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People | 26.04.2016

First Couple des Ballett!

Olga Esina & Kirill Kourlaev. Sie arbeiten und sie leben miteinander. Die Solotänzer des Staatsballetts im Doppel-Talk über ihren Alltag, ihre Liebe & Marie Antoinette. PLUS: Was zu gewinnen gibt's heute auch!

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First Couple des Ballett! © Arman Rastegar

Das mit dem Kuchen  („Wenn die Leute kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ Anm. d. Red.) hat sie so nie gesagt, aber verschwenderisch und luxussüchtig war Marie -Antoinette sehr wohl. „Sie war die Paris Hilton des Barock“, meint Choreograf und Regisseur Patrick de Bana, der das nach ihr benannte Ballett erschaffen hat. In der Titelrolle brilliert an der Volksoper ab 6. Mai erneut die erste Solotänzerin des Staatsballetts, Olga Esina. Den Ehemann, König Ludwig XVI., gibt ausnahmsweise nicht ihr Ehemann Kirill Kourlaev, er folgt ihr aber dennoch auf Schritt und Tritt. Der erste Solotänzer spielt in dem modernen Ballett nämlich das „Schicksal“ der französischen Königin und Tochter Kaiserin Maria Theresias. 

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Königin des Spitzen­tanzes. Olga Esina, die erste Solotänzerin des Staatsballetts, als Marie Antoinette in der Volksoper. Diesmal wird ausschließlich auf der Spitze getanzt. © Wiener Volksoper

Pas de deux.
Seit zehn Jahren tanzen sich die beiden Russen bereits in die Herzen der Wiener Ballett-Fans und begeistern regelmäßig auch weltweit das Fernsehpublikum mit ihren Showeinlagen beim Wiener Neujahrskonzert – zwei Jahre davon als Eheleute. Olga und Kirill sind ein Traumpaar. Nicht nur auf der Bühne. Sie teilen nicht nur die Leidenschaft für den Beruf, sie sind auch privat nur im „Doppelpack“ anzutreffen. 

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Hochzeit. Die Ballettstars gaben einander am 14. 6. 2014 das Jawort. © picturedesk.com/Tuma,

look: Sie tanzen die Titelpartie in  „Marie Antoinette“. Bereitet man sich als Ballerina auf die Rolle genauso vor wie eine Schauspielerin?

Olga Esina: Ja, aber beim Ballett ist es ein bisschen anders. Jeder Choreograf hat seine eigenen Vorstellungen, und die gehen nicht immer genau mit der Geschichte einher. Er möchte, dass ich ein bestimmtes Gefühl vermittle. look: Kirill, wie darf ich mir die Rolle des Schicksals vorstellen?

Kirill Kourlaev: Schwierig. Ich bin die dunkle Seite der Marie Antoinette und geleite sie quasi bis in den Tod. Wir haben sogar schon direkt in Versailles getanzt und uns das Museum dort angesehen, es war toll.

Olga: Und ein bisschen gruselig, weil auf dem letzten Nachthemd, mit dem sie zur Guillotine gegangen ist, noch ihr Blut zu sehen war. 

look: Hat sich im Vergleich zur Welturaufführung im Jahr 2010 etwas an „Marie Antoinette“ verändert?

Olga Esina: Die Marie Antoinette kommt jetzt auf die Spitze, also es wird jetzt ausschließlich mit Spitzenschuhen getanzt. Vorher waren wir nur in Schläppchen, so nennen wir in unserem Jargon die flachen Tanzschuhe, mit denen wir ‚demi-pointe‘ tanzen. Es ist nicht anstrengender, nur anders. Deswegen wird nun viel geändert.

look: Wie schafft man es, so eng miteinander zu arbeiten und zu leben? 

Kirill: Wenn man tanzt, blendet man das Private völlig aus. Es gibt -keine wahren Gefühle zwischen zwei Tänzern ...

Olga Ja, ja, ja ... (lacht). Wir haben zehn Jahre zusammen getanzt, drei -davon sind wir ein Paar, deshalb haben wir so viele gemeinsame Erinnerungen und schöne Erlebnisse, Liebesgeschichten und Vorstellungen.

Kirill: Jeder von uns hatte vorher ein anderes Privatleben, sprich: andere Partner (Kirill war zuvor mit Maria Yakovleva, ebenso aus dem Staatsballett, verheiratet). Wir hatten den Vorteil, dass wir erst gute Freunde waren und uns nichts gegenseitig vorspielen mussten. Olga hat zwar keine schlechten Seiten, aber ich kenne alle an ihr.

look: Was machen Sie, wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen? 

Kirill: Ab und zu spricht man schon über die Arbeit, das lässt sich nicht vermeiden.

Olga: Gestern haben wir zum Beispiel über Urlaub gesprochen. Wir -waren traurig, dass der Sonntag schon bald vorüber ist. Und dann hat Kirill auf YouTube Meeresrauschen gefunden, das haben wir uns dann gemeinsam angehört und uns vorgestellt, wir wären an einem einsamen Strand.

look: Gehen Sie auch mal Pizza -essen oder ein Gläschen Wein trinken?

Olga: Natürlich, manchmal geneh-migen wir uns auch ein zweites und drittes, wenn am nächsten Tag keine Vorstellung ist. Wenn ich Zeit habe, koche ich, aber wir gehen auch gerne mit Freunden abseits der Oper aus.

Kirill: Wir verbrennen sehr viel.Ballett ist absoluter Spitzensport, wir haben täglich Training. In Filmen wird das oft verzerrt dargestellt, dass alle magersüchtig sind. Wenn Sie unsere Damen in der Kantine sehen, die essen manchmal mehr als die Männer, -nehmen aber kein Gramm zu.

GEWINNSPIEL!

mit look! zu Marie Antoinette

Am 6. Mai feiert die Wiener Volksoper Wiederaufnahme des Balletts von Patrick de Bana mit Olga Esina in der Titelpartie und Kirill Kourlaev als „Schicksal“. look! verlost 5 x 2 Tickets für die „Premiere“!

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