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Lifestyle | 16.10.2017

Wertvoll

Wer finanziell möglichst sorgenfrei in die Zukunft blicken will, muss vorsorgen. Wir zeigen Ihnen, was Investmentfonds und Wertpapiere wirklich können und worauf Sie achten müssen.

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Foto: Shutterstock

Sinkende Zinsen und ein immer größeres und fast unüberschaubares Angebot an Anlagemöglichkeiten machen für viele von uns den Finanzmarkt zu einem unübersichtlichen Dschungel. Welche Investition lohnt sich wirklich, welches Risiko möchte ich eingehen und welche Rendite darf ich erwarten? Zusätzlich sollte im Vorfeld geklärt werden, worauf und wie lange Sie sparen möchten und welchen Betrag Sie zur Verfügung haben – wichtige Fragen, mit denen Sie als Anleger sich genau auseinandersetzen sollten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Wichtig ist auch, dass Sie das Kleingedruckte lesen und bei Unklarheiten Rücksprache mit Ihrem Berater halten. Ein guter Tipp ist es, Erklärungen auch am Vertrag vermerken zu lassen, dies könnte bei einer etwaigen Falschberatung als Beweis von Vorteil sein. Zwei  Möglichkeit von vielen, um Geld anzulegen und so für später vorzusorgen, sind Wertpapiere.


Papierkram. Unter Wertpapieren versteht man sogenannte Urkunden über Vermögensrechte, die von öffentlichen Emittenten, wie dem Bund, den Ländern oder Gemeinden, oder auch von privaten Unternehmen ausgegeben werden. Jedoch gibt es auch bei Wertpapieren gravierende Unterschiede, auf die Sie im Vorfeld achtgeben sollten: allen voran die Art der Verzinsung.


Festgelegt. Bei festverzinslichen Wertpapieren stehen die Laufzeit, der Kurs, zu dem die Anleihe ausbezahlt wird, sowie die Verzinsung bereits fest und werden in den Anleihebedingungen aufgeführt. Ratingagenturen wie beispielsweise Standard & Poor’s bewerten dabei die Bonität der Unternehmen, die die Anleihung ausgeben, – eine wichtige Information, die Einfluss auf das Zinsniveau hat.

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Wahlmöglichkeiten. Weitere Formen von Wertpapieren sind beispielsweise die Wohnbauanleihe oder die Cash-or-share-Anleihe. Mit der Wohnbauanleihe wird die Vergabe von Wohnkrediten unterstützt.
Dabei sind die ersten vier Prozent des Zinssatzes steuerfrei. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Sicherheit der Anleihe. Cash-or-share-Anleihen werden von Aktiengesellschaften und Kreditinstituten ausgegeben. Hier wird am Ende der Laufzeit entweder das Kapital ausbezahlt oder Aktien des Unternehmens ausgegeben. Aber Achtung: Über die Art der Rückzahlung entscheidet das Unternehmen selbst, in dem es dies in den Anlagebedingungen festlegt. Bei niedrigen Aktienkursen erfolgt die Rückzahlung meist in Aktien. Generell ist es bei dieser Form der Wertpapiere wichtig, sich gut am Aktienmarkt auszukennen.


Ein Potpurri an Möglichkeiten. Eine weitere Investitionsmöglichkeit bieten Investitionsfonds. Hier werden verschiedene Aktien beziehungsweise Anleihen zusammengefasst und gemeinsam verwaltet. Die enthaltenen Wertpapiere werden dabei während der Laufzeit immer wieder ausgetauscht. Die Bündelung vieler Aktien und Anleihen mindert das Risiko dieser Investition und ermöglicht eine Veranlagung auf der ganzen Welt. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität von Investitionsfonds: Hier kann jeder Betrag zu jeder Zeit investiert und auch wieder verkauft werden. Aber Achtung: Ein Verlustrisiko bei Kurseinbruch bleibt bestehen, und vergangene Werte, die häufig bei einem Verkaufsgespräch gezeigt und angesprochen werden, sind keine Garantie für den Erfolg eines Investmentfonds.


Qual der Wahl. Generell sollte eine mögliche Investition gut durchdacht sein. Nur wenn Sie bestens informiert sind und wissen, was Sie im besten, aber auch im schlechtesten Fall erwartet, sollten Sie eine Entscheidung treffen. Gerne helfen Ihnen hier Ihre Bankberater oder auch die Arbeiterkammer weiter.

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BITTE  NICHT!

Folgende Fehler sollten Sie bei der Anlage Ihres Vermögens unbedingt vermeiden.

All in.
Egal wie vielversprechend eine Anlage vorgibt zu sein, niemals sollten Sie Ihre kompletten Reserven dafür verwenden. Achten Sie außerdem darauf, zu jeder Zeit einen Notgroschen für Unvorhersehbares zur Verfügung zu haben. Es kann schnell etwas passieren, und gebundenes Kapital vor Ende der Laufzeit verfügbar zu machen, ist stets mit Kosten verbunden.

Schlechtes Timing.
Vermeiden Sie, wenn möglich, kurzfristiges Investieren und häufiges Umstrukturieren. Überlegen Sie sich, am besten im Vorfeld, eine langfristige Strategie und bleiben Sie dabei!


Die Zukunft liegt in den Sternen. Vor allem bei Investmentsfonds werden Ihnen gerne vergangene Entwicklungen gezeigt und aufgrunddessen auf großartige Gewinnsteigerungen hingewiesen. Beachten Sie unbedingt, dass dies Werte aus der Vergangenheit sind, die keinerlei Garantie für die Zukunft darstellen.

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Gefühlsblind.
Wenn es um Entscheidungen in Bezug auf Ihre Finanzen geht, sollten Sie niemals ausschließlich auf Ihr Bauchgefühl hören. Holen Sie sich unbedingt alle Informationen ein, die Sie benötigen und fragen Sie bei Ihrem Berater nach, wenn Sie etwas nicht verstehen oder Ihnen wichtige Punkte unklar sind.


No risk, no fun?
Auch wenn hochrisikoreiche Anlagen die größte Rendite versprechen, muss Ihnen bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit, alles zu verlieren, sehr hoch ist. Setzen Sie niemals Ihr ganzes Vermögen auf risikoreiche Anlagen, sondern verwenden Sie nur Geldbeträge, die Sie, falls es zu einem Totalverlust kommt, verschmerzen können. Unter keinen Umständen sollten Sie für Investitionen dieser Art einen Kredit aufnehmen.


Kommando retour!
Fehlentscheidungen können passieren und auch Verlusten werden immer vorkommen. Wenn eine Investition sich allerdings als nicht rentabel herausstellt, hilft manchmal auch abwarten nichts. Ziehen Sie unbedingt die Notbremse, wenn Sie bereits Verluste eingefahren haben und sich nicht leisten können, noch mehr zu verlieren!

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