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People | 06.04.2018

Wohnkunde: Reduziert & elegant

Vize-Miss-Tirol Maria Hackl ist nicht nur als Mensch schön – sie wohnt auch so.

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Der wintergartenähnliche Zubau war eine gute Entscheidung.

Als wir an der Haustür läuten, ist der lange, senkrecht verlaufende Türgriff noch behutsam in Schutzfolie eingebettet. Und auch sonst wirkt alles noch recht unberührt. Dieser schicke Neubau liegt gut versteckt in Mieming, man ist also gut beraten, sich nur mit Navi auf die Suche danach zu begeben. Die Begrüßung ist dann umso herzlicher: „Schön, ihr habt hergefunden!“ Am Esstisch gibt es dann Kaffee – immerhin ist es gerade einmal 9.30 Uhr. Uns gegenüber: Maria Hackl – hauptberuflich sorgt sie für Ordnung auf den Oberländer Straßen, nebenher ist sie amtierende Vize-Miss-Tirol und Model. Und Marco Jägert, Tiroler DJ-Star. Klingt vielversprechend – ist es auch.

 

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Marco Jägert und Maria Hackl wirken nach der ersten Nacht im neuen Heim frisch und munter.

Selbstbewusst. Schon beim ersten Händeschütteln macht sich bemerkbar:  Dieses Mädel hat gelernt, wie selbstbewusst geht. Maria ist nicht nur hübsch, sie ist vor allem herrlich bodenständig. Fragen nach etwaigen Vorurteilen oder unpassenden Seitenhieben – vor allem bei der Arbeit – beantwortet sie gelassen: „Meine Kolleginnen und Kollegen haben mich von Anfang an voll unterstützt. Vorurteile waren nie ein Thema.“ 

 

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Starke Farbkontraste sorgen für Spannung.

Klischee: Fehlanzeige. Maria ist frische 22 und blickt jetzt schon auf ein ereignisreiches Leben zurück: Nach der Matura beschließt sie, Polizistin zu werden – und macht ernst. 2017 tritt sie bei den Miss-Tirol-Wahlen an – und holt Silber. Es scheint (und dieser Schein trügt nicht!), als hätte die junge Haimingerin genug Biss für zwei Menschen: „Ich weiß, was ich will und was ich nicht will.“ Wer hier mit Überheblichkeit rechnet, wartet vergeblich. Erfrischend.

 

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Marias (nicht weniger sympathischer) Freund Marco ist wohl vielen eher unter dem Namen DJ in-style bekannt. Egal, ob Rio oder Pyeongchang – wo der Stamser auflegt, steht Party am Programm. Was als Hobby begann, ist mittlerweile zum Vollzeitjob geworden und verschlägt den 25-Jährigen regelmäßig an verschiedenste Locations und auch schon mal ans gefühlte Ende der Welt: vom Summer Splash (dort haben sich die beiden übrigens auch vor vier Jahren kennengelernt) bis zu den Olympischen Spielen. 

 

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Helle Akzente im Badezimmer.

Gut Ding will Weile haben. „Wir haben heute das erste Mal hier geschlafen. Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht und war erst mal völlig orientierungslos“, gesteht die 22-Jährige. Auf die erste Nacht im neuen Domizil haben die beiden allerdings eine Weile gewartet, denn: Was so traumhaft aussieht, war in Wirklichkeit harte und zeitaufwändige Arbeit. Den Rohbau des Hauses hatte man zwar so übernommen, wie er stand, aber alles, was danach kam, wurde mit viel Präzision, Einsatz und Geduld über mehrere Jahre detailverliebt aufgebaut und weiterverarbeitet. 

 

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Großformat: Für das perfekte Home-Kino-Erlebnis

Insgesamt vier Jahre dauerte dieser Prozess. „Marcos Papa hat quasi die Rolle des Bauleiters übernommen und uns immer ausgeholfen, wenn wir selbst keine Zeit hatten, da zu sein.“ Eines jeden frischgebackenen Häuslbauers Glück ist, wenn er sich auf die Hilfe der anderen verlassen kann. Die beiden sind dementsprechend dankbar für die tatkräftige Unterstützung von Seiten ihrer Familien und Freunde.

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Extravagant: Die Deckenbeleuchtung ließ einige Wochen auf sich warten.

Optimale Raumgestaltung. Besonderes Highlight: der offene Wohn-Ess-Bereich, abgetrennt durch einen schlichten, eleganten Kachelofen. Dieser verteilt nicht nur Wärme im ganzen Haus, sondern bei Bedarf vor allem auch reichlich Romantik. Die Küche wirkt sehr großzügig, obwohl sie sich am vorderen Raumende sogleich in Bescheidenheit übt. Von hier aus genießt man bereits die traumhafte Aussicht auf den Garten. Mit ein bisschen Vorstellungskraft erkennt man bereits: Hier wartet eine grüne Oase darauf, für Entspannung zu sorgen.

 

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Klein aber oho: Die Küche bietet Raum für alles, was wichtig ist.

An genau der Stelle, wo einst der Rohbau endete, haben Maria und Marco sich mit einem wintergartenähnlichen Zubau noch ein paar Quadratmeter wertvollen Wohnraum dazu-
geschummelt. Dort steht nun der Esstisch inklusive Eckbank; ein Bereich, der vor allem Marco ein Anliegen war und dem dementsprechend viel Raum gegeben wurde. „Wir hätten es schade gefunden, wenn der Raum dort schon aufgehört hätte.“ Leuchtet ein: Hat man einmal Platz genommen, wirkt der Zubau mit Glasfront nur logisch. 

 

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Thema Einrichtung: Was noch sehr minimalistisch wirkt, soll sich über die Zeit entwickeln.

Lediglich wenige Treppenhüpfer trennen das obere vom unteren Geschoß. Im oberen Stock findet man dann das Übliche: Schlafzimmer, Bad, WC. Aber auch hier ist alles sehr offen und lichtdurchflutet. Auf dem Weg ins Schlafzimmer durch den begehbaren Kleiderschrank sticht uns sofort Marias Polizeiuniform ins Auge. Auf die Frage, ob sie lieber auf Streife geht oder vor der Kamera stehe, ist die Antwort eindeutig: „Beides!“