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Lifestyle | 23.11.2015

Zuckerschock

Dass Zucker ungesund ist, wissen wir, aber gerade in der Vorweihnachtszeit fällt es besonders schwer zu widerstehen. Wir zeigen, welche Produkte man meiden sollte und welche süßen Alternativen es gibt.

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Foto: Shutterstock

Schon von Geburt an bevorzugt der Mensch Süßes. Den Grund dafür findet man in der Urzeit und es ging seinerzeit weniger um Genuss als um Sicherheit: Urzeitmenschen zogen Süßes Bitterem vor, um so zwischen potenziell gefährlichen und nahrhaften Pflanzen unterscheiden zu können. In der Natur existiert nämlich kaum etwas, das gleichzeitig süß und giftig ist. Auch das erste Nahrungsmittel, das wir in unserem Leben zu uns nehmen, ist gesüßt: Muttermilch enthält Laktose, sogenannten Milchzucker, der beim Aufbau der Darmflora hilft und die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Phosphor verbessert.

Die Dosis macht das Gift
Während Zucker also durchaus seine Daseinsberechtigung hat, nehmen heute die meisten von uns viel mehr Zucker zu sich, als sie wirklich brauchen. Als Resultat ist unser Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Dies fördert Entzündungsprozesse im Körper und kann dazu führen, dass unsere Blutgefäße und Nervenzellen geschädigt werden. Übermäßiger Zuckergenuss macht uns also nicht nur dick, sondern auch ernsthaft krank.

Zuckersüße Alternativen
Wer trotz allem den süßen Versuchungen nicht immer widerstehen kann, sollte möglichst weißen Industriezucker meiden. Alternativen dazu sind unter anderem Honig, das älteste Süßungsmittel der Menschheitsgeschichte. Dieser verfügt über einen hohen Anteil an Frucht- und Traubenzucker und enthält eine Reihe von Enzymen, Vitaminen, Pollen, Aminosäuren sowie Aroma- und Mineralstoffen, was ihn zu einem der gesündesten Lebensmittel macht. Wird Honig allerdings erhitzt, verliert er viele Enzyme – deshalb nur für kalte Speisen verwenden.

Auch der aus mexikanischen Agavenarten gewonnene Agavendicksaft kann als Ersatz verwendet werden. Dieser ist etwas dünnflüssiger als Honig und enthält viel Fruktose. Allerdings kann sich zu hoher Konsum negativ auswirken und eine Fruktoseunverträglichkeit oder andere Stoffwechselerkrankungen hervorrufen –auf jeden Fall auf Bio-Ware zurückgreifen! Am Markt finden sich auch immer mehr mit Stevia gesüßte Produkte. Ursprünglich wird dieser Süßstoff aus dem suptropischen Honigkraut, auch Süßblatt oder Süßkraut genannt, gewonnen. Was allerdings die wenigsten wissen: Industriell hergestelltes Stevia beinhaltet das reine Steviosid und hat mit der eigentlichen Steviapflanze nur mehr sehr wenig zu tun. Wer lieber natürliches Stevia verwenden möchte und den leicht bitteren Geschmack mag, kann die mehrjährige, wärmeliebende Pflanze auch selbst im Topf ziehen.

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Foto: Shutterstock

Fruchtsäfte
Hier ist besondere Vorsicht geboten:
Je weniger Fruchtgehalt, desto mehr Zucker steckt in den vermeintlich gesunden Drinks. Bei Durst besser zu Wasser greifen!

 

Saucen
Auch wenn es oft gar nicht so schmeckt – Saucen, wie z. B. Ketchup oder Grillsaucen, sind oft voll von Zucker.
In Ketchup stecken häufig sogar 20 Stück Würfelzucker oder mehr. Wenn möglich, auf zuckerfreie Varianten zurückgreifen!

 

Light-Produkte
Auch wenn Light-Produkte als fettarm angepriesen werden, sie enthalten um einiges mehr Zucker als Produkte mit einem
höheren Fettanteil – Heißhungerattacken
sind hier vorprogrammiert!

 

Fertigprodukte
Das Fertiggericht für die Mittagspause schmeckt gar nicht süß? Die Wahrscheinlichkeit, dass trotzdem jede Menge Zucker hinzugefügt wurde, ist dennoch groß. Gerade weil weißer Industriezucker billig und leicht verfügbar ist, werden so häufig Defizite im Geschmack ausgeglichen. Da auch Markenprodukt oft Zucker beinhalten, hilft hier nur, öfter selbst kochen oder die Zutatenliste genau durchlesen!

 

Fruchtjoghurts
Ein Becher Fruchtjoghurt kann bis zu acht Stück Würfelzucker enthalten und ist deshalb als Zwischenmahlzeit nur bedingt geeignet. Am besten Naturjoghurts selbst mit frischen Früchten verfeinern!

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