Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 06.03.2017

Lachen erlaubt!

Bild 1703_lukas Schmied
Kabarettist Lukas Schmied

Als Mitbegründer der Agentur „Bureau Neubau“ und Herausgeber des Magazins „Einundsechzig“ kennt man Lukas Schmied nicht nur in seinem Heimatort Wattens. Nun wagt sich der engagierte Jungunternehmer auch als Kabarettist auf die große Bühne und beweist, dass er richtig Humor hat. Die TIROLERIN hat ihn zum Interview getroffen.

TIROLERIN: Wie kam es, dass Sie als Kabarettist auftreten?

Lukas Schmied: Ich war zwar eigentlich nicht der typische Klassenclown, aber schon als Kind hat es mich sehr fasziniert, in andere Rollen zu schlüpfen. Vor Verwandten oder der Familie habe ich oft Otto Waalkes oder Rainhard Fendrich nachgeahmt. Das hat mir viel Spaß gemacht und über die Jahre wurde es immer mehr zu einem Traum von mir, auf der Bühne zu stehen und die Leute zum Lachen zu bringen. Das gibt mir ein gutes Gefühl, und so habe ich mir eines Tages einfach gesagt, ich werde jetzt Kabarettist.

Warum gerade Kabarett und nicht Schauspielerei?

Mich reizt diese Kunstform einfach ganz besonders. Sie verbindet wunderbar Unterhaltung mit Intellekt. Nur schweres Theater oder billige Gags ist mir persönlich zu wenig. So kann ich die Leute zum Denken anregen und ihnen etwas mitgeben – das finde ich spannend. 

Worum geht’s in Ihrem Programm?

Es geht um das ganz alltägliche Leben. Aber ich möchte auch die Probleme ansprechen, die mich selbst stören. Ich würde sagen, mein Programm ist eine gute Mischung aus Gesellschaftskritik, Alltagskomik und Politsatire – klassisches österreichisches Kabarett also. 

Gehören Kabarett und Politik zusammen?

Für mich auf jeden Fall – Politik ist ein Thema, durch das man Comedy von Kabarett unterscheiden kann. Einerseits vermittelt man Botschaft. Andererseits bietet es auch immer wieder eine gute Auflage. Politisch passiert so viel, worüber man als Normalsterblicher nur den Kopf schüttelt und was man nicht nachvollziehen kann – ideal für gute Pointen.

Wollen Sie die Leute also nicht nur zum Lachen bringen?

Lachen ist erlaubt, aber Nachdenken ist durchaus auch erwünscht!

Glauben Sie, kommt die Botschaft immer an?

Das kommt auch auf das Publikum an. Viele kommen selbstverständlich nur zum Lachen, andere wollen auch die kritischen Zwischentöne. Ich feile intensiv daran, dass man diese
besser  heraus-
hört.

Testen Sie Ihr Programm vorher?

Natürlich! Freunde und Verwandte frage ich schon mal nach ihrer ehrlichen Meinung. Aber eigentlich bin ich relativ schnell ins kalte Wasser gesprungen. Man lernt dann bei jedem Auftritt, bei jedem Probieren etwas dazu.

Was macht man, wenn ein Gag nicht ankommt?

Das kann schon mal vorkommen. Man will eigentlich schneller werden, damit die Situation vorbeigeht. Aber man bremst sich gleichzeitig – es ist nicht immer lustig auf der Bühne sozusagen.

Gibt’s auch Themen, über die man keine Witze macht?

Ich finde, eigentlich sollte man über alles lachen können, aber manchmal überlegt man zweimal. Ich will niemanden verletzen und bin dann schon vorsichtig.

Wie viel ist geplant und wie viel entsteht zufällig?

Der Großteil ist schon geplant. Allerdings versuche ich, mit dem Publikum zu interagieren und es miteinzubeziehen. Ich probiere auch immer wieder einfach mal etwas aus und hoffe darauf, dass es lustig wird. 

Was kommt am besten an?

Was ich immer noch gut kann, ist Leute zu imitieren. Es gibt eine Szene, in der ich den typischen Bürgermeister darstelle, da ernte ich jedes Mal viele Lacher, weil die Leute das einfach gut nachvollziehen können. Für mich persönlich ist es ein kleines Highlight, am Klavier zu sitzen. Mein Gesangstalent reicht vielleicht nicht fürs Landestheater, aber ich habe ein paar sehr gute Lieder im Programm und finde, dass man mit Musik sehr viel rüberbringen kann.

Gibt es jemanden, den Sie als Vorbild sehen?

Auf jeden Fall – Josef Hader und Alfred Dorfer sind meine Idole. 

Wollen Sie uns zum Abschluss noch Ihren Lieblingswitz verraten?

Treffen sich zwei Riesen. Sagt der eine zum anderen: „Stell dir vor, letztens hab ich mal einen Clown gegessen.“ „Und, wie hat der geschmeckt?“ „Komisch ...“

 


Bild 1703_lukas Schmied (1)
© Birgit Pichler

Noch mehr Witze?
Hier entlang:

6.3. Benefizgala
„Wider die Gewalt“
im Tiroler Landestheater 

17.3. ab 20.30 Uhr
im Stromboli Hall

4.4. ab 19.30 Uhr
in der Arche Noe,
Kufstein

10.5. ab 20.15 Uhr
im Lendbräukeller,
Schwaz

Weitere Termine
und Infos unter
www.lukasschmied.at

Diskutiere mit uns und deinen Freundinnen diesen Beitrag:
powered by Disqus