in einheitlichem Weiß strahlen: Vom weißen Sofa bis hin zu weißen Kerzen. Zudem muss die Raumtemperatur 25 Grad haben. Die Farben in ihrem Tourneezimmer sind Katy Perry dagegen eher egal, sie nimmt was sie kriegen kann, denn sie hat den Ruf aus dem Hotelzimmer gerne einmal ein Kissen für die eigene Dekoration mitzunehmen. Elton John legt dagegen Wert auf eisgekühlte Getränke, deshalb sollten die Kühlschränke auf der Tour immer genug Eiswürfel hergeben. Wer weiß, vielleicht ist es gut für die Stimme? Kurz und knapp: Auf der Tour bekommt der Star, was er will, damit die Stimmung nicht kippt und die Fans nicht enttäuscht werden.

 

Vorbereitungen für das straffe Tourprogramm

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Die Stars von One Direction halten sich für ihr straffes Tourprogramm unter anderem mit Zumba und Spinning fit. (© Shutterstock)

Während das Essen gebracht und die Extrawünsche von den Augen abgelesen werden, kann und müssen sich Taylor Swift und ihre Promikollegen um ihre Bühnenpräsenz kümmern. Da die Choreographien schon einmal außer Atem kommen lassen, heißt es für die Stars während und vor der Tour: „Sportlich unterwegs sein und Ausdauer trainieren!“ Denn zwischen einzelnen Welttourneen lassen sich die Stars doch ab und zu mal gehen und genießen das Leben zwischen Burgerläden und Couchpotato-Dasein. Aber so eine Tour stellt schon ganz spezielle Anforderungen an Fitness und Psyche, was gerade Jungstars zu spüren bekommen. Denn nicht zuletzt sind Stars wie Rihanna nach ihren Auftritten aufgrund von Schwäche hinter oder auf der Bühne zusammengebrochen. Um mit Power durch die Shows zu kommen, sollen die One Direction-Stars beim Zumba ihre Hüften schwingen und ihre Fitness für die Tour stärken. Zudem strampeln sie für die Tour jeden Morgen auf dem Spinningrad. Auch die Jungkollegin Selena Gomez hat vor ihrer diesjährigen Tour ordentlich trainiert, um ihren Körper in Form zu bringen und in den knappen Outfits glänzen zu können. Eineinhalb Monate vor ihrer Revival-Tour hat sie jeden Tag trainiert, um ihre Ausdauer zu steigern – und zwar unter anderem mit Pilates und Yoga. Außerdem achtet sie darauf viel zu trinken, was natürlich gerade auf einer Tour, bei der beim Auftritt und dem Training hinter der Bühne so manch ein Schweißtropfen fließt, wichtig ist. Zu ihren Lieblingsdrinks gehört eine „Vitamindrink“, der nicht nur den Flüssigkeitshaushalt, sondern auch das Immunsystem stärkt und unter anderem aus Karotten und Ingwer besteht. Aber, obwohl sie so konsequent auf ihre Gesundheit geachtet hat, hat Selena Gomez erst vor kurzem ihre Tour abgesagt und nimmt sich eine Auszeit.

 

Präsentation ist alles! Zwischen professioneller und fannaher Kommunikation

Spätestens, wenn die Scheinwerfer auf der Bühne angehen und die Band zu spielen beginnt, heißt es für den Star: „Schalter umlegen und los geht die Show!“ Die einen kommen von oben auf einer Schaukel, die über die Fanmassen schwingt heruntergeschwebt und die anderen kommen von unten aus dem Bühnenboden herausgefahren. Der Star vermittelt seiner Crew schon ganz genau, wie er sich seinen Auftritt vorstellt. Der Austausch mit der Crew und vor allem mit den persönlichen Assistenten, die Bruno Mars schon einmal das Taschentuch an die Nase halten oder anderen Stars das Schreiben von Smartphone-Nachrichten abnehmen, verläuft meist ohne Worte. Die Kommunikation mit Business- oder Kooperationspartnern, die zum Beispiel das Hotel leiten, in dem der Star eingecheckt hat oder ein Freizeitprogramm für so manch einen freien Tag im fremden Land zusammenstellen, verläuft dagegen anders. Oft ist es zwar so, dass der Starbesuch auch vorteilhaft für die eigene PR ist, aber dennoch ist im Umgang mit oft langjährigen Partnern, auf deren Unterstützung Stars bei ihren Auslandbesuchen immer wieder setzen, Professionalität gefragt. Denn fühlt sich ein namhafter Business-Partner auf den Schlips getreten, kann dies schnell dafür sorgen, dass dem Star nachgesagt wird, ein unangenehmer oder anstrengender Hotelgast zu sein. So müssen sich auch die Stars im Kontakt mit ausländischen Partnern an Regeln halten, um nach der Tour nicht überwiegend durch Negativschlagzeilen aufzufallen, die die Fans wissen lassen, dass sich der Star einfach nicht zu benehmen weiß. Denn Star zu sein, bedeutet auch Vorbild zu sein – vor allem, wenn die Anhänger sich selbst noch in der Findungsphase befinden. Und vor allem Fans sind die halbe Miete für den Erfolg der Taylor Swifts und Justin Biebers von heute. So nehmen sich Stars oft bewusst Zeit für Backstage-Touren mit den Fans, veranstalten zwischen den einzelnen Tourtagen Autogrammstunden oder suchen den Kontakt zu wartenden Fans vor dem Hotel. Wobei sich die Kommunikation meist auf ein „How are you!?“ oder „Können wir ein Selfie machen?“ beschränkt. Das Selfie ist mittlerweile das Autogramm der Neuzeit. Wobei Justin Bieber diese Art der körpernahen „Kommunikation“ mit seinen Fans zu viel geworden ist. Im Frühjahr verkündete er, dass er keine Selfies mehr mit seinen Fans machen möchte.

 

Fettnäpfchen auf der Bühne: Auch scheinbar perfekte Stars fallen auf die Nase

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Auf der Tour entstehen auch für Stars peinliche Momente. Die Soulsängerin Beyoncé ist bei einem Auftritt schon einmal mit ihren Haaren in einem Ventilator hängen geblieben. (© Shutterstock)

Ein schon bekannter Fauxpas, der während der Kommunikation mit den Fans passieren kann, ist, dass die Stars nicht mehr wissen, wo sie sich eigentlich grade befinden und anstelle von „Guten Abend Wien“ mit „Guten Abend Berlin“ ins Konzert starten. Dem können die Assistenten aber einfach vorbeugen, indem sie dem Star vor dem Auftritt noch ins Ohr flüstern, wo sie sich grade befinden. Aber egal, wie gut die Bühnenshow auch geplant sein mag und der Star hinter der Bühne versorgt wird, zu „Unfällen“ kommt es auf der Bühne immer mal wieder. So manch ein Star hat sich schon was gebrochen, weil er während der Choreo doch zu nah an den Bühnenrand geriet oder den Text plötzlich vergessen hat. So hat jeder scheinbar „perfekte“ Star auf den Bühnen dieser Welt sein Päckchen oder auch Fettnäpfchen zu tragen. Wie Justin Bieber, der während eines Auftritts in Kanada in eine Falltür gestürzt ist, oder Beyoncé, die sich während einer Show mit ihren Haaren in einem Ventilator verfangen hat. Das sind nur einige peinliche Bühnenmomente der Stars. Aber keine Sorge, diese Momente, die die Stars irgendwie doch so sympathisch machen, bleiben wohl nie aus. Denn jede Tour bedeutet auch immer wieder neues „Glück“.

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