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People | 27.10.2017

Frisch & kreativ

Während andere Jugendliche eine Küche tunlichst meiden, steht Alexander Galle gern hinter dem Herd und bäckt. Er hat bereits zwei Bücher herausgegeben, in denen er seine Rezepte vorstellt. Mit uns hat der junge Tiroler über seine Leidenschaft und Kreativität gesprochen.

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© Alexander Galle

TIROLERIN: Was bedeutet Backen für dich?

Alexander Galle: Backen bedeutet für mich, aus einfachen Zutaten, die man meistens schon zu Hause hat, etwas entstehen zu lassen, was geschmacklich und optisch beeindruckt. Dabei kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und die Welt um mich herum vergessen.

Was war deine erste selbstgemachte Mahlzeit? Wie alt warst du damals?

Ich habe schon als Sechsjähriger bei meiner Oma mit Karottenschalen und Salz „gekocht“. Die erste richtige Mahlzeit war eine selbstgemachte Pizza. Den Teig zu kneten und im Backofen beim Aufgehen zu beobachten war damals ein Erlebnis.

Warum ein eigenes Backbuch?

Ich wollte schon immer ein eigenes Produkt kreieren, das man in Geschäften zu kaufen bekommt. Die Ferienzeit kam mir auch sehr gelegen, und deshalb habe ich begonnen, alte Familienrezepte neu zu interpretieren beziehungsweise neue zu entwickeln. Da die Fotografie auch zu meinen Hobbys gehört, konnte ich das ebenfalls wunderbar verbinden.

Welche Trends sind in der Küche zurzeit angesagt? Wie findest du diese?

Ich finde Trends immer schwierig, da diese überall zu finden sind und genauso schnell wieder spurlos verschwinden. Trends, die ich persönlich interessant finde, sind Naked Cakes. Hier sieht man die Creme zwischen den Kuchenschichten. Aber auch das No-bake-Prinzip, bei dem der Name Programm ist und der Backofen kalt bleibt. Veganes Backen ist im Moment auch total angesagt, und ich bin gerade dabei, mich darin zu versuchen. Der Trend Cake Pops, also Kuchen am Stiel, durfte auch in mein zweites Buch einziehen.

Woher bekommst du Inspiration?

Backen liegt bei uns in der Familie. Meine Oma und Mama haben immer schon sehr viel gebacken. Da meine Tante Konditorin ist, durfte ich auch ihr schon in jungen Jahren über die Schulter schauen und mich selbst versuchen. Klassische Vorbilder aus den Medien habe ich keine. Inspirieren lasse ich mich sehr gerne von alten Rezepten oder auf Reisen.

Wie hängt Design und Backen zusammen?

Als alle Rezepte schon fertig waren, meinte mein Papa, ich könnte auch DIY-Designprojekte einbauen. So habe ich beide Themen in einem Buch verbunden, auch weil es nicht so viele Bücher gibt, die beides beinhalten.

Was würdest du backen, wenn du jemanden beeindrucken möchtest?

Mein Lieblingsrezept für diesen Fall ist eine hohe Torte mit luftigen Biskuitböden, einer Vanille-Joghurt-Creme und frischen Beeren.

Welche drei Zutaten hast du immer zu Hause?

Ganz klassisch würde ich jetzt sagen, Mehl, Zucker und Eier.

Was war dein Lieblingsessen als Kind?

Laut meiner Mutter war mein Lieblingsessen anders als das anderer Kinder: Gemüse und Nudeln.

Was ist dein derzeitiges Lieblingsessen?

Derzeit sind es Süßkartoffel-Wedges aus dem Backofen mit Avocado-
creme.

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© Alexander Galle
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